Vom Ortler zu den Alpi Orobie Valtellinesi 4)


Publiziert von goppa , 18. Februar 2009 um 01:57.

Region: Welt » Italien » Lombardei
Tour Datum:10 März 2006
Ski Schwierigkeit: ZS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 1 Tage
Aufstieg: 1220 m
Abstieg: 1220 m
Strecke:Fletta di Sopra - Piz Tri 2308m,
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Malonno - Loritto
Kartennummer:Kompass 94 Edolo-Aprica

Donnerstag, Piz Tri, 2308m, (LO27+28, 1220 hm, >3:22, <0:45)

Die Sonne empfängt uns nach einem opulenten Frühstück. Die Fahrt geht Richtung Osten nach Edolo, beeindruckt stehen wir vor den Bergen der Adamellogruppe. Wir möchten heute aber mit unseren „Brettern“ den östlichsten Gipfel der Orobischen Alpen besteigen. Die nordseitige Auffahrt über die vereiste Straße ist jedoch nicht möglich, weshalb wir weiter Richtung Süden bis Malonno fahren, eine halsbrecherisch steile, enge Straße durch den Ort wählen und nach dem Dörfchen Loritto vor dem Psso. del Fletta beim ersten Schnee auf 1100m parken. Die frühlingshaften Temperaturen hier an den Südhängen des Gebirgszugs haben die Schneedecke schon arg dezimiert. Um 10:30 fellen wir im Funktionsshirt von Weiler Fletta di Sopra durch den anfangs feuchten sulzigen Schnee in angenehmer Steigung den Höhenrücken hinauf. Nach einiger Zeit gelangen wir in den Wald, hier liegt stellenweise noch Pulverschnee und bald kleben dicke Stollen an unseren Tourenfellen. Ich bin froh, dass mir Franz seine Ersatzfelle leiht. Auch Charly hat seine Reservefelle aufgezogen und steigt bereits weit vor uns den Gipfelhang hoch, als wir auf Gerald und Christian treffen, die ihre Tourenfelle in der Sonne trocknen lassen. Nach knapp 3 ½ Stunden erreichen wir den 2308 Meter hohen Gipfel des Piz Tri und genießen eine Flasche Rotwein und die ungehinderte Aussicht auf die 3000er der Adamello, den Blick nach Süden ins Val Camonica und auf die Ausläufer der Bergamasker Alpen. Obwohl die Sonne scheint, zieht ein eisiger Wind durch die Gipfelfelsen, und treibt uns wieder ins Tal. Zugegeben, der Schnee war an diesem letzten Tourentag nicht optimal und die Abfahrt stellenweise etwas holprig, aber es ist schön, wenn man im März bereits so intensiv den Frühling fühlt.

Noch einmal haben wir in unserem Hotel das Vergnügen eines abendlichen Schlemmermenüs mit Minestrone, Pasta, gegrillten Kaninchenschenkeln mit gedünstetem Gemüse, Piccata mit Kräuterkartöffelchen und abschließendem süßen Dolci.

 

Freitag, 11. März 2006, Heimfahrt über Tirano, durchs Puschiavo über den Berninapaß, vorbei an Pontresina ins mondäne St. Moritz, Silvaplana und über den Julierpaß nach Bivio zum Mittagessen, wo wir uns köstlich mit der Kellnerin aus Kärnten wegen dem von ihr erwarteten Musikanten-Quintett amüsieren.

 

Eine ereignisreiche und harmonische Schitourenwoche mit Klasse-Bergkameraden geht zu Ende.
So hat' begonnen:
www.hikr.org/tour/post11457.html


Tourengänger: goppa

Galerie


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