Nord-Süd Durchquerung der Schweiz, Etappe 1, Randen


Publiziert von Captain Fantastic , 29. April 2007 um 22:08.

Region: Welt » Schweiz » Schaffhausen
Tour Datum:29 April 2007
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SH   D 
Strecke:21.5 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Neuhaus, Deutscher Zoll Bus Schaffhausen - Blumberg, fährt nicht sehr häufig
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Schaffhausen
Kartennummer:1011, 1031

Mein Ziel ist noch in weiter Ferne, aber der erste Schritt ist getan. Ich habe mir vorgenommen, vom nördlichsten zum südlichsten Punkt der Schweiz zu marschieren. Der nördlichste Punkt liegt in der Nähe von Bargen (SH). Es ist der Grenzstein Nr. 593, auch bekannt als Schwarzenstein. Seine Koordinaten: 295,930/684,605. Sein Konterfei im Süden liegt in der Nähe von Chiasso. Auch hier sollte ein Grenzstein vorhanden sein (den habe ich allerdings noch nicht gesehen), Nr. 75C mit den Koordinaten 75,275/722,710. Dies ergibt nach Pythagoras eine Distanz von 223,9 km (Luftlinie). Ich schätze, dass ich die Strecke in etwa 25 Tagesetappen bewältigen sollte. Für die Anreise möchte ich ausschliesslich den öffentlichen Verkehr benutzen und ich möchte die ganze Strecke bis auf den letzten Zentimeter zu Fuss zurücklegen. Das heisst, ich starte immer wieder dort, wo ich eine Etappe beendet habe. Die Routenwahl habe ich noch nicht bestimmt, das entscheide ich spontan. Den Gotthard werde ich wegen dem motorisierten Verkehr nicht begehen, ausser im Winter mit Schneeschuhen, das wäre reizvoll. Aber es gibt ja jede Menge einsamer Übergänge. Auch der Zeitrahmen ist völlig offen, ich lasse mir so viel Zeit, damit es für mich ein Genuss bleibt. Ich könnte mir aber vorstellen, im nächsten Jahr in Chiasso in den Zug zu steigen. Soviel zur Theorie.

Etappe 1:

Von der Busstation Neuhaus (unmittelbar nach dem deutschen Zoll) auf deutschem Gebiet empor auf den Hügel Am Altweg (836.5m). In wenigen Minuten bin ich beim Schwarzenstein, dem nördlichsten Punkt der Schweiz. Eine Hinweistafel erklärt die Gravuren im Grenzstein. Leider sind bei meinem Besuch in dieser Gegend grössere Grabungen für eine "Pipeline" im Gang. In ein paar Wochen sollte aber alles unter der Erde sein. Auf markiertem Wanderweg erst der Grenze entlang, später auf deutschem Gebiet, geht es weiter zum höchsten Punkt, dem Hohen Randen (930.2m). Keine Aussicht, da alles bewaldet ist. Weiter dem Wanderweg entlang gelangt man bald wieder zu einem Grenzstein und wechselt nun in die Schweiz. In wenigen Minuten stehe ich auf dem Hagen (912.1m), dem höchsten schweizerischen Punkt im Randengebiet. Der Aussichtsturm lohnt einen Besuch. Der Boden der auskragenden Plattform ist nur mit Gitterrosten belegt, toller Tiefblick, schwindelanfällige Leute könnten hier Probleme bekommen. Wunderbares Panorama über den Baumwipfeln. Über offenes Gelände marschiere ich hinunter ins menschenleere Dostental. Im Wald hinauf zum Chrüzweg (778m). Auf dem Rücken bleibend nun weiter bis zum Wirbelberg (555m). Ein schmaler Weg führt hinab in die hübsche, kleine Schlucht südlich vom Wirbelberg. Hier verlasse ich den Wald und die ersten Häuser künden Schaffhausen an. Beim Anblick der ersten Bushaltestelle werden die müden Beine schwach, ein Bus ist auch schon im anrollen. So erreiche ich den Bahnhof per Bus. Macht nichts, muss ich bei der nächsten Etappe zuerst ein wenig Bus fahren (ich glaube es war die Nr. 3).

Zurückgelegte Distanz:

Etappe 1:  21.5 km  (11.5 km Luftlinie)

Verbleibende Distanz:  212.7 km (Luftlinie) / 95%

Bei der nächsten Etappe freue ich mich schon auf den Rheinfall, den ich bei der Anreise und Heimreise vom Zug aus bestaunen konnte.

Etappe 2


Tourengänger: Captain Fantastic

Galerie


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