Monte Disgrazia


Publiziert von Matthias Pilz Pro , 4. Juli 2018 um 15:27.

Region: Welt » Italien » Lombardei
Tour Datum:24 Juni 2018
Hochtouren Schwierigkeit: ZS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 2 Tage

Der Monte Disgrazia zählt zu den lohnendsten Hochtouren der Ostalpen, vor allem wegen dem fantastischen Panorama vom Gipfel und der exzellenten Felsqualität der Kletterei! Der einfachste Aufstieg führt aus dem Val Masino über die Ponti-Hütte und den NW-Grat zum Gipfel. Der eigentliche Aufstieg beginnt auf der Alpe Preda Rossa, für die Straße hierher muss im Hotel am Ortsende von Cataeggio ein Ticket gelöst werden. Diese sind ab 7:30 erhältlich und derzeit auf 15 Autos pro Tag eingeschränkt! 
Der Weg zur Ponti-Hütte ist einfach und landschaftlich sehr schön, ein besonderes Glück hatten wir, da wir die einzigen Gäste auf der Hütte waren. Nach einer ruhigen Nacht ging es über den Preda Rossa Gletscher aufwärts Richtung Pioda-Scharte. Bei guter Firnlage kann man den ersten Grataufschwung durch eine steile Firnrinne abkürzen. Ab hier leitet nun elegante Kletterei in perfektem Fels stets an der Kante aufwärts. Immer wieder unterbrechen Schneefelder die Kletterei und tragen so zu einem abwechslungsreichen Aufstieg bei. Unter den Schneefeldern lauert nicht selten Blankeis und so wird diese Route im Laufe der Saison manchmal etwas heikel, in diesem Fall weicht man in die umliegenden Felsen aus. Am Gipfel zeigte sich kurz die Sonne und dank der windstillen Verhältnisse genossen wir eine längere Gipfelrast.

AUFSTIEG: Von der Preda Rossa Alm folgt man dem gut beschilderten Wanderweg zum Rifugio Ponti. Direkt oberhalb der Hütte quert der Weg nun (Schild) nach rechts auf die Moräne. Dieser folgt man, bis sie sich in einem Blockfeld verläuft. Hier quert man nun entlang der Steinmännchenmarkierung zum Gletscher Gh. di Preda Rossa. Diesem folgt man aufwärts bis in die Pioda-Scharte. Je nach Verhältnissen überklettert man den ersten Turm, umgeht ihn kleinräumig rechts oder steigt bei guter Firnauflage direkt in den Sattel rechts des ersten Turms. Der weitere Anstieg verläuft stets direkt am Grat (I, II) in bestem Fels, manchmal gibt es Firn oder Eis und man weicht minimal in die Flanken aus. Kurz nach dem Vorgipfel ist noch das berühmte, jedoch einfache Bronzepferd (3-) zu überklettern. 

ABSTIEG: Auf gleichem Weg.

SCHWIERIGKEIT: 3- (eine Stelle), sonst einige Stellen II und I. Firn oder Eis bis max. 40°.
 
ABSICHERUNG: ++/++++, durchwegs gut. Es gibt zwar keine Haken, jedoch zahllose Zacken und Blöcke zum Sichern.
 
WETTER: Bewölkt mit etwas Sonne zwischendurch. Windstill.
 
MIT WAR: Jasmin, Sonja
 
Tour beschrieben von Matthias Pilz (mammut-extreme@gmx.at), ©Matthias Mountaineering

Tourengänger: Matthias Pilz


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