MARTINSMADHÜTTE (SAC) 2002m


Publiziert von Wolfenstein Pro , 30. Juni 2009 um 16:31.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:28 Juni 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   Segnas-Vorabgruppe 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Strecke:Elm Wisli - Nideren - Martinsmad
Zufahrt zum Ausgangspunkt:am Ortseingang Elm der Beschilderung zur Tschinglenbahn folgend
Zufahrt zum Ankunftspunkt:dto.
Unterkunftmöglichkeiten:Martinsmadhütte, 60 Plätze - Telefon: 055 642 23 80

     
 

Nach der gestrigen Regen-Tour sollte das Wochenende doch noch ein alpines Gepräge bekommen, und so muss die altehrwürdige Martinsmadhütte (SAC) als Nachmittags-Ziel herhalten. Los gings bei schönem Wetter in Elm an der Talstation Nideren (1039m). Dem Tschinglenbähnli steht übrigens eine Komplettsanierung bevor. Am 2. August wird die Einweihungsfeier der neuen Gondelbahn stattfinden.

Zu Beginn verläuft der Weg ein kleines Stück auf der Wiese, um dann am Lauiboden für einige Zeit im Wald zu verschwinden. Man gewinnt sogleich einiges an Höhe. Auf ca. 1350m verlässt man den Wald wieder und folgt auf schmalem Pfad der beeindruckenden Tschinglenschlucht - immer in gebührender vertikaler Entfernung oberhalb des Baches. Etwas später entfernt man sich kurze Zeit vom Gewässer und geht über saftig-grüne Almwiesen der Bergstation entgegen. Und so ist nach einer knappen Stunde Nideren (1480m) bereits erreicht.

Leider ziehen sich die Wolkenkappen der umliegenden Berge langsam immer dichter zusammen. Ohne Pause also weiter, wieder an den Bach und in dessen oberen Teil der Schlucht hinein. Ab Pt. 1556 bedeutend steiler, ab und zu leicht ausgesetzt, aber stets an prekären Stellen mit Stahlseilen und Holzbohlen entschärft, windet sich das Weglein bis Pt. 1653 hoch. (Hier kommt uns der Hüttenwart entgegen; wir würden demfall die Einzigen oben sein.) Danach über die idyllische Matt gemächlich, bei Pt. 1778 kurz stotzig und via Rindermättli wieder gemütlich bis zum Fuß des Schlussaufstiegs auf ca. 1800m. Diese letzten 200 Höhenmeter haben es nochmals in sich; aber auch sie werden sicheren Trittes gemeistert.

Kaum auf der Martinsmadhütte (2002m) angekommen, setzt auch schon der Regen ein. Außerdem sind die Wolken oberhalb 2200m nun so dicht, dass ich den Optionsschein auf das Mittetaghorn leider nicht einlösen kann. Dann eben ein ander Mal... Nach langer Rast und ausgiebiger Begutachtung des bestens ausgerüsteten Winterraumes geht es unterm Regencape versteckt an den Abstieg auf gleicher Route.

Zurück auf Nideren (1480m) könen wir die wasserdichten Sachen wieder wegpacken und unten am Parkplatz lacht uns sogar noch die Sonne an (oder aus?). Von den Bergen ist allerdings nichts mehr zu sehen, sie sind in den Wolken verschwunden. Mit der Gewissheit, hier nicht das letzte Mal gewesen zu sein, machen wir uns auf den Heimweg.

 
 
     
 
reine Aufstiegszeit: 2:20
Entfernung ungefähr (ebenenprojiziert): 8,9 km
Wetterverhältnisse: im Tal sonnig, oben bewölkt und regnerisch
Gipfelbuch: Hüttenbuch für Übernachtungsgäste
Hilfsmittel: Stöcke, Regenschutz
Sonstiges: Winterraum mit 4 Betten, Herd, Brennholz, Getränken, Waschgelegenheit sowie Waschmaschine ganzjährig offen
 
 

Tourengänger: Wolfenstein, schnapsi

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