Wertacher Hörnle (1695m)


Publiziert von Tef Pro , 22. Dezember 2009 um 19:09.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Allgäuer Alpen
Tour Datum:20 Dezember 2009
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT2 - Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Aufstieg: 660 m
Abstieg: 660 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:A7 Ausfahrt Oy-Mittelberg, Richtung Oberjoch. Kurz nach Unterjoch Parkplatz auf der rechten Seite (normalerweise gebührenpflichtig, heute jedoch eingefroren)
Kartennummer:Kompass Nr. 3

Es gibt ja von ju_wi bereits einen Schneeschuhtourbeitrag bei hikr zum Wertacher Hörnle, allerdings bei unterschiedlichen Wetterbedingungen.
Heute war zwar ein makeloser blauer Himmel, jedoch war es grenzwertig zapfig. Zweistellige Temperaturen alleine sind ja bei Bewegung gut zu ertragen, doch wenn so wie heute ein starker Wind hinzu kommt muß man schon eine gewisse Leidensfähigkeit mitbringen. So verzichtete ich dann auch auf die ursprünglich geplante Überschreitung hinüber Richtung Tiefenbacher Eck und beschränkte mich auf das Hörnle.
Was erwärmte war die zauberhafte, frisch verschneite Winterlandschaft und die schönen Ausblicke auf die Zugspitze über den Allgäuer Hauptkamm bis zum Säntis und hinaus auf das ebenfalls verschneite Alpenvorland.
Der Berg ist beliebt bei Ski- und Schneeschuhtourengängern und fast immer machbar, da bei richtiger Routenwahl quasi lawinensicher.
Vom Parkplatz geht man nicht rechts auf dem Forstweg, sondern links (fast immer Spuren) über die Wiesenhänge empor zum Wald. Ein kleiner Hohlweg bringt uns zur nächsten Wiese. Und über diese geht es nun in Kehren empor zur Bucheralpe (1241m).
Auch danach geht es über südseitig geneigte Hänge empor, ehe es am rechten oberen Eck auf einer Forststraße in den Wald geht. Wir folgen dem Weg bis zu einer Verzweigung. Nun gibt es zwei Möglichkeiten für den Anstieg (links über Wiesen oder rechts durch den Wald). Ich wählte, nicht zuletzt wegen des Windes, die rechte Variante. Dazu folgt man dem Forstweg etwa 10 Meter und biegt dann nach links in den locker bewachsenen Wald ein. Jetzt mit dem Schnee ein echter Zauberwald.
Weiter oben geht es dann aus dem Wald auf den breiten Ostrücken. Und hier nagelte der Wind, Schnee wehte über die Ebene. Dort, wo beim Aufstieg noch Spuren waren, finden sich auf dem Rückweg Verwehungen.
So erreicht man den 1695 Meter hohen Südgipfel, wo es zu geht wie am Stachus. Nicht nur deswegen lohnt der gut 10 minütige Weiterweg über einen breiten Grat zum eigentlichen Gipfel. Hier bin ich überaschenderweise ganz alleine. Das Thermometer am Gipfelkreuz zeigt -13°, aber der Wind weht hier nicht ganz so stark wir am Vorgfipfel, so daß man es bei einem heißen Tee doch eine Weile aushält und den Rundumblick genießen kann.
Vom Südgipfel gäbe es noch tolle Schneeschuhtouren weiter bis zum Tiefenbacher Eck und/oder Hirschberg und Spieser, doch ist es mir schlichtweg zu kalt, so daß ich auf gleichem Weg wieder absteige, jedoch nicht ohne eine weitere Pause am geschützten Waldrand.


Tourengänger: Tef

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