Kleiner- Mittlerer- Grosser Drusenturm - Überschreitung


Publiziert von roko Pro , 24. Juli 2009 um 21:43.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Rätikon
Tour Datum:24 Juli 2009
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Aufstieg: 1500 m
Abstieg: 1500 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:St. Antönien - letzter Parkplatz
Unterkunftmöglichkeiten:Carschinahütte - Lindauer Hütte
Kartennummer:Sulzfluh - 1157

Heute morgen war ich mir wegen des Wetters noch nicht sicher, ob es für alle drei Türme reichen würde.
Um 08.00 Uhr startete ich vom letzten Parkplatz in St. Antönien Richtung Mittelsäss. Von dort, mehr oder weniger dem Alpweg folgend zur Carschinahütte. Weiter zum Drusentor. Ich suchte vergebens den alten Weg (oder besser gesagt Trittspuren) zum Sporerturm hinüber. Dieser alte Steig existiert nicht mehr und es ist nun eine mühsame Querung, wenn man vom Drusentor kommend, die Höhe zum Sporerturm hinüber halten will. Besser den Weg zur Lindauer Hütte hinunter und bei Punkt 2170 dem markierten Weg nach Westen zu den Türmen folgen. 
Vom Sporerturm zogen sich noch einige Firnfelder bis fast zum Ausgang der Sporerhöhle hinauf. Wenn noch genug Schnee liegt, ist dieser Anstieg über die Steilstufen zum Kleinen Turm angenehmer und schneller als der Normalweg. Der Kleine Turm wird, im Gegensatz zu den beiden anderen, sehr selten besucht. Für ambitionierte Kletterer ist er zu leicht (UIAA III) und zu kurz, für den "nomalen Berggänger" zu schwer und zu ausgesetzt.
Zur Sicherheit hatte ich meine Kletterschuhe eingepackt und war froh darüber, denn in meine neuen Bergschuhe fehlte noch das Vertrauen zum "Stehen". Ich wählte den Südgrat. Leider konnte ich die Einträge im Gipfelbuch nicht mehr lesen...der Deckel des Gipfelbuchbehälters fehlt und das Buch schwimmt im Wasser. Es wäre interessant gewesen zu sehen, wie viele Tourengänger dieses Jahr den Gipfel besucht haben. Der Südgrat ist kurz und ausgesetzt. Einige Haken zum sichern sind vorhanden und machen auch noch einen soliden Eindruck. Die Abseilschlinge am Gipfel sollte jedoch ersetzt werden.
Wo`s rauf geht, geht`s auch runter...allerdings ist das "runter" im Sinne von abklettern nicht so erhaben wie das "rauf".
Nach dem kleinen Turm querte ich direkt nach Westen in den Sattel zum Mittleren Turm und auf dem nun wieder komfortablen Weg zum Gipfel. Das Wetter hielt und so stieg ich auch noch auf den Grossen Turm. Der Abstieg erfolgte auf dem Normalweg.

Tourengänger: roko

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