Falknis (2560m) - Hike&Bike von Maienfeld


Publiziert von Schneemann , 3. Juni 2017 um 23:19.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Prättigau
Tour Datum: 3 Juni 2017
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   FL 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 2100 m
Abstieg: 2100 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Auto bis nach Maienfeld (Ortseingang). Dann mit dem Velo grob in Richtung Heidi-Haus bzw. der Mountainbike-Strecke folgen. Ab den Wegweisern zur Enderlin-Hütte dann zu Fuss.

Die angeblich über 100 Falknis-Besteigungen des legendären Enderlin kann ich niemals toppen, aber  mindestens einmal im Jahr möchte ich doch gerne auf den Falknis - diesen wilden, alpinen und konditionell anspruchsvollen Riessen überm Rheintal. Dank der sonnigen Ausrichtung des Enderlin-Steigs, kann man die Tour schon recht früh im Jahr machen; man hüte sich aber vor Lawinenschnee in den heiklen Runsen-Querungen. Von Maienfeld knackt man die magische 2000 Höhenmetergrenze, für die man sich dann ein Extra-Bier am Abend gönnen darf. Pröstli!

Tour:
Mit dem Velo von Maienfeld (504m) erst entlang der ausgeschilderten Mountainbike-Strecke (die m.W. zum Luzisteig führt). Irgendwann folgte ich dann aber der guten Ausschilderung zur Enderlinhütte. Als der Forstweg ruppiger wurde wechselte ich dann auf den Fussanstieg... der Falknis ist sicher kein klassischer Hike&Bike Berg, weil es kein Talhascher ist. Aber am Abend ist man dennoch froh nicht die Strassen runter nach Maienfeld latschen zu müssen.

Der rot-weisse Wanderweg ist im unteren Teil stark bewachsen. Bald quert man den wilden Bach Lochrüfi. Danach geht's dann eigentlich nur noch steil weiter - eine Schweiss-Phobie sollte man bei der Enderlin-Route wirlich nicht haben. Es geht in unzähligen Kehren steil hinauf zur Enderlinhütte (1501m). Gut für die erste Pause, die ich mir aber wegen Sorge vor dem Abendgewitter einsparte ;)

Nach der Enderlinhütte wird der Pfad blau-weiss und immer steiler. Die Vegetation lichtet sich schnell und man steigt unter den beeindruckenden Felstürmen des Falknis auf. Diese Landschaft ist schon aussergewöhnlich. Immer wieder gibt's kleine Felsabsätze, die aber gut mit Seilen gesichert sind. Schliesslich fängt der Weg an unter den Felstürmen Richtung Süden zu queren. Diese Querungen sind ausgesetzt und verlangen Konzentration beim Gehen. Vor allem die Querungen von Bach-Runsen sind recht heikel - da wird der Pfad abschüssig und rutschig. Für mich klar die Schlüsselstelle ist die erste Runse - schon recht grenzwertig, aber zum Glück nur sehr kurz...

Nach diesen Querungen und einer kurzen felsigen Passage, steigt man wieder ein unschwieriges, grasiges Couloir hinauf bis zum Fläscher Fürggli (2248m). Dieser Anstieg ist aber wieder sehr steil und sehr zäh - den Falknis bekommt man nicht hinterhergeworfen.

Der Gipfelantieg vom Fürggli ist wieder rot-weiss markiert und eigentlich völlig problemlos. Allerdings hält sich hier der Schnee sehr viel länger. Um diese frühe Jahreszeit, also Anfang Juni, war der Aufstieg daher grösstenteils über Schneefelder - die im Abstieg aber knieschonend abesurft werden können. Der Gipfel des Falknis ist zwar eng, hat aber einen tollen Ausblick - die 2000m bis ins Rheintal sind einfach eindrucksvoll. Ich machte nur kurz Pause, weil ich wiederum keinesfalls in ein Gewitter geraten wollte...

Fazit:
Anstrengende und eher anspruchsvolle Tour auf einen abweisenden Klotz überm Rheintal. Der Anstieg ist schon recht rauh aber auch eindrucksvoll. So früh im Jahr war ich noch nie oben, wobei die Schneefelder im Gipfelbereich eigentlich ganz praktisch für den Absiteg sind. Hoffentlich nicht mein letzter Besuch auf dem grossen, wilden Falknis.


PS: Das GPS machte leider kurz vorm Gipfel schlapp...

Tourengänger: Schneemann


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