"Munigrind" am Tristencholben


Publiziert von Alpin_Rise Pro , 10. Oktober 2006 um 12:49.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum: 9 Oktober 2006
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: V (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG   Churfirsten 
Zeitbedarf: 1 Tage
Aufstieg: 400 m
Abstieg: 400 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Unterwasser von Wattwil oder Buchs mit dem Postauto oder mit PW
Zufahrt zum Ankunftspunkt:dito
Unterkunftmöglichkeiten:Iltios oder in Wildhaus/Unterwasser

Der Tristencholben bildet den östlichen Abschluss der Churfirstengruppe, offiziell wird er jedoch nicht mehr zu den 7 Auserwählten gezählt. Seine Südwand bietet eine Handvoll genüsslicher Klettertouren im 5. bis 8. Grad in ungewöhnlich strukturiertem, steilem Fels.  Auf dem Normalweg ist er auch für den geübten Berggänger erreichbar.

Steile, ausgesetzte und luftige Genussroute am östlichen Ende der Churfirstenkette.


Zusammen mit dem kurzen Zustieg vom Chäserrugg Gipfel eine lohnende, nicht zu anstrengende Unternehmung.  Bei Prachtswetter wie heute Sicht vom Fluchthorn über Bernina bis zum Wetterhorn und Schwarzwald!

Zustieg: Von der Bergstation der Chäserruggseilbahn (Von Unterwasser, mit Halbtax/GA 15 Fr. retour) über den aussichtsreichen, fussballfeldartigen Rosenboden in den Sattel (Depot) unterhalb des Tristencholbens. Zu den Klettertouren steigt man steil durch ein Gras/Geröllculoir ab (T5), eine kurze Abseilstelle oder Abklettern II+.

Route: Der "Munigrind" ist komplett mit Borhaken eingerichtet und die leichteste Route in der Südwand.
1. SL: Durch wenig kompakten, grasdurchsetzten Fels mit einigen leichten Kletterstellen, 4
2. SL: Anfangs über eine schöne Platte und danach linkshaltend durch Verschneidungen zum Stand, 4+
3. SL: Gerade hinauf und durch steile und gut griffige Verschneidungen athletisch zum Stand, 5
4. SL: Schöne Rippe mit plattigem Ende, 4+
5. SL: Luftige Querung nach rechts und dann immer rechtshaltend bis zum Stand kurz unterhalb des Gipfels; ein echtes Highlight! 5
Vom letzten Stand seile ich noch in die letzte Länge des "Stierengrind" (6a) ab, die ebenfalls einmalige, steile Kletterei an rauhen Leisten birgt.

Abstieg: Entweder vom Gipfel 50m zum Sattel abseilen (Achtung: Seil verklemmt sich leicht!!) oder über Grasbänder und zuletzt eine leichte Felsstufe (II) abklettern.

Tipp:  Auch der Normalweg (T6, II) ist ein spannender Aufstieg.

Tourengänger: Alpin_Rise, Bergzottel

Galerie


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