Val Piora - Val Cadlimo 1|2


Publiziert von Mo6451 Pro , 23. August 2017 um 13:45.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Bellinzonese
Tour Datum:21 August 2017
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Pizzo del Sole 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 726 m
Abstieg: 531 m
Strecke:8,62 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Basel - Erstfeld - Airolo; Bus 117 Airolo - Piotta, Funicolare; Funicolare Piotta - Piora
Kartennummer:map.wanderland.ch, komoot

Der erste Tag meiner zeitägigen Tessin-Tour. Sie führt mich ins Val Piora auf die Höhe der Seen von Ritom. Die ersten Höhenmeter erspare ich mir und nehme die Bahn von Piotta zur Stne. Piora. Wenn man aus dem Fenster schaut, glaubt man nicht, dass die Bahn die Steigung überwinden kann. Fast senkrecht hat es den Anschein. Die Bahn ist proppenvoll, alle wollen die Sonne genießen, die sich aber über den Tag hinweg sehr rar machte. Es ist kühl und es weht eine etwas stärkere Brise.

Kaum habe ich die Bahn verlassen, bin ich schon allein auf weiter Flur. Alle anderen nehmen den direkten Weg zum Lago Ritom, ich dagegen orientiere mich zum Rifugio Föisc. Da geht es auch gleich steil nach oben. Ich habe Zeit und lasse es langsam angehen.

Bis zur Höhe von 2300m führt der Weg durch den Wald, sehr angenehm. Dann erreiche ich offenes Gelände. Hier merke ich erstmals die steifere Brise, trotz allem kann die Jacke im Rucksack verschwinden.

Auf dem Weg nach Motoi treffe ich erstmals auf Waldarbeiter. Sie erneuern die Lawinenverbauungen, während ich die wunderbare Aussicht genieße - nach Norden zum Gotthard, nach Süden ins Tal des Ticino.
Immer weiter auf dem Wanderweg kommt bald das Rifugio Föisc ins Blickfeld, eine unbewartete Hütte, die sechs Schalfplätze hat.

Nach dem Besuch des Gipfelkreuzes und einer Pause mache ich mich auf den Abstieg zur Btta. di Föisc. Steil geht es abwärts. Da mir die Wegweiser etwas unortodox erscheinen, wähle ich den direkten Abstieg hinunter zu den Wegweisern in der Btta. Dabei kann ich die Kühe weiträumig umgehen, sie verhalten sich aber friedlich.

An der Btta. verlasse ich den Wanderweg und wähle die Spur im Gipfelhang.Sie führt mich hinauf zur Btta. del Camoghè. Sehr schmal geht es aufwärts, ein Fehltritt und ich lande direkt im Lago Ritom. Zum Ende hin auch noch ein paar Klettereinlagen, wobei die letzten Meter mit einem Seil gesichert sind. Jetzt noch um die etwas ausgesetzte Felsnase, dann ist die Steilheit fast vorbei.

An der Westflanke des Camoghè zieht sich der Weg entlang und der Blick bleibt am Laghetto dell' Alpe hängen. Welch schöner See auf über 2000m. Zum Schluss noch durch Blockgestein, dann erreiche ich bei P 2242 wieder den Wanderweg.

Nun folgt der Abstieg zum Lago di Tom. Teile des Weges sind mit feinem weißen Sand bedeckt, so tief wie am Meeresstrand. Den Lago die Tom sieht man schon von oben, aber er will einfach nicht näher kommen.

Am Ufer ist ein Bauernhof, den man umrunden muss, um wieder auf den Wanderweg zu stoßen. Jetzt geht es wieder aufwärts, bevor bei P 2077 der laaaange Abstieg nach Cadagno di Fuori beginnt. Auch hier ist der Lago di Cadagno schon im Blickfeld. In Cadagno mache ich dann eine Pause, aber es gibt keinen Kuchen mehr, das Resturant schließt.

Bis zu Capanna Cadagno sind es laut Wegweiser nur noch 55 Minuten. Diesen Weg lege ich breiter Schotterstraße zurück, die zum Passo del Sole führt.

In der Capanna Cadagno werde ich heute übernachten, um morgen den zweiten Teil meiner Tour unter die Füße zu nehmen. Die Cap. Cadagno kann ich wärmstens empfehlen, wunderschön, mit tollem Service und einem excellenten Essen. Da nur wenige Gäste anwesend waren hatte ich ein Zimmer für mich allein, was einen erholsamen Schlaf bedeutete.

Tourengänger: Mo6451

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