Bälmeten, Hoch Fulen und Rinderstock


Publiziert von Moschteler , 30. Oktober 2009 um 23:52.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum: 5 August 2009
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 1800 m
Abstieg: 1800 m
Strecke:Ob. Schwandi - Ronen - Grätli - Bälmeten - P. 2552 - Hoch Fulen - P. 2360 - Stich - Rinderstock - P. 2235 - Uf den Bielen - Zigerweg - Ronen - Ob. Schwandi
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW / ÖV nach Erstfeld, Luftseilbahn Erstfeld - Schwandi
Kartennummer:Urner Wander- und Bikekarte Blatt "Maderanertal" oder "Schächental"

Der Morgen beginnt überaus gemütlich: Von Erstfeld schwebt man mit der Luftseilbahn bequem in die Höhe bis nach Ob. Schwandi. Von dort gehts zunächst etwas sanft, dann etwas stotziger nach Ronen. Die Sonne macht sich in jenen Gefilden selbst zu vorgerückter Morgenstunde rar. Bald erreicht man Öfeli. Immer noch keine Sonne. Die ersten Sonnenstrahlen, die ich bei den kleinen Bergseelein bei Bödmer auf der schweissnassen Haut spüre, sind wahrlich willkommen. Via Lang Biel und Bälmeter Grat erreicht man mühelos und rasch den Bälmeten, wo die erste (längere) Rast fällig ist. Das Gipfelpanorama lässt keine Wünsche offen, der Rundblick ist einfach sagenhaft, umwerfend, genial, man kann sich kaum satt sehen. Kurzum: Ein Platz, der zum Verweilen anregt.

Nach ausgedehnter Gipfelrast kehre ich dem Bälmeten den Rücken - ungern zwar, aber eben, ic habe heute noch anderes im Sinn - und marschiere auf dem Bälmeter Grat wieder zurück zu P.2552. Auf dem Weg dorthin hat man das zweite Zwischenziel, den Hoch Fulen, stets im Blickfeld. Entlang der Südflanke des Chli Fulen steigt der Weg bis zum Hoch Fulen wieder an, mal steil, mal etwas gemächlicher. Auf dem Hoch Fulen steht ein Steinhaufen inklusive Gipfelbuch und ein paar flatternden, farbigen Stoffetzen. Vom Gipfel ist der weitere Tourenverlauf sehr gut ersichtlich; in der Ferne grüsst das Gifpelkreuz des Rinderstocks.

Den Hoch Fulen hinter sich lassend, geht man auf gleicher Route wieder zurück bis zur Weggabelung bei P. 2360, dort hinunter in den Stich und weiter zum Einstieg zur blau-weiss markierten Route auf den Rinderstock, welche auf rund 2300 m beginnt. Der Aufstieg über die Karrenfelsen der Wyssen Platten ist kurzweilig und sehr gut markiert, sodass man keine halbe Stunde später bereits den dritten Gifpel im Bunde erreicht hat. Von hier oben lässt sich die ganze Pracht der Bergwelt ob Erstfeld in eindrücklicher Manier betrachten: Saftiges Grün wechselt sich ab mit verschiedenen Grautönen des Gesteins und braunem Erdreich, dazwischen das kräftige Blau des Seewli-Sees und vereinzelt weisse Schneefelder - eine farbenfrohe Kombination. Die imposante Kulisse wird dominiert von Gross und Chli Windgällen, deren NW-Flanken jäh zum Seewli-See abfallen.

Von nun an gehts kontinuierlich abwärts bis zur Alp uf den Bielen, wo ein unscheinbares Bergweglein beginnt, das es in sich hat - der Zigerweg. Er ist stellenweise sehr ausgesetzt und verlangt Trittsicherheit. Der Einstieg befindet sich irgendwo entlang des Zauns bei Uf den Bielen. Den Weg weisen originelle Markierungen in blauer und olivgrüner Farbe, die je nachdem schon ziemlich verblasst sind. Technisch ist er nicht übermässig anspruchsvoll, zeitweise allenfalls etwas mühsam, da man nur langsam voran kommt. Dafür sind die Tiefblicke, die der Zigerweg zu bieten hat, grandios und der Erlebnisfaktor hoch. Hoch über dem Abgrund durchschreitet man, leicht abwärts haltend, auf einem Gras- und Felsband mehrere kleine Bergkessel, bis der Weg schliesslich oberhalb von Öfeli auf rund 1840 m.ü.M wieder in den Wanderweg mündet. Auf dem Aufstiegsweg, diesmal jedoch in der Gegenrichtung, gehts wieder zurück zum Ausgangspunkt Ob. Schwandi, von wo einen die Luftseilbahn knieschonend ins Tal spediert.

Tourengänger: Moschteler

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Kommentare (2)


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Ursula hat gesagt: Gratulation
Gesendet am 31. Oktober 2009 um 05:26
Herzlichen Glückwunsch zu Deiner genialen und eindrucksvollen Rundtour!

Beste Grüsse,
Ursula

Moschteler hat gesagt: RE:Gratulation
Gesendet am 2. November 2009 um 19:47
Merci villmol. Es war einfach "herrgottschön" dort oben. Die Tour zog sich zwar etwas in die Länge, war aber jeden Meter/jede Minute wert.

Gruss
Martin


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