Entlang der Emme und Aare (von Biberist nach Aarwangen)


Publiziert von Baeremanni Pro , 14. März 2015 um 12:07.

Region: Welt » Schweiz » Solothurn
Tour Datum: 9 März 2015
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SO 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 251 m
Abstieg: 287 m
Strecke:Biberist - Emmenspitz - Aarwangen
Zufahrt zum Ausgangspunkt:öV
Zufahrt zum Ankunftspunkt:öV
Kartennummer:233 T Solothurn / 223 T Delemont / 224 T Olten

Begonnen hat diese Wanderung eigentlich schon eine Woche vorher. Gestartet ab der Haustür, der Emme entlang Richtung Emmenspitz – Solothurn. Doch kurz vor Biberist nimmt mir ein blöder Misstritt die Freude am Wandern und ich fahre wieder nach Hause.
So starte ich nun heute in Biberist-Ost bei schönstem Wanderwetter. Über den Werkkanal der stillgelegten Papierfabrik, dann unter der Bahnlinie durch geht es nun entlang der Emme und dem eingezäunten Gelände der Fabrik erst mehr oder weniger Nord-Ostwärts. Weiter in einem weiten Bogen immer nördlicher bis Derendingen, über die Hauptstrasse und wieder am Ufer der Emme entlang. Unter der Bahnlinie Solothurn zur Neubaustrecke, etwas weiter dann auch unter der Autobahn durch in den Emmenschachen. Hier kommt man an die „alte“ Bahnlinie Solothurn – Olten.
Direkt an der dicken Leitung steht nun auch ein Beschrieb, was diese soll. Es ist die Dampfleitung, welche Dampf von der Kehrichtverbrennung (KEBAG) zur Papierfabrik lieferte. Es tönt schon recht sarkastisch, wenn auf dem Beschrieb zur Leitung unter anderem die „Sicherung von Arbeitsplätzen“ durch eben diese Rohre betont wird. ---. Nur wenige Jahre nach Inbetriebnahme wurde die Fabrik ein Opfer von Finanzhaien und Spekulanten und stellte den Betrieb ein.
Unter der Bahnlinie durch geht es weiter. Ein Glaspalast schützt den ältesten SULZER-Grossdieselmotor, der einst als Notstromversorgung der Spinnerei DMC in Deitingen diente, falls die Emme und damit verbunden der Werkkanal zuwenig Wasser führte. Die Maschine ist noch fest für den Winter eingepackt. Am Kanal steht gleich ein Kraftwerk aus zwei Generationen welche noch betriebsfähig sind. Alle Anlagen können auf Anfrage besichtig werden
Noch ein kurzes Stück Weg zur Strassenbrücke, wo ich auf die andere Seite der Emme wechsle. Der Kehrichtverbrennung und der ARA entlang nun hinunter an den Emmenspitz, wo die Emme in die Aare fliesst.
Nach einem kurzen Znünihalt nun auf dem Steg über die Aare. Dieser Stegwurde für die Dampfleitung KEBAG zur Zellulosefabrik Attisholz gebaut. Doch auch diese Fabrik erlitt das gleiche Schicksal wie die Papierfabrik. Beidseits der Aare dehnt sich eine gewaltige Industriebrache aus, welche nur zu einem minimalen Teil genutzt wird. Ein kleiner Trost, wenigsten der Steg über die Aare dient nach wie vor Wanderern und Bikern.
Jetzt kommt für mich die Frage weiter nach Solothurn oder Aareabwärts. Es ist ja noch früh am Tag und ich entschliesse mich der Aare zu folgen. Nordwärts hoch zum Waldrand, dann um die Zellulosefabrik herum zum Bad Attisholz. Wieder hinunter an die Aare. Ein kurzes Stück Strase mit Belag, doch dann wieder Uferwege. Kurz nach dem Kraftwerk Flumenthal sind grosse Geländebewegungen im Gange. Für das Kieswerk „Hobiel“ der Fa. Marti AG wird eine neue Zufahrt gebaut um das Dorf Flumenthal vom Lastwagenverkehr zu entlasten. Als Zückerchen gibt es noch einen neuen naturnahen (?) Nebenbach zur Aare. Im Moment aber eine Kieswüste.
Schon eine Weile lärmt es von der Autobahn über die Aare hinüber. Nun quert diese die Aare und verschwindet näher dem Jura zu.
Vor Wangen a.A. gehe ich nicht über die Brücke, sondern wandere dem Kanal (und der Kampfbahn des Waffenplatzes) entlang Richtung Chleihölzli. Am Waldrand entlang nun Richtung P.420. Ich verpasse den Abzweiger zum Wanderweg und bin auf der Landstrasse. Doch nach der Werkstatt des Waffenplatzes komme ich wieder an die Aare.
Auf der Höhe und ab der Brücke beim Christehof komme ich in das Naturschutzgebiet welches sich bis zum Kraftwerk Bannwil hinzieht.
Noch etwas Kraftwerktechnik, dann in zwei grossen Bögen weiter der Aar entlang bis zur Brücke in Aarwangen. Fotographisch erwische ich das „Bipperlisi, doch zum Mitfahren reicht es um wenige Minuten nicht.
Zum Trost spende ich mir ein Bierchen im Bären und warte auf die nächste Bahn.

Tourengänger: Baeremanni

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