Versuch Rötspitze


Publiziert von Matthias Pilz Pro , 17. Oktober 2011 um 17:18.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Venedigergruppe
Tour Datum:15 September 2011
Hochtouren Schwierigkeit: ZS
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A   I 
Zeitbedarf: 2 Tage

Bei sehr gutem Bergwetter wollten wir die Rötspitze besteigen. Dazu stiegen wir zum Kl. Philipp Reuter Biwak auf und übernachteten. Am nächten Tag gings rauf ins Vordere Umbaltörl. Ab hier sollte es laut Führerliteratur immer mehr oder weniger an der Gratschneide über den Nordostgrat bis auf die Rötspitze gehen, dafür wurden 3-4 Stunden veranschlagt. So sind wir losgeklettert und waren etwas überrascht da wir gleich von Beginn an sichern mussten. Der Fels war gut zu Klettern aber recht ausgesetzt und durchgehend II oder etwas mehr. Nach 4 Stunden Kletterei (und wir ließen uns nicht gerade viel Zeit) haben wir gerade einmal 10% des gesamten Grates hinter uns gebracht. Deshalb stiegen wir nach Osten hinab und umgingen einige Gratzacken (diese wären mehr als II gewesen). Über eine sehr markante Plattenzone (gut vom Biwak sichtbar) wollten wir dann wieder rauf zum Grat. Leider wurde das Gelände hier immer schwerer und wir mussten nach einer (sehr schönen) Seillänge 4- umdrehen. Dazu haben wir an einem Block abgeseilt.
Man könnte durch die große Plattenflucht bestimmt im Bereich bis 4- zum Grat aufsteigen. Besser allerdings wäre folgende Variante die wir am Nachmittag auskundschafteten:
Von der Biwakhütte hinauf zur Ruine der alten Hütte, durch diese nach Süden und auf eine sanfte Moräne. Auf dieser aufwärts (hier und da ein Steinmann) bis sie ausläuft. Nun kurz aufwärts und weiter auf einem Rücken höher bis unter den rechteseten Gletscherrest. Unter ihm (steinschlaggefährdet) nach rechts queren und über Blöcke hinauf zum Grat. Von hier noch ca. 2 SL leichte Kletterei, danach langes Gehgelände bis zum Aufbau der Unteren Rötspitze. Ab hier lt. Tourenführer (bis 3).
Ich vermute, dass auch die Bergführer so gehen da es sich sonst zeitlich nie ausgeht! Oder hat schon jemand den gesamten NO-Grat in 3 Stunden geschafft?

AUFSTIEG: Vom P Ströden am Wanderweg durch die Umbalfälle zur Clarahütte. Nun rechts des Baches bis zu einer Brücke, auf dieser nach links und weiter (nicht zum Gletscher) aufwärts zum Kl. Philipp Reuter Biwak.

ROUTE: nicht vollständig begangen

ABSTIEG: gleich, man kann vom Grat zw. Vorderem Umballtörl und Unterer Rötspitze immer wieder durch die Flanke recht einfach Richtung Biwak flüchten!

HÜTTE: Das Kl. Philip Reuter Biwak ist unbewirtschaftet aber sehr gut gepflegt. Es ist ohne Schlüssel zugänglich (evtl. auf der Clarahütte nachfragen) und bietet 8 Schlafplätze mit guten Decken. Es gibt einen guten Ofen, genügend Holz und viel Geschirr. Des weiteren noch Werkzeug (Hacke, Säge), Zünder und Grillanzünder. Es gibt einen Wassertrog, die Leitung schien aber verstopft zu sein, wir konnten sie nicht freilegen. Es gibt aber 10m links der Hütte einen kleinen Bach! Bitte Nächtigungsgebühr bezahlen! Kein Handyempfang!

SCHWIERIGKEIT: 3, meist um 2

ABSICHERUNG: keine, nur in der Schlüsselstelle Haken (und Abseilstelle)

WETTER: Sonne

MIT WAR: Hubert

Tour beschrieben von Matthias Pilz (mammut-extreme@gmx.at), ©Matthias Mountaineering

Tourengänger: Matthias Pilz


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Geodaten
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