Cima di Jazzi – Stockhorn


Publiziert von Delta Pro , 5. Juli 2007 um 07:37.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum:30 Juni 2007
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS   I 
Zeitbedarf: 10:00
Aufstieg: 1410 m
Abstieg: 1410 m

Gletscherhochtour über endlose Schneeflächen mit einer hübschen, hochalpinen Gratkletterei als Höhepunkt.
 

Zwischen Monte Rosa und Strahlhorn breiten sich unendliche Firnebenen aus, die in einfach besteigbaren und von der Schweizer Seite wenig markanten Firnkuppen münden. Im Sommer werden diese aufgrund der langen Anmarschwege nur selten besucht, wohl mit einiger Berechtigung. Die Cima di Jazzi ist die höchste der Firngipfel und kann mit einen lohnenden Südgrat aufwarten.

Start in der Dämmerung bei Camp am Gornergletscher. Durch die unvergleichlichen Wintervorstoss-Moränchen auf das dreckige Eis des Gornergletschers. Linkshaltend über die Autobahn aus Eis bergauf bis zur ausgedehnten Spaltenzone. Diese kann elegant auf den geologisch spannenden Felsen der Stockchnubel-Zone umgangen werden. Man quert auf Felsbändern unterhalb des Stockchnubels durch und betritt auf ca. 3150m.ü.M. wieder den Gletscher. Anseilen und über die endlosen Ebenen gegen den Torre di Castelfranco (insgesamt ein knappes T4). Prächtige Ausblicke auf die Nordwand des Monte Rosa und in die Tiefe nach Italien!
 

Einfach einen Schneebuckel umgehend bis an den Beginn des steilen Südaufschwungs zur Cima di Jazzi. Im ersten Teil des recht ausgesetzten Grates sind Fels und Eis kombiniert, im zweiten Teil hat der Aufstieg eher Wand-Charakter (Kletterstellen II, WS). Besonders der erste Gratabschnitt überzeugt durch Abwechslung, der zweite weist teilweise viel Schutt auf. Vom Gipfel über den Osthang hinab und über endlose Schneeflächen zum Stockhornpass – die Distanzen sind gewaltig... Nochmals saulange brauchen wir auf den Gipfel des Stockhorn, obwohl wir zügig unterwegs sind. Immer wieder ein neuer Horizont – und der Gipfel ist gleich weit weg. Beste Aussichten in alle Richtungen vom Stockhorn. Abstieg direkt zum Stockchnubel, zuerst auf Schneefeldern, dann durch teilweise von oben nicht leicht einzusehende, felsige Steilstufen (bis T5). Auf dem Gletscher gemütlich zurück zum Camp.

 


Tourengänger: Delta, sglider

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