Val Bavona: 200 Steinstufen nach Chignöö


Publiziert von Seeger Pro , 4. Mai 2009 um 22:40.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Locarnese
Tour Datum: 4 Mai 2009
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Pizzo Biela 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 800 m
Abstieg: 800 m
Strecke:Bignasco Post – 1 km auf orographisch rechter Seite der Bavona bis Holzbrücke über den Ri di Chignöö - Chignöö 1022m – bis 1200 m Reko gegen Chignöö di cima 1273m. Gleicher Weg zurück
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Ö.V: Mit FART von Locarno nach Bignasco, Auto: Neben der Post Bignasco gebührenfreie Parkplätze.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:dito
Unterkunftmöglichkeiten:Hotel Turisti, Bignasco und Hotel la Posta, Cavergno
Kartennummer:1291 Bosco Gurin (1959)

Diese Treppenanlage muss ich gesehen haben, wie sie Nora und Aldo Cattaneo im Buch „Storie e sentieri di Val Bavona“ akribisch genau beschrieben haben. Und ich kann es kaum fassen: Ich habe alles gefunden. Sagenhaft. Du kannst Dir meine innere Freude kaum vorstellen!
 
Hier auszugsweise eine Grobübersetzung der Tourenbeschreibung von Nora und Aldo Cattaneo: (Dieses Buch sollte neu aufgelegt werden!)
 
"Für schwindelfreie Berggänger-Experten
Etwas mehr als einen Kilometer von Bignasco entfernt (auf der orographisch rechten Seite der Bavona) befindet sich ein Holzbrücklein über den Ri di Chignöö. Etwa hundert Meter jenseits der Brücke verlässt man den Weg und steigt (links hoch) direkt wie es am besten scheint an den Fuss der grossen Wand, welche das Bavona flankiert. Etwa einhundert Meter nördlich vom Bach befindet sich eine Treppe, welche auf eine Felsplatte führt (auf etwa 650m). Eine Passage mit Seil und grossen eingemeisselten Fusstritten führt gegen den Bach. Dann folgt eine ganz spezielle Treppe, unvergesslich: Es sind gut zweihundert kleine Stufen, welche in Richtung der maximalen Steigung hinaufführen, in einem Riss der ausgesetzten Felsplatte aufgesetzt. Am Ende der zweihundert Stufen verlässt man gegen links bis gegenüber des Einschnittes des Ri di Chignöö, welcher in seiner tiefen Schlucht rumort. Nachdem man einen steilen Aufstieg in exponierter Lage am Rand des Einschnittes überwunden hat, kommt man in bewaldetes Gebiet, immer an den Graben des Baches haltend. Etwas weiter oben befinden sich Reste einer zerfallenen Hütte (auf etwa 850m) auf einem Erdwall. In der Folge ist der Weg hin und wieder unter einer Decke aus trockenem Laub versteckt. Zuerst überwindet er in leichter Diagonale nach rechts eine steile Strecke im Wald mit einigen Treppen, deren letzte sich im Gegenuhrzeigersinn nach oben windet. In der Folge verschiebt man sich nach links, wo sich weitere kurze Treppenabschnitte befinden, aufspürbar unter dem trockenen Laub, bis man von Süden her die Hütte von Chignöö, 1022 m, erreicht.
1997 schien das Stalldach in Reparatur zu sein, hingegen die Hütte mit Pultdach (es hat noch ähnliche in Ravöra, wahrscheinlich das Werk des gleichen Erbauers), war noch in gutem Zustande; im Innern befindet sich eine Feuerstelle und erhöhte Liegestätten. In der Umgebung sind einige Ruinen übriggeblieben."
 
FORTSETZUNG FOLGT! Bis auf 1200m hinauf habe ich rekognosziert. Das heisst bis 70m unterhalb des Chignöö di cima. Und dann wäre da noch Ravöra 1410m …und hier habe ich es geschafft : http://www.hikr.org/tour/post16002.html
 
 

Tourengänger: Seeger

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentar hinzufügen»