Bocksberg (1461m) via Wassermannweg und Fensterliwand-Steig


Publiziert von QuerJAG , 17. Dezember 2016 um 18:17.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Bregenzerwald-Gebirge
Tour Datum:17 Dezember 2016
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 1150 m
Abstieg: 570 m
Strecke:14km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖPNV
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖPNV

Sehr schöne, anspruchsvolle Tour über wenig bekannte, gut gepflegte Wege von Dornbirn, Gütle, zum Bocksberg, 1461m, und weiter ins Ebnit.

Der Weg startet in Dornbirn, Gütle. Durchs Rappenloch hoch zur Rappenlochbrücke, vor dieser dem Güterweg nach rechts folgen. Diesen später nach links verlassen und dem dann folgenden Güterweg bis zum Ende folgen (Wasserkraftanlage). Dort den Weg nach rechts verlassen und der deutlich erkennbaren Wegspur entlang. 

Bald darauf ist der Einstieg in den wirklich tollen Wassermannweg (T3+, I) erreicht: Der immer ausgesetzte, oft mit Seilen versicherte Weg verläuft auf einem Band unterhalb der Felsen mit phantastischen Tiefblicken in die Schaufelschlucht. Der Weg hat ein paar Leitern und ist sehr gut gepflegt (Klettergebiet). Etwa auf halber Strecke ist rechts der Abzweig zur Spätenbach-Alpe (ausgeschildert, aufpassen!). Nach diesem gibt es zwei einfache, gut gesicherte Kletterstellen zu überwinden - die "Schlüsselstelle" (mit Eisentritten entschärft) ist kurz vor dem Ausstieg aus der Schlucht.

Bei der Spätenbach-Alpe dann der Ausschilderung Richtung Schuttannen folgen, später Richtung Ebnit Hackwald abbiegen. Diesen Weg bald nach rechts verlassen und erneut Richtung Schuttannen (markiert) wandern. Kurz vor Schuttannen den Güterweg nach links verlassen und dem ruppigen Fahrweg hoch folgen. Diesen bald nach links verlassen und einem meist gut erkennbaren Pfad bis zum Ende eines andern Güterwegs folgen.

Hier beginnt der Fensterliwand-Steig (T4+, I): Der anfangs schlecht erkennbare Pfad führt links von der Rinne (nicht in der Rinne) steil hoch. Er ist bald gut zu erkennen - schnell werden die Hände zum Hochkommen gebraucht. Das wirklich beeindruckende "Fensterli" ist kurz darauf erreicht, rechter Hand sind allerlei Info-Tafeln angebracht - ab hier ist der Weg sehr gut gepflegt und markiert. Zunächst geht es unter dem Felsenfenster hindurch und dann rechts davon hinauf. Darauf wird das Fenster überklettert - die schwierigste (versicherte) Stelle ist in der Mitte des hier schmalen Felsenbogens bei einem Bäumchen, das umgangen werden muss (hier musste ich kurz "tief durch schnaufen"). Anschließend geht es steil mit leichten Kletterpassagen hoch (Achtung! kurz nach einem Wegweiser der nachts rechts weist, führt der Weg gleich hinter diesem über eine Felsstufe nach oben - nicht den Spuren nach rechts folgen). Kurz darauf kann ein kurzer, lohnenswerter Abstecher zum Fensterlikopf mit seiner tollen Aussicht mitgenommen werden. Die Schlüsselstelle kommt gleich danach: hier gibt es eine leicht abdrängende, ausgesetzte Passage ohne Seilsicherung (ein Felsen ragt etwas in den schmalen Weg hinein) - das war für mich die unangenehmste Stelle (T5-). [2017-06-24: Die abdrängende Passage kann oberhalb - mit rotem Punkt markiert - leichter umlaufen werden.] 

Bald darauf wird der weiß-blau-weiß markierte Weg zum Bocksberg (1461m) mit seinen drei Leitern erreicht (T3). Nach dem Gipfel mit seiner phantastischen Aussicht über den markierten Wanderweg und die schöne Bocksberg-Alpe mit ihrem netten Alpbauer ins Ebnit hinunter.

Teilweise sehr steiler Anstieg. Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und gelegentlich Orientierungsvermögen erforderlich. Wege oft ausgesetzt mit ein paar unangenehmen, abdrängenden Stellen. Einfache, gut gesicherte Kletterpassagen. Nicht bei Nässe! Nur aufwärts gehen!
http://www.vol.at/mutter-und-kind-kommen-am-bocksberg-in-alpine-notlage/4791775


[Die Rappenlochschlucht und die Wanderwege im Bereich des Bocksbergs sind im Winter wg. Lawinengefahr gesperrt.]

[Die 2. Gps-Datein enthält einen alternativen Zu- und Abstieg zum Fensterliwandsteig von Schuttannen aus.]

Tourengänger: QuerJAG


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