Zwingherrenbogen


Publiziert von filips , 20. Mai 2009 um 14:52.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Berner Voralpen
Tour Datum:17 Mai 2009
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 500 m
Abstieg: 500 m
Strecke:Schwarzenburg - Burgbachstäg - Schlosschällen - Zwingherrenbogen - Hällstett - Lanzenhäusern
Zufahrt zum Ausgangspunkt:SBB, gute Verbindungen Richtung Bern mit S-Bahn
Zufahrt zum Ankunftspunkt:dito
Kartennummer:1186

1km Luftlinie - totale Einsamkeit

Inspiriert durch den Bericht von Zaza über den Zwingherrenbogen haben wir letztes Wochenende die gleiche Region besucht.

Das Schwarzwasser beeindruckt durch seine unmittelbare Abgeschiedenheit, einen vielfältigen mäandrierenden Verlauf und sein glasklares, eiskaltes Wasser. Der Zwingherrenbogen selbst ist wiederum etwas spezielles und ebenso isoliert gelegen. Mit genug Geduld, um auch die rechten Wege zu finden, also auf jeden Fall ein Besuch wert.

Einige Anmerkungen im Zusammenhang mit der Wegfindung und in Bezug auf andere Berichte zum Zwingherrenbogen auf dieser Seite:

- Eine Sandalen-Flusswanderung vom Burgbachstäg Richtung Schlosschälen ist wirklich sehr empfehlenswert: abwechslungsreich und irgendwie anders als sonstige T5-Wanderungen.

- Aufstieg vom Schwarzwasser Richtung Zwingherrenbogen: Wir konnten keine Spuren finden, allerdings gestaltet sich der Aufstieg über eine undeutliche Rippe am westlichen Ende des "Strandufers" bei der Schlosschälen nicht allzu schwierig, doch weglos (T4).
Auch beim Abstieg konnten wir nur etwa die ersten 100hm einer Spur folgen, die sich dann allerdings nach dem untersten Zustieg zum Zwingherrenbogen (siehe unten) zu verlieren schien. Wir sind dann wieder nach links/Westen zu unserer Aufstiegsroute gequert.
Überall findet man scheinbare Wege, die auch immer mal wieder ganz angenehm für einige Höhenmeter den Weg weisen, sich dann aber häufig wieder irgendwo verlieren. Vielleicht Ende Saison sind die Wege deutlicher...

- Zustieg zum Zwingherrenbogen: Meines Erachtens gibt es insgesamt 3 Zustiege zum Bogen, die alle am gleichen Ort enden, aber immer ca. mit 20hm Unterschied einsteigen.
Von der westlichen Rippe, über die man vom Schwarzwasser aufsteigt bzw. von Hinterfultigen her absteigt, zweigen diese deutlichen Wege jeweils nach Osten ab.

Wir haben den obersten, auf ca. 780müM gewählt. Gleich nach der Abzweigung ein paar hm nach unten, dann zick-zack runter und quert dann nach Osten eine gestufte Sandsteinwand auf gutem Weg, unter 2 heruntergefallenen Bäumen durchducken und man gelangt nach einem Rechtsknick Richtung Norden unter einen Sandsteinüberhang. Dann wieder nach links neuerlich unter einen Überhang und Wegspuren weisen den Weg zum Einstieg in den Bogen (siehe weiter unten). Dieser Weg ist deutlich, bis auf ca. 50m in der Querung auch kaum ausgesetzt, T4. Man erkennt ihn daran, dass nach Beginn, beim ersten Links-Zack, ein kleines, verrottetes Holzgestell im Hang liegt.

Auf ca. 760müM ist ein weiterer Zugang, ebenfalls deutlich, aber um einiges ausgesetzter und steiler. Ich glaube, es handelt sich hier um den Zustieg, den Zaza gewählt hat und der wohl zum Refugium führt (der obere tut das nicht!)

Auf ca. 740müM dann der letzte, eindeutig durch diverse Steinmännli beim Einstieg unter einem grossen Sandsteinüberhang (siehe Bericht von BaumannEdu)

Wohl über alle 3 gelangt man von westlicher Seite unterhalb den Zwingherrenbogen. Es gilt nun zuerst eine Runse zu queren, mit losem Erdmaterial auf sehr weichem Sandstein. Diese Querung ist ein wenig mühsam, allerdings nicht ausgesetzt und weniger gefährlich. Nach dieser Runse wird der Weg aber sofort fest, man folgt ihm raus auf die Rippe und über diese leicht nach oben in den Bogen rein. Dieser letzte Teil würde ich auf Grund der Ausgesetztheit als T5- bewerten, allerdings liesse es sich hier gut an Bäumen sichern und der Weg ist gut.

- Letzte Bemerkung zum Wiederaufstieg Richtung Hällstett: Am nördlichen Ufer des Schwarzwassers hats in diesem Uferabschnitt eine deutliche Spur, allerdings nie eine Abzweigung Richtung Norden für den Aufstieg. Eine sehr schwache Spur weist rechts nach oben (Richtung NO), nach einigen hm muss dort auch ein recht grosser Baumstamm mehr umarmt als überklettert werden (wie von Zaza beschrieben, allerdings keine Halterungen angebracht). Danach wird der Weg noch undeutlicher, der Boden scheint hier gerutscht zu haben. In der Falllinie diesen kleinen Rutsch überwinden und man gelangt wieder auf eine Spur, die dann im Zick-Zack nach oben führt, auch immer deutlicher. Zuoberst sieht man dann auch schon den grossen Sandsteinüberhang, zuvor noch grosse Mengen an Fallholz, dann entlang dem Überhang (mit gelblichen Flecken) nach Westen zuletzt auf einem breiten Weg. Unser Einstieg war wohl nicht ideal, ev. beginnt der Weg weiter westlich.

Mehr Bilder auf www.kition.net

Tourengänger: filips

Galerie


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