zum Stellipass 3038 m.ü.M. - und noch etwas höher ...


Publiziert von Felix Pro , 28. August 2009 um 22:53. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum:24 August 2009
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1200 m
Strecke:Stausee Mattmark - Wysstal - Stellipass - Gipfelaufschwung Stelli - Stellipass - nördliche Krete Wysstal - Stausee Mattmark
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW oder Postauto ab Visp über Saas-Allmagell nach Stausee Mattmark
Kartennummer:1329

Nach der Innerschweizer-Aufwärmtour auf den Twäriberg hatten Ursula und ich drei Tage Zeit, im Wallis Höhenluft zu schnuppern - auch wenn Klettereien ihrerseits kaum drinlagen (der linke Arm liess schmerzfrei keine Bewegungen zu ...). So dachten wir in erster Linie an "Wander-Dreitausender" ab Saas-Allmagell: gero hatte uns mit seinem Bericht auf Stelli eingestimmt ... recht kurz schien es auf der Karte auszusehen: wie man sich doch täuschen kann! Schneeauflagen ab 2600 Metern Höhe machen das Vorwärtskommen doch um Einiges einfacher - gerade wenn es sich um steiles blockiges Gelände handelt. Nun: wir folgten der Beschreibung und somit erst dem rechtsseitigen Ufer des Stausees Mattmark und anschliessend dem Weg zum Ofenpass; auf etwa 2500 Metern Höhe wählten wir den Direktaufstieg weglos - und steil! - ins Wysstal: die Orientierung war bereits jetzt recht schwierig, da in das nachfolgende Gebiet nicht einzublicken war. Doch wir schafften es bis zu einer ersten flacheren, lieblichen Stelle - Rasen, Blumen, grosse Gesteinstrümmer und mäandrierendes kleines Bächlein -, von wo sogar Steinmänner eine Spur durch riesige Gesteins- und Schutthalden wiesen.

So gelangten wir auf den nordseitigen Kamm des Wysstales, von wo - stets ansteigend - immer wieder Steinmänner den Weg zum Stellipass wiesen. Dieser wollte und wollte nicht erscheinen ... spät abmarschiert (die Anreise dauert doch auch etwas länger), spät erst auf dem Pass angelangt - und Stelli noch in weiter Ferne!
Der Weitermarsch über die Schutthalden des Passes Richtung Stelli gestaltete sich erst noch angenehm, doch beim stets steiler werdenden Aufschwung zum langen Nordgrat wurden physische und mentale Kräfte gefordert - in dem Sinne, dass wir auf 3150 Metern Höhe die "Übung" abbrachen: einerseits wurde mir das schwere und doch lockere Gestein auf den Rutschbahn-ähnlichen steilen Platten zu ungemütlich und zu gefährlich, andererseits war die Zeit so weit fortgeschritten, dass wir nicht in sinnvoller Zeit auf dem Gipfel und vor allem wieder im Tal gewesen wären. Schliesslich war auch Ursis eingeschränkte Bewegungsfreiheit mit ein Grund, wieder auf den Stellipass zurückzukehren und dort späte Mittagsrast zu halten - ohne Angst vor runterkollernden Gesteinsmassen. (Steinwild, so lieblich sich die Steingeiss auf dem Sattel präsentierte, wäre weiter oben evtl. auch dafür verantwortlich ...)
Der wettermässig wunderschöne Tag bescherte uns hier oben jedenfalls herrliche Aussichten in die nähere Walliser Bergrunde - noch wussten wir nicht, dass wir am nächsten Tag eine leichte, tolle Hochtour auf der gegenüberliegenden Seeseite unternehmen würden ...

Die unmittelbare Überraschung folgte jedoch beim darauffolgenden Abstieg: den Steinmännern folgend, ergab sich eine angenehme Abstiegsvariante. An Stelle der Querung durch die grobblockigen Schuttfelder zur Aufstiegsroute, leiteten uns zahlreiche Steinmänner auf sanften Wiesenhängen hinunter zu Punkt 2512. Dort fanden wir uns auf dem in der LK eingezeichneten Höhenweg wieder, welcher nach Karte in etwa dort endet: in der Tat, die deutliche Wegspur verlor sich hier - und wir konnten gemächlich bis knapp zu deren Einmündung in den Weg zum Ofenpass auf etwa gleichbleibender Höhe eine gemütliche Fortsetzung des Abstiegs geniessen!
Bereits auf dem unerwartet schönen Abstieg hatten wir genügend Zeit, uns Gedanken zu einer weiteren Aufstiegsvariante auf Stelli zu machen - und auch bei "weiterem", d.h. entfernteren, Betrachten gelangten wir zur Überzeugung, dass es möglich sein sollte, Stelli angenehmer auf dem Westrücken zu erreichen. (Via erwähntem Höhenweg, auf ca. 2410 Metern Höhe Richtung "e" von Alp Distel haltend und anschliessend Richtung Punkt 2858 und 3000)
Als kurze Tour schätzten wir diese Unternehmung ein - wir täuschten uns gewaltig: dasGelände forderte seinen Tribut - doch wir genossen die Ruhe, Weitsicht und Berggefühle trotzdem intensiv. Und waren uns einig, dass Hikr als Austauschforum ein tolles Medium ist - vgl. auch die Tour am folgenden Tag ...

Tourengänger: Ursula, Felix

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