Chratzerengrat 2349m / Gämsiloch 2250m


Publiziert von Bombo , 20. August 2018 um 20:45.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:19 August 2018
Wandern Schwierigkeit: T5+ - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   Ortstockgruppe 
Aufstieg: 1140 m
Abstieg: 1140 m
Strecke:siehe GPS-Track (ungenau, da mit Suunto aufgenommen)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit PW über die Pragelpass-Strasse bis zur Alpwirtschaft Unteres Roggenloch, kostenlose PP vorhanden. Einheimische fahren scheinbar bis zur Alp Tor, wobei zu Beginn der Strasse ein grosses Fahrverbot diese Zufahrt verbietet.
Kartennummer:LK 1:25'000 Bl 1173 "Linthal"

Vom Chratzerengrat durch das Gämsiloch und via Schwarz Nossen zum Roggenstöckli


Endlich einmal im grössten Urwald der Westalpen - und dazu noch 3 Gipfel sowie ein Felsentor besucht. 

Vom Parkplatz bei der Alpwirtschaft Unterroggenloch 1525m (jeden Sonntag ab 13.00 Uhr Live Musik) in knapp 1h zur Alp Tor 1700m und von dort entlang der langen Hangtraverse zum Chratzerenfurggeli 2161m. Die Wolken quellen bereits zünftig und wir verzichten auf die Besteigung des Pfannenstock 2572m (gemäss Wegweiser 1h 10min, wohl er ca. 50min). Dafür aber steigen wir hinauf zum höchsten Punkt des Chratzerengrates 2349m. Wir wählten die Variante "Diretissima", was uns ungewollt plötzlich in heikles T6 Gelände brachte. Besser man steigt bei der Schutthalde schon zu Beginn zur linken Seite und erreicht so unschwierig (T4) diesen Punkt. 

Anschliessend über die mässig geneigte Rampe richtung Westen hinunter und auf sichtbaren Pfadspuren zum Einstieg des Gämsiloch-Aufstieges. Von hier in meist gut gestuftem T5 bis T5+ Gelände hinauf zum Gämsiloch. Den Aufstieg zum Gämsiloch-Gratbogen schenkten wir uns - das Auf- und vor allem das Abstiegsgelände sieht alles andere als einladend aus. 

Dafür durchschritten wir das Gämsiloch und stiegen in T4+ Gelände nordwärts hinunter ins Gross Mälchtal. Anfänglich weisen einem noch schwache Spuren im Schotter den Weg, anschliessend gilt es hinunter auf ein breites und gut sichtbares Band abzusteigen. Ich habe noch 2 Steinmänner gebaut - vielleicht helfen diese der im Prinzip bei guter Sicht logischen Wegfindung.  Auf diesem Band dann unschwierig nach links / Westen, wo man problemlos den Talgrund betritt. 

Wir besuchten anschliessend noch den Gipfel des Schwarz Nossen 2149m und liefen dem markierten Wanderweg entlang via Ruchtritt zurück zu P. 1633, östlich des Roggenstöckli 1707m. Dieses besuchte ich mit einer Diretissima Süd-Variante - ich  hätte mir den bei P. 1633 zurückgelassenen Pickel sehnlichst gewünscht. Besser man steigt auf dem nicht in der LK eingezeichneten, nur wenige Meter nördlich von P. 1633 gelegenen, Wanderweg unschwierig hinauf zum Gipfel. 

Anschliessend auf markiertem Wanderweg zurück zum Parkplatz bei der Alp Unterroggenloch 1525m.


Fazit: 

Wer die wilde Einsamkeit sucht, dürfte im Karstgebiet der Silberen fündig werden. Die Variante Unterroggenloch - Alp Tor - Chratzenfurggeli - Pfannenstock - Chratzenfurggeli - Gämsiloch - Melchtal kann dem versierten Alpinwanderer auf jeden Fall empfohlen werden.

Tourengänger: Bombo, Schusli


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