Gamsgrat-Ochsenkopf-Ruchberg-Bettlerjöchle ab Malbun (Liechtenstein)


Publiziert von erico Pro , 6. Januar 2017 um 20:03.

Region: Welt » Liechtenstein
Tour Datum:30 Oktober 2016
Wandern Schwierigkeit: T5+ - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: FL   A 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 1016 m
Abstieg: 1038 m
Strecke:12.15 Kilometer
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Rorschach (Schweiz)-Sevelen-Vaduz-Triesenberg-Malbun
Unterkunftmöglichkeiten:diverse in Malbun (LI)

Es ist der 30. Oktober 2016 und ich besuchte wieder einmal das „Ländle“ Fürstentum Liechtenstein. Ich hatte mir eine ganz besondere und anspruchsvolle Bergtour ausgesucht, über den Gamsgrat und den Ruchberg zum Bettlerjöchle. Weil die Sesselbahn am 30. Oktober bereits nicht mehr fährt, waren nur sehr wenige Touristen und Wanderer unterwegs. Zuerst ging es noch im Schatten den Normalweg hinauf zu der Bergstation Sareis, die auch schon geschlossen war.

 

Ab der Bergstation wird der Wanderweg sofort anspruchsvoller es geht nun im schönsten Sonnenschein an Bergkieferstauden vorbei zu einem steilen Geröllhang der gequert werden muss. Der Wanderweg ist teilweise mit gelben Strichen markiert und gut sichtbare Wegspuren sind bis zum Ochsenkopf auch meistens vorhanden. Nach der Geröllhang Überquerung geht es auf einem mit teilweise Gras bewachsenen steilen Geröllhang hinauf bis zum Anfang der Felsen. Über Felsen mit losen Felsbrocken geht es weiter bis zu einer Querung einer Felswand die zum Gamsgrat hinauf führt, - Schwierigkeit T4. Am Anfang vom Gamsgrat angekommen sehe ich bereits ein Ziel von mir vor Augen, der Ochsenkopf. Nach einem kleinen Abstecher über ein Grätchen zu einem Gipfelchen und einem Gleichgewichtstest auf diesem Gipfel, geht es weiter alles auf dem Grat bis zum Ochsenkopf.

 

Als ich auf dem Ochsenkopf angekommen bin waren bereits zwei Wanderer oben und ein Dritter kam noch hinzu. Wir habe uns eine Weile über die schöne Aussicht und über die auch schon bestiegenen Gipfel rund um den Ochsenkopf unterhalten. Nach einer kleinen Pause ging ich weiter alles auf dem Grat in die Richtung vom Bettlerjöchle. Der Weg vom Ochsenkopf zum Bettlerjöchle, zuerst bin ich alles auf dem Grat weitergegangen bis ich vor einer senkrecht abfallenden Felswand stand, ich bin zurück gegangen und bin den gelb markierten Normalweg nordwestseitig in Richtung Tal gefolgt, habe diesen Weg nach ca. 100 m nach rechts verlassen und bin weglos quer über eine steile rutschige Geröllhalde, mit Felsabschnitten dazwischen, wieder auf den Grat zurück gestiegen. Leider habe ich keine Fotos von der nördlichen Querung, ich hatte alle Hände voll zu tun und habe deswegen vergessen diesen eher schwierigen Teil zu fotografieren. Nach der nordöstlichen Querung der Felsen ging ich zuerst auf der Südseite einen steilen Grashang hinunter und wieder nach links zum Gratkamm hinauf. Immer praktisch auf dem Gratkamm gehend, geht es weiter bis zum Ruchberg. Ab dem Ruchberg zum Bettlerjöchle kommt der schwierigste Teil der Tour, zuerst ein Abstieg über einen brüchigen und rutschigen sehr steilen Felsabschnitt mit kaum Haltemöglichkeiten wo jeder Griff und Tritt sorgfältig überlegt und überprüft werden muss. Nachher habe ich einen falschen Weg gewählt und bin nicht geradeaus weitergegangen, sondern zwei immer steiler werdende nach südosten abfallende Fels-Geröllhang-Rinnen hinunter gestiegen. Ich musste mehrmals von einer Rinne zur Anderen wechseln, weil es einfach zu steil war um weiterzugehen, teilweise brüchiger Fels und rutschige Geröllhänge, dieser Weg ist nicht zu empfehlen und an eine Querung von der Rinne in Richtung Bettlerjöchle war nicht zu denken, dafür war es ein viel zu steiles Gelände. Unten am Fuße der Rinne angekommen musste ich über einen steilen Grashang zum Bettlerjöchle hochsteigen. Es war eine total falsche Wegwahl aus der ich nur lernen kann. Oben auf dem Bettlerjöchle angekommen bin ich ins Tal abgestiegen und über den Wanderweg am Sassförkle und an den Weierböda vorbei zurück zum Ausgangspunkt Malbun gewandert.

 

Es war eine schöne anspruchsvolle Tour, von Malbun bis Sareis war es ein einfaches aber teilweise auch steiles Gelände, T2, das ab dem Restaurant Sareis bis zum Ochsenkopf anspruchsvoller wurde, T4, der weglose Teil vom Ochsenkopf bis zum Bettlerjöchle wird je nach Routenwahl immer anspruchsvoller, meine Routenwahl inkl. dem Fehler, T5+. Im weglosen felsigen Gebirge hängt viel von der Routenwahl ab, dieses mal hatte ich die falsche Routenwahl getroffen, das nächste Mal muss ich mir dafür mehr Zeit vor Ort nehmen und bessere Vorabklärungen machen.

 

Viele Grüß
erico


Tourengänger: erico

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