Auf dem Weg zu himmlischen Visionen - Branson - Fully


Publiziert von Mo6451 Pro , 1. Mai 2013 um 21:31.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Unterwallis
Tour Datum: 1 Mai 2013
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 896 m
Abstieg: 895 m
Strecke:9,62 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Luzern - Martigny, Postbus 311 Martigny - Branson Village
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Postbus 311 Fully - Martigny, cff logo Martigny - Luzern
Kartennummer:1325 Sembrancher

Es gibt sie noch, die sonnigen Ecken in der Schweiz. Wir fanden sie heute im Unterwallis.
Am Morgen ging es mit dem Zug hinunter nach Martigny. Ich hatte eine Tour ausgesucht von Branson nach Fully, das ist so ungefähr das letzte Stück, dass uns von den Wegen durch die Weinberge noch fehlt.
Der Postbus brachte uns zum Ausgangspunkt Branson Village, dort führt der Weg durch ein schönes Dorf hinauf zu den Weinbergen.
Die Sonne schien, der Himmel noch nicht ganz blau und ein paar Tropfen Regen kühlten uns ab, denn der Weg hinauf nach Jeur Brûlée ist ganz schön steil, aber der lichte grüne Wald spendete einigen Schatten. Mittlerweile hat die Natur den Winter überwunden und am Wegesrand staunten wir über die Fülle von Orchideen. Vor allem die lilafarbenen ungefleckten Knabenkräuter sorgten für wunderbare Farbtupfer.

Der Weg hinauf ist gut markiert, manchmal sind einige Steinstufen zu überwinden, in der Mehrzahl aber ein guter Untergrund. So benötigten wir für den Aufstieg bis auf die Höhe von ca. 1275 m nur zwei Stunden. Zwischenzeitlich war es Mittag geworden, wir suchten uns einen schönen Fleck für die Pause. Und den fanden wir etwas abseits des Weges auf einem erhöhten Fels. Von hier aus konnten wir das ganze Rhonetal übersehen und auch der Blick auf die gegenüberliegenden Berge faszinierte uns. Da möchte man gar nicht wieder aufbrechen. Aber  das geht leider nicht, irgendwann ist auch die schönste Pause zu Ende. Also runter von dem schönen Felsen.

Unseren Weiterweg hatten wir nicht über Jeur Brûlée und den offiziellen Wanderweg geplant, sondern wir suchten den in der Karte eingezeichneten Weg nach Tassonières, der sich entlang der Felsen schmiegt. Ein deutlicher Pfad signalisierte uns, dass dies der Weg sein müsste. Wir wussten nicht, was uns dort erwartete, aber einen Versuch war es Wert. Und wir sollten es nicht bereuen.

Im Wald verloren wir nur wenig an Höhe, aber bald stießen wir auf offenes Gelände und der Abstieg wurde steiler. Über Felsen, durch Felsrutsche, mal schmal mal gut begehbar verloren wir zunehmend an Höhe. An einer roten Felsmarkierung überlegten wir eine Weile, ob wir nun den nur wenig sichtbarem Pfad folgen oder lieber auf dem bisher eingeschlagenen Weg bleiben sollten. Wir entschieden uns für Letzteres. Immer an der Sonne, auch schon mal Wasser überquerend erreichten wir bei Tassonières wieder den offiziellen Wanderweg. Das letzte Stück Richtung Tassonières leitete uns dann durch die Rebberge in denen wir die ein oder andere Abkürzung nahmen. Der letzte Abstieg führte dann durch Fully Richtung Bushaltestelle.

Wir hatten Glück, denn der Bus sollte sieben Minuten später eintreffen, was uns eine wunderbare Rückfahrt nach Luzern ermöglicht hätte. Leider aber hatte der Bus soviel Verspätung, dass der Anschluss in Martigny abgefahren war. So musssten wir den ungeliebten Weg über Bern nehmen.

Auf dem Weg nach Luzern gerieten wir dann noch in ein heftiges Gewitter mit Graupelschauer, das zwar in Luzern vorbei war, aber leider den Verkehr in der Innenstadt zum Erliegen gebracht hatte. Kein Bus war mehr pünktlich.

Es war eine wunderbare Tour, mit viel Sonne auf schönen Wegen.

Tour mit Eduard.

Route: Branson - La Forcla - Les Planches - P 1335 - P 1148 - Tassonières - La Fontaine - Vers l'Eglises -

Tourengänger: Mo6451

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