Hint. Schöntaufspitz (3325m)


Publiziert von Pasci Pro , 18. September 2010 um 16:02.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:12 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 800 m
Abstieg: 800 m
Unterkunftmöglichkeiten:diverse Hotel
Kartennummer:Ortlergebiet 08

Mit der Suldenbahn einfach und gemütlich hoch zur Bergstation auf 2581 M.ü.M. (15.50 Euro hin und zurück)

Der Weg zum Madritschjoch ist bestens signalisiert und führt an der Madritschhütte vorbei. Wir haben es aber tatsächlich geschafft, den ersten Wegweiser zu übersehen und sind über die breiten, hässlichen Skipisten diretissima aufgestiegen. Diese Gegend wurde von Wintersportanlagen ruiniert und ist nicht wirklich ein Augenschmaus. Auf dem Madritscherjoch geniesst man dann völlig neue Perspektiven und schöne Weitblicke ins Madritsch- und  Martelltal. (1.25h, T1, 540HM)

Um auf den Hinteren Schöntaufspitz zu gelangen, dreht man nach Norden und steigt über dessen Südseite auf. Auf unserer Wanderkarte ist dieser Abschnitt gepünktelt eingezeichnet (Nur für erfahrene Wanderer) und wir haben uns auf etwas Kraxelei gefreut. Leider wurden wir enttäuscht denn bis auf ein ganz kurzes Stücklein Fels ist alles nur Schutt. Der Hint. Tauferspitz ist eigentlich nur ein riesiger Schutthaufen und bietet wenig Spektakuläres. Ausser vielleicht die Aussicht vom Gipfel in alle vier Himmelsrichtungen. (T2, 0.5h, 200HM)

Aufstieg auf der selben Route in 1 1/4 Stunden, jedoch über den schöneren Wanderweg anstatt der Pisten! ;-) Für den Hinteren Tauferspitz ab der Bergstation braucht man also rund 3 Stunden hin und zurück. Alternativ, und wahrscheinlich von der Natur her viel schöner, wäre ein Aufstieg vom Martelstal; diese Route kennen wir aber nicht. Ist dann einfach ein ziemliches Stück weiter und mehr Höhenmeter. :-)

Das grösste Highlight dieser Tour ist ganz bestimmt die phenomenale Sicht auf die 3 Herrscher im Vinschgau: Ortler, Zebru und Königsspitze!

Alternative Madritschspitz
Eine lohnende aber anspruchsvolle Ergänzung zum Hint. Schöntaufspitz ist der Madritschspitz. Vom Joch gegen Süden loslaufen und die ersten Felschaufschwünge östlich (links) umlaufen. Die Route ist nicht richtig markiert, man findet aber ab und zu Steinmännchen und gelbe, blasse Punkte. Die Wegfindung ist nicht ganz einfach, ich habe mich sicher 3 mal verlaufen. Die Ostflanke ist ziemlich ausgesetzt und kann bei Nässe heikel sein weil viel loses Schiefer-Gestein. Irgendwann gelangt man auf den teilweise recht ausgesetzten Grat und folgt diesem (wahrscheinlich) mehr oder weniger bis zum Gipfel. Kletterstellen im II Grat habe ich vorgefunden. Ich würde die ganze Route mit T6/II-III bewerten. Ich bin allerdings nach rund 40 Minuten umgekehrt weil der Gipfel noch ziemlich weit entfernt war und ich Gismu nicht zu lange auf dem Madritschjoch warten lassen woltle. Zudem lag schon recht viel Schnee und mir war alleine nicht so wohl bei diesem Unterfangen.

Tourengänger: Pasci, Gismu

Galerie


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