Rothorn, 2526 m


Publiziert von HBT , 21. September 2008 um 18:32.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Oberhasli
Tour Datum:21 September 2008
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   Westliche Melchtaler Alpen   CH-OW 
Zeitbedarf: 1:45
Aufstieg: 400 m
Abstieg: 400 m
Strecke:Planplatten Alpentower - Erzgrueben - Rote Nollen - Höhi Egg - Läuber - Rothorn
Zufahrt zum Ausgangspunkt:mit der Seilbahn nach Planplatten Alpentower
Zufahrt zum Ankunftspunkt:siehe oben
Kartennummer:1210 Innertkirchen

Das Rothorn (2526 m) auf der Grenze der Kantone Obwalden und Bern ist ein steiler Gipfel, dessen Gipfelwand gegen die Melchseefrutt überhängend abbricht. Über seine Grate ist es jedoch gut erreichbar. Erfahrene Alpinwanderer wählen den Nordwestgrat vom Glogghüs (2534 m) her. Als einfache Alpinwanderung bietet sich der Aufstieg von Planplatten (2233 m) über den Südgrat an.


Rothorn (2526 m) und der dominante Glogghüs (2534 m) über dem Melchsee.


Schöne kurze Tour von der Bergstation der Seilbahn auf die Planplatten (2233 m) aus auf das Rothorn. Man folgt zuerst dem breiten Weg nach Nordosten zum Balmeggerhorn. Bei P. 2189 folgt man weiter dem breiten Grat entlang dem Weg zum Balmeggerhorn. Etwa hundert Meter weiter verlässt man den Weg und folgt dem einfachen Rücken, der einige Meter parallel über dem Weg zum Balmeggerhorn verläuft. Über P. 2226 gelangt man in die Erzgrueben (2211 m).

Von hier auf Wegspuren weiter zum Rote Nollen (2329 m). Die Wegspuren verlaufen etwas nordwestlichs des Gratkamms, der jedoch auch einfach zu begehen ist. Ich stieg am kleinen Felsenfenster im Grat unterhalb des Rote Nollen vorbei und folgte dann ziemlich genau der Gratkante bis man wieder auf die auch auf der LK eingezeichneten Wegspuren stösst. Der Pfad umgeht den Grataufschwung der Höhi Egg (2439 m) in der Ostflanke, der Aufschwung kann aber auch problemlos direkt überstiegen werden, man muss dann aber auf der Nordseite wieder einige Meter absteigen. Nach dem kleinen Abstieg komme ich zum steilen Aufstieg über eine Wiese zum Läuber (2491 m). Ein kleiner Steinmann steht auf seinem höchsten Punkt.

Auf dem plateauartigen, gegen Nordosten leicht abfallenden Gipfel des Läuber ist schon der erste Schnee als früher Bote des Winter anzutreffen. Man steigt über auf dem Plateau des Stäuber einige Meter nach Norden, wo sich das Plateau verengt und man auf einem kurzen, verscheiten Blockgrat wieder einige Meter in die Tiefe steigt. Auf einem breiten, leicht abfallenden Rücken wandert man bis zur Lücke  P. 2448. Von Nordosten her kommt hier der blauweisse Weg vom Balmeggerhorn her.

Nach der Lücke stellt sich ein markanter Felsturm in den Weg, der die Schlüsselstelle bildet. An blauweissen Zeichen folgend erkraxelt man diesen bis etwa zur Hälfte, danach quert man leicht ausgesetzt auf einem Grasband in der östlichen Flanke des Turms. Auf der anderen (Nord-)Seite kraxelt man einfach hinab, zurzeit ist hier schon Neuschnee auf den Felsen zu finden.

Der Weiterweg zum Rothorn (2526 m) führt über einfache Wiesenhänge. Vom Gipfelkreuz aus geniesst man einen grandiosen Tiefblick auf die Melchseefrutt und denn 600 Meter tiefer gelegenen Melchsee. Auch der Weiterweg über den Grat zum Glogghüs sieht interessant aus, etwas für ein anderes Mal. Ich mache keine Gipfelrast und mache mich gleich wieder an den Abstieg. Es gäbe ein Gipfelbuch auf dem Rothorn, aber ich entdecke die zwischen Steinen geschützte Metallbüchse erst auf einem der Fotos.

Der Abstieg erfolgt auf der gleichen Route.

Tourengänger: HBT

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Kommentare (2)


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KraxelDani hat gesagt: Ich war am Vortag da...
Gesendet am 24. September 2008 um 10:50
Hallo,
Du warst schneller mit dem Eintragen der Tour! Und konntest die Schlüsselstellen mit Deinen Fotos noch bessser dokumentieren.
Interessant, Deine Bilder mit dem Wetter vom Folgetag. Hier ist mein Bericht.

Gruss, (Kraxel-)Dani.

HBT hat gesagt: RE:Ich war am Vortag da...
Gesendet am 25. September 2008 um 17:47
Hallo Dani
Dann waren das also deine Spuren auf dem Schnee. Das Rothorn ist wirklich eine lohnende kurze und schöne Tour. Und die Überschreitung zum Glogghüs sieht auch super aus...
Für das hab ich aber ziemlich sicher erst nächstes Jahr Zeit.
Gruss
HBT


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