Alp Sigel - Unterwegs im angeblich schönsten Gebirge der Welt


Publiziert von Domenic , 28. Juli 2010 um 19:11.

Region: Welt » Schweiz » Appenzell
Tour Datum:28 Juli 2010
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-AI   Alpstein 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 905 m
Abstieg: 820 m
Strecke:ca. 12 Kilometer
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Zug nach Schwendi
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Mit dem Bus von Brülisau nach Weissbad, dann weiter mit dem Zug.
Kartennummer:1:25'000, Nr. 1115 Säntis

Viele sagen ja, dass der Alpstein das schönste Gebirge der Welt sei. Ich habe keine Ahnung ob es das Schönste ist, aber sehr schön ist es dort auf jeden Fall. Heute hat sich der Alpstein aber auch aufgrund seiner guten Erreichbarkeit und der Möglichkeit dort auch eine Kurztour zu machen geradezu angeboten. Ich hatte heute nämlich die angenehme Aufgabe meine neuen Bergschuhe einzulaufen, nachdem ich mein letztes Paar auf der Tour am Pazzolastock vor zwei Wochen endgültig ruiniert hatte.

Der Start ist nicht allzu toll. Um 0300 brüllt mein Wecker los. Voller Tatendrang steh ich auf, geh duschen und ziehe meine Bergkleidung an und dann schaue ich auf die Uhr. Mist! Eine Stunde zu früh! Ich stelle also meinen Wecker neu und gehe noch einmal eine Stunde schlafen. Beim zweiten Anlauf klappt's dann besser und ich kann den 5 Uhr-Zug nehmen, sodass ich bereits um viertel nach acht in Schwendi eintreffe und starten kann.

Ich folge dem markierten Wanderweg, der bis Ober Leugangen angenehm sanft ansteigt. Mal geht es über Wiesen, mal über asphaltierte Strassen und manchmal über Kieswege. Bei Ober Leugangen führt der Weg in den Wald und wird allmählich steiler, bis man die Alp Bärstein erreicht. Nun gehts im Zickzack rauf bis unter die Felswand. Der Wind frischt unangenehm auf und am Himmel verdichten sich die Wolken immer mehr. Ich bin froh, dass ich früh gestartet bin. Unter der Wand angekommen folge ich ihr ein paar Meter, bis ich die zahme Gocht erreiche. Der Weg durch diesen Einschnitt in der unüberwindbar erscheinenden Felswand ist gut ausgebaut. Er ist mit stählernen Tritten ausgebaut und mit einem Drahtseil gesichert, welches so aussieht als ob es mein Gewicht tatsächlich halten würde, wenn ich mich voll reinhänge. Ich habs aber trotzdem nicht probiert. Oben angekommen mache ich noch den Abstecher zum Gipfel der Alp Siegel und verewige mich im Gipfelbuch.

Vom Gipfel aus steige ich dann querfeldein zur Alpsiedlung ab, die ich bald erreiche. Von hier führt ein gut ausgebauter Weg zum Plattenbödeli hinunter. Während dem Abstieg spüre ich erste Regentropfen, aber es bleibt bei einigen Wenigen. Ich bin froh, dass ich das Plattenbödeli bald erreiche, denn mein Magen knurrt schon ziemlich stark. Wie geplant lege ich hier in der Gaststube meine Mittagspause ein und geniesse einen wunderbaren, heissen Landsgmendschüblig mit Kartoffelsalat.

Nach der Mittagspause kommt das mühsamste Stück der Tour. Der Abstieg durch das Brüeltobel hinunter nach Brülisau. Ich folge hier das ganze Stück der Schotterstrasse. Diese führt ohne viele Kurfen sehr steil bergab. Eine Tortur für Zehen und Knie. Wenigstens komme ich hier sehr rasch voran und erreiche bald Brülisau. Gerade noch rechtzeitig vor dem richtigen Regen.

Tourengänger: Domenic


Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentare (3)


Kommentar hinzufügen

alpstein Pro hat gesagt: Na ja,
Gesendet am 29. Juli 2010 um 06:49
Domenic war ja auch nicht so richtig im Alpstein, sondern erst am Eingang ;-)

Gruß
Hp

Reise_Alpin hat gesagt: Schreibfehler!?
Gesendet am 29. Juli 2010 um 13:13
Der Titel des Tourenberichts ist falsch. Keine Ahnung, wie sich dort ein "angeblich" verrirren konnte...
Das ist doch rasch korrigiert ;-) ?
G, Rise

Domenic hat gesagt: Nein, kein Schreibfehler
Gesendet am 30. Juli 2010 um 06:52
Nein, es handelt sich nicht um einen Schreibfehler. ;-)
Denn wie gesagt, mir gefällt der Alpstein sehr gut. Dennoch bin ich der Meinung, dass jeder Geröllhaufen, sorry Gebirge, seinen eigenen Charme hat und nicht mit den anderen vergleichbar ist.


Kommentar hinzufügen»