Vom Refuge des Merveilles zum Camp d'Argent


Published by wf42 , 14 August 2019, 11h23.

Region: World » France » Alpes-Maritimes
Date of the hike: 5 August 2018
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: F 
Time: 6:00
Height gain: 940 m 3083 ft.
Height loss: 1333 m 4372 ft.
Route:16 km
Maps:IGN 165

Drittletzter Tag der Alpendurchquerung: Es ist die letzte Etappe, die (jedenfalls zum größten Teil) oberhalb der Zweitausendermarke verläuft.

Wir starten bei schönstem Wetter am Refuge des Merveilles und wandern gemächlich durch die herrliche Seenlandschaft oberhalb der Hütte. Bei den Lacs du Diable deponieren wir die Rucksäcke und zweigen vom GR 52 ab, um noch einen Gipfel mitzunehmen. Die Cime du Diable, immerhin fast 2700 m hoch, lässt sich von hier auf gutem Weg erreichen. Vielleicht kann man vom Gipfel schon das Mittelmeer sehen! Diese Hoffnung erfüllt sich leider nicht, da es etwas zu dunstig dafür ist. Trotzdem: Der Aufstieg lohnt sich.

Nach dem Abstieg zu den Lacs du Diable erreichen wir wenige Minuten später den Pas du Diable, wo wir - jedenfalls den Namen nach zu urteilen - das Reich des Teufels wieder verlassen. Das Wetter ist leider nicht mehr so herrlich wie zuvor; inzwischen sind Wolken aufgezogen und beeinträchtigen die Sicht auf die benachbarten Gipfel. Über weite Geröll- und Grashänge steigen wir hinab zum Col de Raus und noch tiefer zur Baisse de Saint Véran.

Bei bewölktem Himmel packen wir den Gegenaufstieg an, der uns zur markanten Festungsanlage "Pointe des Trois Communes" führt. Vielleicht wäre es besser gewesen, auf eine ausführliche Besichtigung der Anlage zu verzichten, denn ziemlich plötzlich beginnt es zu blitzen und zu donnern. Ungünstigerweise verläuft der Weg in diesem Bereich direkt am Kamm, was natürlich das Risiko eines Blitzeinschlags vergrößert; soweit möglich, versuchen wir den Kamm zu meiden.

Zum Glück ist das Gewitter bald vorbei, dafür regnet es jetzt in Strömen. Unter dem Dach einer Hütte warten wir ab, bis der Regen nachlässt. Kurze Zeit später geht es wieder los, aber der Weg zum Camp d'Argent ist nicht mehr weit.

Hike partners: wf42


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Comments (9)


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Sent 14 August 2019, 16h02
Oh wie schön! Der Tourenbericht und die Fotos wecken schlne Erinnerungen. Auch ich bin vor ein paar Jahren auf einer Alpendurchquerung hier durchgekommen. Ist eine fantastische Gegend!

Herzlichen Gruß,

Nik

wf42 says: RE:
Sent 14 August 2019, 17h12
Hallo Nik,

die Gegend ist wirklich traumhaft! Den Bericht über eure Alpendurchquerung kenne ich natürlich. Ich habe ihn schon vor zwei oder drei Jahren mit Begeisterung gelesen. Was alpinistische Fähigkeiten und Kondition betrifft, kann ich mit eurem Projekt nicht ganz mithalten, aber die Erinnerungen möchte ich nicht missen.

Herzliche Grüße

Walter

Nik Brückner says: RE:
Sent 15 August 2019, 15h16
Von wo nach wo seid Ihr denn gegangen? Das würde mich interessieren. Berichte über Alpenüberquerungen aus dieser Ecke sind ja nicht gerade häufig. Eine schöne Idee, finde ich! Mal was anderes.

Lieben Gruß,

Nik

wf42 says: RE:
Sent 15 August 2019, 17h03
Es war eine Alpendurchquerung in Etappen, verteilt auf 30 Jahre. (Ich weiß, eine verrückte Idee!) Start 1988 in Perchtoldsdorf, dann immer auf der Nordseite der Alpen (u.a. Hochschwab, Gesäuse, Totes Gebirge, Dachstein, Hochkönig, Loferer und Leoganger, Kaiser, Karwendel, Zugspitze, Lechtaler, Rätikon, Glarner Alpen, Berner Alpen) bzw. später auf der Westseite (im Wesentlichen auf dem GR 5). Eine kleine Übersichtsseite ist in Vorbereitung, aber noch nicht reif für eine Veröffentlichung.

Herzliche Grüße

Walter

Nik Brückner says: RE:
Sent 16 August 2019, 15h37
Hahaha! 30 Jahre! Das klingt lang! War das von Anfang an so geplant, oder hat sich die Idee so nach und nach geformt? Na, bei der Route braucht man natürlich auch länger als wir mit unseren 103 Tagen. Der Nordrand ist echt schön.

Gruß,

Nik

wf42 says: RE:
Sent 17 August 2019, 18h21
Lang? Okay, in dieser Zeit habe ich mein Alter beinahe verdoppelt (und Kondition und Tempo beinahe halbiert). Was die Idee betrifft: Der grobe Verlauf (Außenkurve des Alpenbogens, möglichst nahe am Alpenhauptkamm, aber ohne Gletscher) war von Anfang an festgelegt. Die benötigte Zeit habe ich damals auf etwa 20 Jahre geschätzt, was ja gar nicht so unrealistisch war. Genaue Pläne für einen Abschnitt habe ich typischerweise 2 bis 3 Jahre vor der Realisierung gemacht, aber gelegentlich an Ort und Stelle variiert. Einen Vorteil hat die etappenweise Durchquerung auf jeden Fall: Es gibt kaum Zeitdruck; was man in einem Sommer nicht geschafft hat, kann man im nächsten (oder im übernächsten) nachholen.

Gruß Walter

Nik Brückner says: RE:
Sent 20 August 2019, 11h54
Alter verdoppelt und Kondition halbiert? Wieso hastn das gemacht? Andersherum ist's doch viel lustiger! ;o}

Ich hab' mir deine Liste am Wochenende mal angesehen - das ist wirklich ein beeindruckendes Projekt. Ich weiß nicht, ob ich sowas in der Art gemacht hätte, einfach weil mich interessiert hat, wie es sich anfühlen würde, sowas am Stück zu gehen. Aber eins weiß ich sicher: Ich hätte nicht das Durchaltevermögen über 30 Jahre hinweg gehabt. Respekt!

Fragen, Fragen, Fragen: Du schreibst mal "wir" und mal "ich" - warst du mal allein, mal zu ...t? Wirst Du zu jeder Etappe einen Tourenbericht schreiben? Ich bin gespannt!

Lieben Gruß,

Nik

wf42 says: RE:
Sent 20 August 2019, 13h19
Den größten Teil der Gesamttour war ich allein unterwegs, was Vor- und Nachteile hat. Bei den Touren im letzten Jahr hat mich ein guter Freund begleitet, der auch schon vor Jahren im Wetterstein und teilweise in den Lechtalern dabei war.

Was die weiteren Etappen betrifft, so werde ich sicher nicht alle berücksichtigen. Aber ein paar Berichte dürften schon noch folgen.

Herzliche Grüße

Walter

Nik Brückner says: RE:
Sent 20 August 2019, 13h59
Prima, auf die freue ich mich!

Herzlichen Gruß,

Nik


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