Mörzelspitze (1830m) - Ab durch den Firn


Publiziert von ossi86 , 5. Mai 2013 um 23:10.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Bregenzerwald-Gebirge
Tour Datum: 5 Mai 2013
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 4:15
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Strecke:12,5 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem PKW bis Kobelalp. Nach Dornbirn-Gütle den Wanderwegschildern folgen. Die letzten zwei Kilometer fährt man auf einer Schotterpiste.
Kartennummer:Kompass Bregenzerwald Westallgäu

Zwar kein weißer Fleck. Aber oft begangen ist die Route über Mörzelspitze und co. zumindest in der hikr-community ja (noch) nicht. Vielleicht trägt dieser Bericht ja dazu bei, dass sich dies bald ändert.

Start war an der Kobelalpe an der Parkmöglichkeiten für ca. 10 Fahrzeuge vorhanden sind. Sollte dort voll sein, bieten sich einige weitere großzügige Stellen entlang der Straße zur Kobelalpe an. Da ich gerne Rundwege laufe, entschied ich mich für den Aufstieg via Unterflualpe, da dann die langweilige Fahrstraße zu Beginn und nicht am Ende der Tour steht. Das ist für die Motivation irgendwie besser.

Ab der Unterfluhalpe wurde es dann aber auch recht schnell spannend. Das Tal, das man quert um anschließend zum Salzböden aufzusteigen, war noch an vielen Stellen mit Firn bedeckt. Da es an der ein oder andern Stelle recht steil wird, braucht es schon etwas Trittsicherheit. Auch der Weg war durch den vielen Restschnee nicht immer sofort zu finden.

Ab Salzböden wird es dann flacher. Ein schöner Grat führt einen direkt zu Mörzelspitze, Leuenkopf und Guntenkopf. Auch hier lag noch Schnee. Sodass man oft auf einem Firngrat gehen muss. Es empfiehlt sich also früh am Morgen aufzubrechen. Wem das grundsätzlich nicht behagt, der/die muss wohl noch ein paar Wochen warten. Auf der Mörzelspitze gibt bzw. gab es ein Gipfelbuch. Es ist total durchnässt. Vielleicht nimmt der/die nächste ja ein neues mit?! Am Besten mit Tüte, da die Box wohl nicht wasserdicht ist ;)

Die Aussicht ist an schöneren Tagen sicher noch besser. Aber auch so war sie schon klasse. Das kann man sich dann ja für den Hohen Freschen aufheben.

Auf dem Guntenkopf habe ich dann die ersten anderen Wanderer getroffen, die mit ihren Firngleitern ihren Spaß hatten. Ich bin dann auch von kurz unterhalb des Guntenkopfes bis zur Obersehrenalpe auf dem Firm abgerutscht. War klasse und hat sicher einiges an Zeit gespart.

Ab der Obersehrenalpe geht es über die Hasengerachealpe und dann auf einer kleinen Fahrstraße zurück zur Kobelalpe. Das Gütler Bergheim ist am Wochenende bewirtschaftet.

Anmerkung zur Schwierigkeitsskala:
Kobelalpe bis Unterfluhalpe - T1
Unterfluhalpe bis Salzböden - T3+ (wenn kein Schnee mehr liegt, sicher niedirger)
Salzböden bis Unterfluhalpe -T3
Unterfluhalpe bis Hasengerachalpe - T2
Hasengerachalpe bis Kobelalpe - T1

Anmerkung zur Zeitangabe:
Angaben ohne Pausen. Vor allem auf den T1 Passagen habe ich Gas gegeben. Wer es gemütlicher angeht, braucht sicher 1-2 Stunden länger.

Fazit:
Eine tolle Frühlingstour mit je nach Wetter guter bis sehr guter Aussicht. Und durch die Möglichkeit auf dem Firn abzurutschen kommt auch der Spaß nicht zu kurz.

Tourengänger: ossi86

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