Fanenstock (2236m)


Publiziert von Chrichen Pro , 19. Januar 2018 um 08:18.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:10 Januar 2018
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT2 - Schneeschuhwanderung
Ski Schwierigkeit: WS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   Spitzmeilengruppe 
Zeitbedarf: 6:45
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1200 m
Strecke:ca. 14.5 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem PW nach Elm bis zum Parkplatz bei der Talstation der Seilbahn
Zufahrt zum Ankunftspunkt:(Gleicher Weg umgekehrt)

Für diesen Mittwoch konnten wir recht kurzfristig eine gemischte Tour zu dritt mit Schneeschuhen / Ski planen. Aufgrund der Wetterprognose sollte es ein Ziel in der Ostschweiz werden mit nicht allzu weitem Anfahrtsweg. Nach längerem Hin und Her konnten wir uns auf den Fanenstock von Elm aus einigen - eine reizvolle Region, die wir noch nicht so gut kannten. 

Die Wetterprognose hat uns denn auch zwischenzeitlich einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn im Verlauf des Vortags verschlechterte sie sich mehr und mehr. Am Tag der Tour versprach die Lokalprognose nur noch 3h Sonnenstunden für den Fanenstock. Im Wissen, dass man der Lokalprognose nicht immer trauen kann, machten wir uns dennoch guten Mutes auf den Weg und wurden durchaus positiv überrascht. Erstaunlich hingegen war die Schneelage in den SW-exponierten Hängen beim Startpunkt. Viel von der weissen Pracht liess sich dort zunächst nicht ausmachen.

Zündel - P.1173 - Mittelstafel - Fanenstock (WS)
Wir starten unsere Tour beim Parkplatz der Talstation der Seilbahn unweit vom P.1037. Viel Weiss lässt sich vom Parkplatz aus nicht erblicken, was doch eine gewisse Enttäuschung aufkommen lässt. Nichtsdestotz laufen wir Ski und Scheeschuhe tragend los. Wir starten gleich mit einem kleinen Verhauer, indem wir von einigen Fusspuren verleitet der Skiroute entlang starten. Dies beschert uns einen schlammigen Ausflug ins Grün, bis wir schliesslich zur Teerstrasse zurückfinden, und über diese weiter hochlaufen. Das ist viel angenehmer, auch wenn die Strasse oft von Wassereis bedeckt ist.

Ca. beim P. 1173 verwandelt sich die Strasse in eine harte Piste. Wir laufen dieser noch ein Stück weit entlang, bis wir schliesslich kurz vor dem P.1313 Ski und Schneeschuhe anziehen. Es sollte nun eine durchgehend geschlossene Schneedecke vorherrschen. Mit etwas mehr Lokalkenntnissen hätte man das schon früher machen können. Spuren folgend kürzen wir schon gleich eine Kurve in Diretissima ab, bis wir die Strasse wieder erreichen und dieser nach Osten folgen. Die Abkürzung beim Camperdunerwald dem Wanderweg entlang sparen wir uns und folgen stattdessen weiter der Strasse. Beim P.1565 kann nun endlich über offenes Gelände und lichten Wald direkt aufgestiegen werden. Zugleich können die Ausblicke zum Hausstock, sowie zum Piz Sardona und Piz Segnas uneingeschänkt genossen werden. Das Wetter hält sich abgesehen von dünnen hohen Wolkenfeldern bestens.

Wie heute auf der gesamten Route geht es auch hier über Hartschnee weiter. Für Schneeschuhe sind das ideale Bedinungen, und so werden Silvia und ich schon bald von Stevo47 abgehängt. Er kann längere Teilstücke in der Fallinie ersteigen, während wir weite Bögen ziehen. An den Gebäuden vom Mittelstafel geht es vorbei den Hängen bei Gamperdun entgegen. Der Hartschnee ist stellenweise recht rutschig, so dass Harscheisen durchaus Sinn machen. Via Fanen erreichen wir das Fanenfurggeli, und schon eröffnet sich der steile Gipfelaufschwung vor uns. Silvia wählt eine (bessere) Variante in der Flanke, während ich mit etwas Gemurkse direkt dem Grat zum Gipfel folge. 

Wir gratulieren uns und legen eine kurze Pause ein, wobei der Wind doch etwas kühl ist. Deshalb bereiten Silvia und ich uns schon bald für die Abfahrt vor, während Stevo47 schon vorausmarschiert.

Abfahrt via Aufstiegsweg
Der harte Gipfelhang lässt sich sehr gut fahren. Unterhalb vom Fanenfurggeli legen wir noch einmal eine gemütliche Pause ein. Weiter unten werden die Regenrillen tiefer und die Fahrt entsprechend hoplriger. Vor dem Mittelstafel lassen sich einige genussvolle Schwünge in einem Hauch von Triebschnee auf Hartschnee machen. Danach wird es erneut etwas holpriger. Guten Abfahrtspuren an lichtem Gemüsch vorbei folgend erreichen wir den P.1565. Erneut verzichten wir auf die Abfahrt dem Wanderweg entlang durch den Wald und nehmen stattdessen das Sträschen. Dieses ist immer noch vereist, und die Fahrt ist ziemlich genussfrei, wenn auch einfach. Wie schon weiter oben warten wir hie und da kurz auf Stevo47, wobei er gar nicht so viel langsamer unterwegs ist als wir. Beim Gamperduner Stäfeli haben wir genug von der Eisbahn und fahren über Wiesen zuerst der Strasse entlang, dann Abfahrtsspuren folgend zum Wald hinab. Hier ist Schluss mit Schnee, und wir tragen die Ski zuerst kurz durch Wald bis zur Strasse und dann dieser entlang mit einigen Abkürzungen zurück zum Parkplatz.


Die Tour bietet sehr schöne Aussichten ins Tal Richtung Wichlen und Hausstock, sowie zum Piz Sardona und Piz Segnas. An diesem Tag waren von den Bedingungen her vermutlich Schneeschuhe besser geeignet als Ski. Wenn man nicht nur Abfahrtsgenuss sucht aber dennoch auch mit Ski sehr lohnend. Für mich war es gut ein paar Erfahrungen mit Hartschnee zu sammeln. Uns schien als waren die Höhenangaben von zwei Wegweisern im unteren Bereich vertauscht.

SLF: mässig

Tourengänger: Chrichen, Stevo47


Galerie


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