The sisters of mercy


Publiziert von Zaza , 6. Juli 2008 um 11:43.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:28 Juni 2008
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   Glärnischgruppe 
Zeitbedarf: 1 Tage
Aufstieg: 1850 m
Abstieg: 1300 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo glarus
Zufahrt zum Ankunftspunkt:im Idealfall Autostopp Saggberg - Glarus
Kartennummer:1153

Als ich vor vielen Jahren das erste Mal auf dem Vorder Glärnisch sass, kraxelten plötzlich zwei Locals aus der steilen Flanke empor, die so eindrücklich gegen Glarus abfällt. Die beiden sahen zufrieden, aber abgekämpft aus und erklärten mir die Route in groben Zügen. Im (damaligen) Glarner Führer war die Route mit "ZS" bewertet, so dass die Sache auf die lange Bank kam.

Nun ist 2008...mit dem Führer von Peter Straub liegt zuverlässige und tadellose Literatur vor, und dank Hikr finden sich auch andere Berggänger, wie ossi, die Freude an solchen absurden Aufstiegen haben!

Route:
Man startet in Glarus und folgt zunächst der Fahrstrasse über Widen nach Wuest (militärische Anlagen für Häuserkampf). Nun folgt man zuerst dem meist trockenen Bachbett, das von P. 760 her kommt. Nach kurzem Aufstieg sieht man rechts eine Spur, die in den Wald hinein führt. Sie setzt sich als sehr guter Pfad fort, der in vielen Kehren auf das Stöckli und noch etwas weiter hinauf führt. Wo der Pfad nach links abzusinken beginnt, verlässt man ihn und steigt steil Richtung Forenstock auf. Der Aufstieg wechselt nun zwischen steilen Grasabschnitten und Felsgürteln ab. Die Felsgürtel werden eher rechts überwunden (meist hat es Tierspuren), direktere Varianten scheinen wenig bekömmlich zu sein. Man stösst vereinzelt auf Schnittspuren, dies waren die einzigen menschlichen Spuren, die wir im Aufstieg sahen.
 
Nach dem Forenstock ist der Grat reich mit Legföhren bewachsen. Man kann diesen zuerst links über einen Gamswechsel ausweichen. Dann muss man das Gestrüpp queren, um rechts der Kante eine steile Grashalde zu erreichen. Man hält auf eine Art Rinne mit Legföhren zu, die den nächsten Felsgürtel unterbricht. Durch diese Rinne hinauf, dann rechts hinaus in eine weitere, verkrautete Rinne hinein. Auf Gamswechseln steil und anstrengend hinauf und dann rechts haltend in den Sattel rechts der Schwösteren. 
 
Nun über den steilen, aber gut gestuften Grashang hinauf und in ziemlich freier Routenführung über steiles Gras und einige Felsstufen hinauf. Zuoberst führt dieser Ostgrat an den Gipfelkopf, der aus zwei Felssufen besteht. Man erklettert die erste (II) und quert dann wenig unter dem Gipfel links (südlich), bis man zu einer Rinne kommt, durch die der Südgrat wenig unterhalb des Gipfels erreicht wird. Nun problemlos zum Gipfel.
 
Zeit: 4 3/4 h für den Aufstieg, inkl zwei kürzere Pausen und einige kleinere Verhauer

Material: Pickel ratsam (wir haben ihn nicht gebraucht, aber man weiss ja nie), feste Bergschuhe
 
Bei Nässe und/oder im Abstieg nicht zu empfehlen.

Hinweis:
Wer 2 Tage zur Verfügung hat, kann gut den Guppengrat anhängen. Man steigt in dem Fall Richtung Schwanden ab und übernachtet in der Guppenalp. So hat man am zweiten Tag genügend Zeit, um alle Gipfel des Glärnisch abzuklappern!

Tourengänger: Zaza, ossi

Galerie


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