Vom Ortler zu den Alpi Orobie Valtellinesi 3)


Publiziert von goppa , 18. Februar 2009 um 01:40.

Region: Welt » Italien » Lombardei
Tour Datum: 9 März 2006
Ski Schwierigkeit: ZS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 1 Tage
Aufstieg: 1125 m
Abstieg: 1125 m
Strecke:Ca Pizzini 1041m - Alpe del Druet 1812m - (Pesciola 2344m)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Arigna 814m
Kartennummer:Compass 93 + 104 Foppolo-ValleSeriana

Mittwoch, Valle d’Arigna, 2085m, Schidepot (LO26, 1125 hm, >3:27, <0:30)

Letzte Nacht hat sich leichter Schneeflaum auf die Landschaft gelegt. Heute fahren wir hinunter ins Tal der Adda, nach Westen in Richtung Sondrio und zweigen nach kurzer Fahrt ab, bergwärts ins Valle d’ Arigna. Mit unserer mentalen Unterstützung schafft es Franz mit Bravour, trotz dem im letzten Abschnitt vereisten Weg, bis zum Kraftwerksgelände der Edison-Stromgesellschaft auf 1041m, wo wir das Auto einsam zurücklassen. 10:00 Uhr. Eine Wandertafel macht auf die Schönheit des Parco delle Orobie Valtellinesi aufmerksam. Wir sehen einige alte Schispuren, diese Tour scheint recht beliebt zu sein. Anfangs steigen wir auf einem verschneiten Weg höher, neben uns stürzt der Fluss Armisa durch die enge Schlucht talwärts. Bald erreichen wir sanft kupiertes Almgelände, ein Kranz steiler, felsiger, bis über 3000 Meter hoher Bergspitzen umgibt das weite Hochtal hinter der Bte. Michelini auf cirka 1500m. Unsere Tour führt uns über die tief verschneiten Wiesenhänge immer höher hinauf. Wir spuren im Neuschnee vorbei an der Alpe del Druet, bis wir uns in knolligem Lawinenschnee unter nun steileren Hängen besinnen und nach einer machbaren Alternative umsehen. Siebzig Meter tiefer entdecken wir im Waldsaum einen steilen Hohlweg, durch den wir sicher auf unseren 2085 Meter hohen Schigipfel unterhalb des Pesciola (2344m) gelangen. Nach cirka 3 ½ Stunden ist es Zeit für einen Mittagssnack! Schließlich fängt es ganz leicht zu schneien an, um 14:00 Uhr fahren wir wieder ab. Anfangs mit Jauchzen durch knietiefen Pulverschnee, ab 1500m auf der tragenden Schneedecke und schließlich über den steilen Aufstiegsweg, manchmal durch die Sträucher, bis zum Auto. Bei der Heimfahrt kehren wir in einer stilechten Pizzeria in Sazzo ein. Bereits unter der Tür empfängt uns Gitarrenspiel und Gesang. Der Gittarist singt für unseren Doc noch „Brüderlein fein“, wir beschließen die herrliche Tour mit Pasta Carbonara, einigen erfrischenden Bierchen und für mich etwas zu viel Grappa barrique!!

Als wir um 19:00 Uhr endlich wieder in unserer Pension eintrudeln, hat sich unsere Wirtin schon ernsthafte Sorgen um uns gemacht und ich lasse das Abendessen ausfallen.
Am nächsten Tourentag:
www.hikr.org/tour/post11460.html


Tourengänger: goppa

Galerie


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