Uina Schlucht 2|2


Publiziert von Mo6451 Pro , 25. August 2016 um 00:30.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Unterengadin
Tour Datum:24 August 2016
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Lischana Gruppe   CH-GR 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 535 m
Abstieg: 1915 m
Strecke:17,37 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bus 923 Sur En - Scuol Tarasp; RhB Scuol-Tarasp - Landquart; cff logo Landquart - Basel
Kartennummer:map.wanderland.ch

Früh um sechs begann heute der Tag. Vor mir lag ein langer Weg, um kurz nach sieben machte ich mich auf den Weg. Auch einige Andere waren startklar, zwei junge Männer wollten auf den Piz Lischana und die beiden Älteren über den alpinen Weg nach S-Scharl.

Ein kurzer Abstieg von der Hütte, da steht dann der Wegweiser nach Sur En. Zuerst aber wartet die Passhöhe knapp unter 3.000m. Der Weg ist gut markiert und bei dem schönen Wetter sind auch immer Spuren zu erkennen.

Bis zum Pass hinauf sind zwei größere Kletterstellen zu überwinden, mit guten Griffen und ebensolchen Tritten. Aufpassen muss man trotzdem, ein Sturz würde böse enden. Bei P 2976 zweigt der unmarkierte Pfad auf den Piz Lischana. Oben auf dem Gipfel sehe ich die beiden jungen Männer, die sich gerade an den Abstieg machen. Es gibt aber am Grat einige ausgesetzte Stellen, so die beiden jungen Männer. Für mich kommt die Besteigung nicht in Frage, zu lang ist mein heutiger Weg.

Kurz vor dem Pass und am Pass selbst stehen zwei große Steinmänner auf einem schönen Plateau. Bei P 1954 Fuorcula da Rims zweigt auch der wbw Weg zur Alp Sesvenna ab. Mein Weg führt weiter nach Osten teilweise mit steilen Abstiegen durch Geröll und Felsen. Die Felsen sind scharfkantig, so dass ich mir an einer Stelle eine blutige Hand hole. Da ist es doch besser, einen Handschuh anzulegen.

Bei meinem weiteren Abstieg stoße ich erstmals auf etliche Edelweiß, die noch in voller Blüte stehen. Die Murmeltiere höre ich nur, sie sind immer schnell verschwunden.

Der Abstieg durch die Felsen, vorbei an den Seen Lai da Gonda Grossa und Lais da Rims zieht sich in die Länge. Immer wieder sind steile Felsstufen zu überwinden, dabei ist der feine Schotter recht hinderlich, es rutscht so schön. Letztendlich erreiche ich doch Gross Lager und die Alp Sursass. Die Kühe haben nur ihre Spuren hinterlassen, die Schafe habe ich schon vorher in den Felsen gesehen.

Ich befinde mich nun auf dem Nationalpark Panoramaweg, der direkt zur Uina Schlucht führt. Es geht stetig abwärts, der Weg verengt sich und bald stehe ich am Beginn des Schluchtweges. Das nun folgende Phänomen ist mir nicht erklärlich. Ich begehe die Schlucht von Süden nach Norden, also bergabwärts. Mir entgegen kommen viele Leute, die meisten mit einem Mountainbike an den Händen. Das Fahren duch die Schlucht ist verboten, das Bike muss getragen oder geschoben werden. Warum in Gottes Willen tragen sie das Bike durch die Schlucht um es anschließend wieder nach unten zu tragen. Das verstehe ich nicht.

Der Schluchtweg ist schon sehr beeindruckend, die Bilder sagen mehr als Worte. Am Ende der Schlucht beginnt dann der langeAbstieg nach Sur En. Der Weg will kein Ende nehmen und verläuft häufig an der Sonne. Bei Uina Dadaint lege ich eine längere Pause ein und gönne mir einen Teller mit leckerem Alpkäse. Hier treffe ich noch einmal die beiden jungen Männer, die sich gerade aufmachen nach Sur En.

Der Weg folgt nun immer dem Bach, der sich teilweise tief in den Fels gegraben hat. Jeder Abstieg hat einmal ein Ende und irgendwann erreiche ich Sur En. Auf dem Bus muss ich noch eine lange Zeit warten, ich suche ein schattiges Plätzchen, es gibt aber keins. So kühle ich mir häufiger Hände und Gesicht am Dorfbrunnen. Eine lange, aber sehr interessante Tour geht hier zu Ende.

Tour solo.

Tourengänger: Mo6451


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