Monte Sobretta 3296m


Publiziert von Cubemaster , 6. Oktober 2015 um 19:13.

Region: Welt » Italien » Lombardei
Tour Datum:21 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 650 m

An diesem Tag war mal wieder eine Erholungstour fällig und meine Wahl fiel auf den Monte Sobretta. Ich fuhr also nach Santa Caterina Valfurva und nahm dort die Seilbahn. Diese fährt recht ungewöhnlich über eine Kuppe hinüber und auf der anderen Seite wieder hinunter. Man könnte (zumindest bei der Bergfahrt) auch am höchsten Punkt aussteigen, das erschien mir aber nicht besser als ganz am Ende auszusteigen , da man die gewonnenen 50 bis 100 Höhenmeter durch längere Wegstrecke bezahlt.

Von der Seilbahnstation aus folgte ich zuerst einem mit kleinen Schildern markierten Weg in westlicher Richtung. Dabei zeigten die Pfeile für mich immer in die falsche Richtung, da der Weg wohl so gedacht ist, dass man am höchsten Punkt der Seilbahn aussteigt und hinunterläuft. In der Nähe eines kleinen Sees verläuft der Weg immer mehr Richtung Norden. Dort machte ich auf der Wiese einige Steinmännchen aus und folgte ihnen weiter Richtung Westen. (Die ersten Steinmännchen waren, obwohl sie recht groß sind, gar nicht so einfach zu finden, da das Plateau einfach riesengroß ist. Natürlich muss man ihnen nicht folgen, da man quasi überall gehen kann, es ist aber doch sinnvoll weil man ansonsten fast zwangsläufig einige unnötige kleinere Gegenanstiege mitnehmen würde.)

Hat man die Route einmal gefunden, kann man sie eigentlich nicht mehr vefehlen, es gibt massig Steinmännchen. Zuerst geht es noch über hügeliges Wiesengelände, später geht es immer mehr in Geröll über. Ein größerer Geröllhang wird auf einer kleinen Steigspur von rechts nach links ansteigend gequert. Oben angekommen läuft man über ein großes Plateau bis unter den Gipfelhang. Hier gab es keine vernünftige Steigspur mehr und man kommt nicht umhin, doch noch etwas durch loses Geröll aufzusteigen. Das war aber auch ganz gut machbar und dauerte nicht allzu lange.

Bei bestem Wetter erreichte ich das große Gipfelplateau. Ganz rechts an der Kante steht das Gipfelkreuz, etwas weiter links ist der höchste Punkt, der nicht weiter markiert ist. Ich blieb ca. eine Stunde oben und genoss bei angenehm warmen Temperaturen den Tag. (Sonst habe ich selten Gelegenheit zu so einer gemütlich Gipfelrast!) Während dieser Stunde entstanden mehrere Großprojekte, die ich inzwischen auch erfolgreich durchgeführt habe. (Monte Cassa del Ferro und Cima de Piazzi!)

Der Abstieg war schließlich schnell erleidigt und ich erreichte bei aufziehenden Unwettern noch rechtzeitig das Restaurant an der Seilbahnstation, wo ich den Tag mit einer guten italienischen Pasta abrunden konnte.

Bemerkungen zur Tour: Ein wirklich einfacher, hoher 3000er, den man quasi familienfreundlich mit Seilbahnunterstützung bequem an einem Tag machen kann. Dass es keinen markierten Weg gibt ist nicht weiter schlimm, da das ganze Gelände bis auf den kurzen Gipfelhang gut zu begehen ist. Die Tour ist also insgesamt auch für weniger erfahrene Wanderer zu empfehlen, solange man auch bei guten Bedingungen nicht vergisst, dass man sich im Hochgebirge befindet und ein gewisser Orierentierungssinn vorhanden ist. (Bei gutem Wetter kein Problem, aber das Plateau ist wirklich verdammt groß und bei Nebel könnte es schon mal schwierig werden.)

Bemerkung 2017: Ich war diesen Sommer noch einmal auf dem Monte Sobretta, diesmal mit meiner Freundin Marie. (Interessanterweise gab es genau wie damals ein kräftiges Unwetter, wir waren aber auch diesmal rechtzeitig am Restaurant.) Gegenüber der Tour 2012 sind mir ein paar Änderungen aufgefallen:
1. Der Weg ist unten nicht mehr mit kleinen Holzschildern, sondern mit farbigen Stangen markiert.
2. Es gibt jetzt ein neues Schild, welches den Beginn des Wegs anzeigt. Es steht unmittelbar südwestlich des kleinen Sees (Laghetto dell Alpe) am Beginn des Wegs Richtung Passo dell Alpe.
3. Durch den Gipfelhang hat sich inzwischen eine gute Spur gebildet, wodurch der Weg nochmal etwas einfacher wird (T3).

Tourengänger: Cubemaster


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