Siwellen-Rundtour


Publiziert von PStraub , 29. September 2009 um 19:49.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:29 September 2009
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   Chärpfgruppe 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1600 m
Abstieg: 1600 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bus bis Engi - Plattenlager
Kartennummer:1174

"Gehobenes" Wandern in einer vergessenen Ecke des Freibergs Kärpf.

"Siwellen-Rundtour": Ründer gehts gar nicht.
Siwellen kommt von 'sinewel', was eben 'rund' heisst. Das passt gut zur 'runden' Gross Siwellen und es würde zu den drei Hohberg-Gipfeln passen. Zu den auf der LK als 'Siwellen' und 'Chli Siwellen' angegebenen Grat-Köpfen und -Türmen passt der Name hingegen überhaupt nicht.

Route: Von der Bushaltestelle auf der Strasse zum Landesplattenberg, dann auf dem Alpweg über die Stäfel Chreuelberg und Mittler Stafel bis nach Heubüel. Von da an immer auf oder wenig nördlich des Gratrückens einfach auf den Gipfel der Gross Siwellen (T4). Die nordöstliche Flanke ist überall gut begehbar, was auf die übrigen nur (sehr!) teilweise zutrifft.
Der logische, aber anspruchsvollste Auf- bezw. Abstieg erfolgt über den Südgrat (zwei Stellen T6 oder ZS; -> Bilder).
Von hier direkt zum mittleren Gipfel und höchsten Punkt des Hohberges. Dieser lässt sich von allen Seiten einfach besteigen; im Winter ist er ein beliebtes Tourengänger-Ziel. Um es nicht gar zu einfach zu haben, bin ich direkt durch die felsige Nordflanke hinauf (Stellen mit T5).
Von hier auf dem Gratrücken auf und ab zum letzten Buckel östlich von P. 2168. Das geht meist leicht, einige felsige Abbrüche werden seitlich umgangen (T3 .. T5). Man kann von hier den Grat bis zu P. 1994 ("Siwellen" gemäss LK) weiter verfolgen und dann Richtung Rietboden absteigen. Das hatte ich schon gemacht, darum also den Hang querend zum Grat der Chli Siwellen.
Dieser lässt sich durchgehend begehen, wenn man
1. sich auf das Gespür der Gämsen verlässt (selbst durch die gröbsten Abbrüche führt irgendwo ein Wechsel),
2. den abrupten Wechsel von Fels zu Blockschutt als schöne Abwechslung empfindet und
2. den immer dicker werdenden Zwergstrauch-Bewuchs nicht fürchtet.
Am Schluss stolpert man blindlings durch Geröllhalden, die mit allem bewachsen sind, was des Wanderers Herz mit Hass erfüllt ..
Sinnvollerweise quert man also auf ca. 1900 m zum Alpweg beim Chreuel-Oberstafel.
Schön auf diesem Grat ist, dass er vielerorts von dicken Torfmoos-Polstern in verschiedenen Farben bewachsen ist. Das sieht hübsch aus und ist bequemer als der komfortabelste Teppich.

Vielleicht nicht gerade eine naheliegende Routenwahl, aber es war ein wunderschöner Tag mit ausgezeichneter Fernsicht - und Massen an reifen Heidelbeeren.

Damit hat auch die Chärpfgruppe für jeden Berg eine Beschreibung in Hikr.

Tourengänger: PStraub

Galerie


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