Margelchopf (2164 m) - Nord-Westgrat-Überschreitung über die Felsrinnen


Publiziert von erico Pro , 1. Dezember 2018 um 18:36.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:18 November 2018
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Alvier Gruppe   CH-SG   CH-GR 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1019 m
Abstieg: 1010 m
Strecke:11.7 Kilometer
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Rorschach (Schweiz) über die Autobahn bis nach Buchs SG, ab Buchs über die Bergstrasse hinauf zum Berghaus Malbun.

Eigentlich war diese Wandertour über den Nord- Westgrat auf den Margelchopf erst auf nächstes Jahr eingeplant. Weil es aber dieses Jahr auch noch Im November herrliche Wandertage gibt, habe ich mich Heute, am 18.11.2018, kurzfristig entschlossen, diese anspruchsvolle Tour doch noch dieses Jahr zu absolvieren. Start der Tour war beim Berghaus Malbun, oberhalb von Buchs SG. Als ich die Bergstraße hinauf fuhr begleitete mich der Nebel bis beinahe zum Berghaus Malbun und nur etwa 100 Höhenmeter vor dem Berghaus tauchte ich mit meinem Auto aus dem Nebel heraus. Auf dem Parkplatz beim Berghaus zeigte die Außentemperatur im Auto, – 5 Grad, an. Weil auf dieser Tour im ersten Teil nach Ivelspus ca. 208 Höhenmeter abgestiegen wird, werde ich wohl oder übel auch noch einige Zeit im Nebel verbringen müssen, - mit ca. 30 Minuten hielt sich das aber in Grenzen.

 

Beschreibung der Wanderroute:

 

Vom Berghaus Malbun über Ivelspus und Gampernei und über den Nord- Westgrat auf den Margelchopf. : ca. 4.0 Std. (T5, KS II)

 

Der Wanderweg über Ivelspus zum Margelchopf beginnt nördlich beim Parkplatz Berghaus Malbun, auf einem gut unterhaltenen und markierten Weg geht es meistens durch Waldgebiet hinunter zu den Hütten von Valspuus (Sess) 1163 m, dies ist der tiefste Punkt dieser Wanderung, ab hier geht es nur noch aufwärts. Im Nebel geht es nun weiter bis zur Wiesli Hütte hinauf und danach bei schönstem Wetter unter wärmenden Sonnenstrahlen weiter zu den Gamperney Skihütten (Grabs). Von der Skihütte aus hat der Wanderer eine super Panorama-Aussicht übers Rheintal, zum Alpstein und hinüber zu den Liechtensteiner Bergen und weit in die Vorarlberger Alpen hinein. Nach einer „Verschnaufpause“ wandere ich über den scheinbar nie endenden, breiten, Grasrücken von Gampernei hinauf, bis zum Anfang vom Margelchopf Nord- Ostgrat. Ab hier hat es keinen ersichtlichen Pfad mehr und die erste Markierungen die ich weiter oben gesehen habe sind von unten auch nicht ersichtlich, ich bin dann einfach auf die Felsen los gelaufen und habe dabei auf Anhieb gleich die richtige Route gefunden, siehe dazu das Bild Nr. 24, Route Nach der ersten Gratkuppe stehe ich bereits vor der Schlüsselstelle, die beinahe, senkrechte Wand wird durch eine schmale Rinne bezwungen, (T5, KS II) beim Aufstieg war ich äußert gespannt, wie es oben weitergeht. Und oben angekommen, kaum zu glauben, geht es im T2 Stil weiter, aber nur für kurze Zeit, danach folgen weitere zwei Rinnen bis zum Gipfel, die zwar nicht mehr so schwierig sind aber trotzdem recht anspruchsvoll, Schwierigkeitsgrad ca. (T5, KS I+) Sind diese Rinnen auch noch überwunden steht man zuoberst auf dem Grat, der nur noch ein paar Meter von dem breiten, übergroßen Gipfelplateau vom Margelchopf entfernt ist. Oben angekommen bin ich nicht mehr alleine, denn es hatten noch viele andere Wanderer das gleiche Ziel wie ich, nur nicht auf dem gleichen Weg, denn ich war über den Nord-Ostgrat gänzlich alleine unterwegs.


 

Vom Margelchopf über den Süd-Westgrat hinunter zum Isisizgrat und weiter über den Hanenspil zurück zum Berghaus Malbun: ca. 2.0 Std. (T3+)

 

Nach einer längeren Pause mit schönsten Ausblicken übers Nebelmeer und in die umliegenden Berg, machte ich mich auf den Weg zurück zum Berghaus Malbun. Der Abstieg über die Südseite vom Margelchopf, ist an der Schlüsselstelle mit Stahlseilen gesichert und ist bei solchen, trockenen Verhältnissen nicht besonders schwierig, ca. T3. Danach geht es, immer das übergroße Nebelmeer vor Augen, über den Hanenspil hinunter zum Berghaus Malbun. Während diesem Abstieg konnten sich meine Augen vom Nebelmeer und der Schönheit dieser Gegend kaum sattsehen und ich kramte deshalb alle fünf Minuten den Fotoapparat wieder aus der Tasche heraus. Angekommen bin ich beim Berghaus Malbun im dicken Nebel und wieder bei frostigen Temperaturen, - 5 Grad, wie am Morgen.

 

Die Schlussbetrachtung:

 

Diese Route vom Berghaus Malbun über Ivelspus und den NW-Grat auf den Margelchopf ist eine sehr gute Variante zum normalen direkten Aufstieg auf den Margelchopf. Es muss natürlich etwas mehr Zeit eingeplant werden, denn für den Übergang vom Berghaus Malbun auf die Gampernei-Seite kommen 208 weitere Abstiegs- und Höhenmeter zusätzlich dazu und außerdem sollte der Wanderer gewohnt sein in anspruchsvollem Gelände, bis max. T4-5 KS I – II unterwegs zu sein. Diese Wanderung ist auch aussichtsmässig wunderschön, bei jedem Schritt hat man eine bomben Aussicht übers. Rheintal, in den Alpstein und bis weit in die Liechtensteiner und Vorarlberger Alpen hinein. Hat man einmal den Margelchopf erreicht öffnet sich der Horizont noch um einiges mehr, bei schönem Wetter ist es möglich bis weit nach Graubünden zu sehen, z.B. zum Flüela Wiss- und Schwarzhorn oder dem Weissfluhjoch.

 

Viele Grüße

erico


Tourengänger: erico


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