Vom Schönenbodensee zum Gulmen - pilzlen und bergwandern ...


Publiziert von goppa , 30. August 2010 um 01:40.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:29 August 2010
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 920 m
Abstieg: 903 m
Strecke:Schönenboden-See Parkplatz - Bodenweidli - Langenboden - Gulmen - zurück
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Feldkirch - Buchs - Wildhaus
Kartennummer:SLK 1115 Säntis

In diesem feuchten Sommer mit seinem Pilzreichtum kann ich manchmal nicht anders. Eigentlich will ich nur auf den Berg, aber wenn mich Steinpilz und Pfifferling förmlich anspringen, überkommt mich diese Pilzsucher-Leidenschaft.

Das im meteo prognostizierte Zwischenhoch setzt sich erst nach Mittag zaghaft durch. Eine Wanderung auf den Gulmen paßt genau für den Nachmittag. Ich fahre nach Wildhaus, beim Gasthaus Sonne rechts, vorbei bei der Gamplüt-Bahn, bis zum Parkplatz beim Schönenboden See 1110m. So muß ich zwar wieder etwas zurücklaufen bis zur Abzweigung des Wanderwegs hinauf zum Bodenweidli, aber parkieren ist sonst nirgends gestattet.
Vom Bodenweidli könnte man geradeaus zum Flürentobel, rechts aufwärts zum Übergang Langenboden (Tesel, Chreialp, Gulmen). Ich halte mich an die Wanderwegmarkierung und steige auf zum Langenboden 1442m. Wie bereits geschrieben, etwas aufgehalten durch die Eierschwämmle neben dem Waldweg.

Beim Langenboden, dem Übergang zur Alp Tesel, zweige ich rechts ab Richtung Gulmen. Hier fällt besonders die Geologie des Gebiets mit dem zerklüfteten Schrattenkalk auf, durch den sich der Wanderweg hindurchwindet, bevor er matschiges Feuchtgebiet durchquert. Bald geht es wieder aufwärts, Steinpilze lugen unter Fichtenzweigen heraus, ein Maronenröhrling leuchtet mit brauner Kappe aus dem grünen, feuchten Moos. Da erreiche ich auch schon die grüne, mit weißen Kalkbollen gesprenkelte Senke mit der Gulmenhütte 1660m. Aus dem Kaminrohr zieht eine dünne Rauchfahne. Hinter der Hütte geht es durch den Wald weiter aufwärts, bis auf 1700m die Legföhren das Bild bestimmen. Schafe und Ziegen mit weißen Bärten grasen hier, ein kalter Wind bläst über den Kamm. Der Weg hinauf zum Gulmen 1992m zieht sich nun mäßig ansteigend, dafür eine halbe Stunde lang durch die Legföhren bis zum Gipfel mit seinem schönen Steinmann samt Gipfelbuch.

Die Rundsicht ist nun durch die von Westen heranrückenden Wolkenbänke schon wieder etwas eingeschränkt. Trotzdem fasziniert der Blick. Im Osten die Felswand - tief hinunter zu den steilen Almwiesen von Planggen und Oberhag, und hinaus ins Rheintal mit der Begrenzung von Bregenzerwaldbergen und Rätikon. Die angezuckerten Alvierberge, Churfirsten, Schafberg, Girenspitz und Altmann. Lediglich die nördlich anschließenden Kletterberge des Gätterifirst verlieren sich hier fast, mit ihren gut 2000 Höhenmetern sind sie kaum höher als der Gulmen.
Übrigens,
Ivo66 und lena waren heute auch schon hier, vielen Dank für den Kugelschreiber.


Tourengänger: goppa

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