Sprint auf das Breithorn


Publiziert von MunggaLoch , 13. September 2008 um 14:42.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:11 September 2008
Hochtouren Schwierigkeit: L
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS   I 
Strecke:Bergstation Chli Matterhorn - Breithorn Gipfel - runter - Gobba di Rollin - zurück - Chli Matterhorn - Gletscherpalast
Unterkunftmöglichkeiten:Ich kann das "Antika" in Zermatt empfehlen. Es gibt ein 3* Antika und ein 2*. Im 2* gibt es ein paar Doppelzimmer mit keiner Aussicht (50 CHF pro Person und Nacht) und mit wenig Aussicht (55 CHF) Das Hotel liegt ca. 10-15 Gehminuten vom Bahnhof entfernt und im Preis ist das Frühstück und der Wellnessbereich (nicht riesig aber ausreichend, 1x Sauna, 1x Dampfbad, 1x Wirlpool) dabei.

Ebenfalls im Plaisir Alpin ist das Breithorn drin. Wie das Allalinhorn recht einfach eingestuft. Das Breithorn gilt als der einfachste 4000er. Ist mir eigentlich egal, wir haben uns trotzdem angeseilt. Was wiederum sehr viele andere nicht gemacht haben. Wobei wir hier auch weniger Gletscherspalten sahen. Ok, gesehen haben wir sowieso nichts, aber dazu komme ich gleich.

Gestern war ein Erhol- und Voltaren-Tag angesagt. Das Wetter wollte sowies nicht wie wir. Zuerst war geplant, dass wir auf das Stellihorn gehen. Aber der Himmel war verhangen und im Laufe des Tages begann es auch zu regnen. So wechselten wir nur das Domizil und hüpften dazu ein Tal weiter, nach Zermatt.

Heute morgen war das Wetter auch nicht so strahlend wie wir dachten oder zumindest erhofften. Die Japaner auf alle Fälle warteten gespannt auf den freien Blick aufs Matterhorn, bevor die ganze Gesellschaft abreisen musste. Dieser Blick blieb heute jedoch verwehrt.

Wir machten uns los auf die erste Bahn, welche um diese Jahreszeit erst um 8.30 Uhr fährt. Was uns aber gestern nicht gesagt wurde, dass um 7 Uhr schon eine fährt, aber nur so halb-offiziell. Ja nu...

Wir hatten es dann doch nicht so eilig wie andere. Ihr glaubt es nicht, da gab es Leute, die den Klettergurt schon bei der Talstation an hatten. Aber hallo? Man könnte auch einfach etwas schneller laufen, wenn man unbedingt früher auf dem Gipfel sein will!

Die Sicht wurde immer schlechter, je höher wir kamen. Vielleicht hätte ich den Klettergurt auch schon anziehen sollen? ;-) Beim Verlassen der Bahnstation war das Breithorn jedenfalls schon in Nebel gehüllt. Von einem herunterkommenden Berggänger erfuhren wir eben auch, dass es schon eine 7-Uhr-Bahn gegeben hätte. Und die Sicht noch besser war, was wir ja selber sahen. Ja nu...

Der Aufstieg hier war es gar nicht wie am Allalinhorn. Es hatte noch viel mehr Leute! Aber die Wegspuren waren so breit, dass sich gut zwei Seilschaften kreuzen konnten, während diese je noch von einer anderen Seilschaft überholt wurden ;-)

So ab der Mitte trennte sich auch hier die Spreu vom Weizen. Auch mit neu leuchtender Ausrüstung der Mammut Extrem Serie muss man halt selber laufen ;-) Die einen Keuchten wie die Wilden, den anderen ging es nicht schnell genug. Wir erreichten in guter Zeit (ich weiss, es ist kein Rennen) den Gipfel.
Wobei ich zuerst gar nicht merkte, wo der Gipfel wirklich ist. Man sah ja nichts. Und Gipfelkreuz ist auch keins da. Aber das GPS meinte, wir seien wirklich oben.

Runter gings auch hier recht schnell. Aber so wirklich gefordert wurden wir durch das Breithorn noch nicht. Auch nicht mit dem Nebel. So machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Gobba di Rollin. Dies ist wohl die höchstgelegenste Trafostation der Schweiz ;-) Es kommen hier zwei Skilifte zusammen und helfen den Skifahrern ein paar Höhenmeter zu überwinden.

Das reichte dann auch für uns. Denn für auf den Gipfel des kleinen Matterhorns sind dann später keine Bergschuhe mehr nötig (wie uns japanische Gäste in offenen Halbschuhen demonstrierten). In der Bergstation der Bahn gibt es einen Lift (Personenlift, nicht Skilift), der uns Leute praktisch auf den Gipfel rauf fährt...

Und die höchstgelegenste Gletschergrotte Europas besuchten wir auch noch, nachdem wir am Allalin die grösste Gletschergrotte besucht haben. Oder war es umgekehrt? Nein, dies sicher nicht, aber vielleicht nicht nur von Europa. Keine Ahnung mehr. Auf jeden Fall glich die Gletschergrotte hier eher einer Baustelle, als einer Touristenattraktion...

Eine grosse Baustelle gibt es auch bei der Bergstation selber. Hier wird ein neues Restaurant gebaut. Im Moment gibt es keines. Nur einen Container, der mit Snackbar angeschrieben ist. Allerdings erinnert neben dem arktischen Wetter auch die Form dieser Snackbar eher an einen Expeditionscontainer in der Antarktis...

Alles in allem war auch dies ein gelungener Tag mit nicht so schönem Wetter und einem nicht allzu schwierigen Gipfel.

PS: Die GPS Daten dieser Tour könnten bei mir nachgefragt werden.


Tourengänger: MunggaLoch, Elju


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Kommentare (1)


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tschiin76 hat gesagt:
Gesendet am 19. Februar 2012 um 15:44
herrlicher Bericht, ganz MunggaLoch-like...;)


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