Rainissalts (2258 m) am Tag der Arbeit


Publiziert von PStraub , 1. Mai 2013 um 16:10.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum: 1 Mai 2013
Ski Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG   Spitzmeilengruppe 
Aufstieg: 1250 m

Der erste Mai ist bekanntlich der "Tag der Arbeit", und tatsächlich artete die an sich leichte Besteigung des Rainissalts in härtere "Arbeit" aus als erwartet. 

Skigebiete interessieren Irène erst, wenn die Transportanlagen stillgelegt sind. Sie liebt den morbiden Charme von Touristenorten ohne Touristen. Und sie liebt es, auf ehemaligen Pisten hochzusteigen.
 
Man(n) kann sich dem nicht dauernd verweigern: Darum gings heute von Tannenbodenalp hoch zur Bergstation Maschgenchamm - nicht ohne vorher per Webcam sicherzustellen, dass es da auch noch ausreichend Schnee hat. Und tatsächlich ist im Skigebiet noch reichlich Schnee vorhanden. 
Warum da allerdings ständig mit Pistenbullies, Schneefräsen und Snowmobilen herumgefahren werden muss, obwohl die Bahnen seit fast einem Monat nicht mehr fahren, erschliesst sich mir nicht unbedingt. Immerhin kostet eine Pistenfahrzeug-Betriebsstunde mehrere hundert Franken. 
Na ja, muss nicht meine Sorge sein ..
 
Nach den warmen Nächten der letzten Tage und dem Regen von voriger Nacht war der Schnee im besten Fall "ledrig", meist sogar eher Pflüder. Auf den alten Pisten war das kein Thema. Später dann schon.
 
Bei der Bergstation wollten wir uns trennen. Sie würde abfahren und den gleichen Aufstieg noch einmal machen. Ich würde den Kessel von Panüol - Fursch möglichst hoch queren und dann Rainissalts und Gulmen besteigen.
 
Das war allerdings keineswegs so einfach wie ich es in Erinnerung hatte. In den steileren Hängen rutschten Ski und Schnee, im flacheren Gelände hatte es immer wieder auch grössere apere Stellen. Dazu kam ein immer heftigerer, böiger Föhn. Alles in allem war es eher eine Plackerei. 
Da konnten mich weder die Blumen noch die reichlich auftretenden Munggen und Schneehühner - die mittlerweile schon ganz scheckig sind - milde stimmen.
 
Ich querte zwischen Spitz- und Breitmantel in die Senke nordöstlich des Rainissalts und beging den Grat zu Fuss. In der einen Hand die Stöcke, mit der andern die Ski auf den Schultern haltend über das steinige Grätchen zu balancieren, wenn einen die Sturmböen von ständig wechselnden Seiten attackieren: Vergnügen ist anders.
 
Ich habe mich noch zum Rainissalts-Gipfelsteinmann durchgekämpft, wo ich Ski und Stöcke sofort mit Steinen beschwert habe, dass es mir diese nicht davonbläst. Den Gulmen habe ich mir aber geschenkt. Schnee hatte der in der Gipfelregion eh keinen mehr.
 
Zurück bin ich dann deutlich weiter unten, wo es scheinbar im Winter sogar eine Art Piste gibt.
Am Schluss noch kurz zum Ziger-Gipfel hoch, ich hoffte (vergeblich) auf Schnee auf der Nordseite, und dann via Maschgenchamm-Bergstation hinunter nach Tannenbodenalp.

Tourengänger: PStraub

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