Galgenstangenkopf (1806m)


Publiziert von Tef Pro , 16. März 2008 um 11:47.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Karwendel
Tour Datum:15 März 2008
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT3 - Anspruchsvolle Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Lengries Richtung Sylvensteinsee. Dort rechts abbiegen. Bei Vorderriß links ab. Circa 7 Kilometer hinter dem Ort rechts bei der Oswaldhütte parken. Im Winter kein Busverkehr ins Rißtal, ab Frühjahr gibt es einen Wanderbus ab Lengries.

Eine der einsamsten Gegenden im Karwendel ist der Grat, der von der Soierngruppe zum Rißtal hinüberführt. Auch im Sommer selten besucht, ist man auf diesem Kamm im Winter praktisch immer allein. Aber man braucht etwas Orientierungssinn, da es keine Markierungen gibt. Auch sollte die Tour keinesfalls nach Neuschneefällen mit anschließender Erwärmung begangen werden, da man immer wieder steile Grasflanken quert.
Der Weg führt durch eine sehr schöne, abwechslungsreiche Landschaft.
Wir sind von der Oswaldhütte gestartet. Man geht über die Wiese leicht nach unten zum kleinen Wasserkraftwerk, durch das Tor hindurch und überquert das Flußbett rechts der Staumauer (was ganz gut geht, da der Fluß hier versickert ist). Auf der anderen Seite ein paar Meter durchs Gestrüpp zum steilen Hang. hier erkennt man einen schwachen Steig, der in Serpentinen steil nach oben zur Hangkante führt (ein kleiner Jägerstand ist dort).
Nun eben über eine Wiese zu einem schlammigen Forstweg. Diesem ein kurzes Stück rechts folgen, ehe von unten ein gut ausgebauter Forstweg kommt (auf diesem kommt man ebenfalls aus dem Rißtal hierher, jedoch circa 1 Kilometer nördlich der Oswaldhütte und dementsprechend weiter). Wir biegen hier links ab und steigen bergan. Bei einer Forstwegverzweigung gehen wir rechts (Ausschilderung "Fereinalm") und kommen bald zum Försterhaus Paindl ( anscheinend ein scheuer Geselle, da er sich selbst eingezäunt hat und PRIVAT BETRETEN VERBOTEN Schilder rumhängen).
Wir biegen vor dem Zaun links ab. In den Kompasskarten ist fälschlicherweise ein Pfad eingezeichnet, der direkt zur Grafenherbergejagdhütte führt. Dieser existiert aber schon seit wenigsens 10 Jahren nicht mehr! Wir gehen fast eben Richtung Südwest auf dem Paindlsteig. Der Weg wird immer schmäler,die Landschaft immer schöner. Kurz vor dem Wandgraben mit seinen spektakulären Wasserfällen knickt ein gut ausgetretener Pfad nach Nordost ab. Es lohnt sich jedoch immer, vorher die paar Meter zu den Wasserfällen vorzugehen.
Leicht ansteigend queren wir nun teilweise steile, schon apere Wiesenhänge, ehe wir zum Ostrücken des Berges kommen. Nun geht es in zahlreichen Serpentinen eher sanft nach oben. Bei circa 1200 Meter kamen dann unsere Schneeschuhe zum Einsatz (und sie waren auch notwendig, denn der Schnee war durch die Wärme so aufgeweicht, dass man ohne bis zum Grunde einsank). Bei gut 1400 Meter kommt man auf eine freie Wiese. Etwas links davon versteckt liegen die Hütten der Grafenherberge.
Wir folgten der Schneise rechts empor (Nord), an einem Brunnen vorbei, ehe der Berg aufsteilte. Hier war es nun sehr schwierig, den Pfad zu erkennen. Wir versuchten unser Glück etwas links, wo wir weglos, fast aper zwischen den Bäumen und Latschen aufstiegen (Teilweise mußten wir unsere Schneeschuhe wieder abschnallen). Bei einer flacheren Latschengasse querten wir wieder nach rechts und stießen prompt auf den Weg, der nun wieder besser sichtbar uns nach oben durch lichten Wald oder freie Wiesen zum Grat brachte. Aussichtsreich erreichten wir bald unseren Gipfel, der in den nächsten Jahren wohl zuwachsen wird. Es lockte natürlich die höhe Bayerkarspitze im Südwesten des Kammes, doch hätten wir es zeitlich nicht mehr geschafft. So genossen wir in der warmen Sonne den Blick auf die nördliche Karwendelkette.

Tourengänger: Tef

Galerie


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