COVID-19: Current situation

Gassenfurggel-Zeinenfurggel-Bösbächirus


Published by Dolmar , 13 January 2014, 22h47.

Region: World » Switzerland » Glarus
Date of the hike:12 January 2014
Mountaineering grading: PD+
Ski grading: D+
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GL   Glärnischgruppe 
Time: 9:30
Height gain: 1660 m 5445 ft.
Height loss: 2550 m 8364 ft.

Wetter gut, Lawinenbericht auch, nur wo ist der Schnee ?.
Irgendwie bin ich in der letzten Zeit verdammt gerne in den Glarnern unterwegs.
Da sticht mir ein Tourenbericht von Amortis in Auge. Aufstieg durch die Bösbächirus.
Und von meiner letzten Tour auf den Näbelchäppeler hat man so schön zum Bös Fulen rüber gesehen, wo sich eine schöne Abfahrtslinie unter der Nord-Ostwand des Fulen beginnend entlang der Gassenstöcke ins Zeinentäli zieht. Also muß das ganze nur verbunden und gemacht werden.

Mit meinem Zeitmanagement hab ich mich etwas überschätzt.

Mit der Bahn hinauf ins i.P. schneefreie Braunwald, am Selbengrat sehe ich dann erstmal die Bösbächirus in der Sonne glitzern, und hab etwas bedenken ob ich bei der geringen Schneelage überhaupt mit Brettern runter komme. 
Start: um 9:00 Uhr am Selbengrat.
Kurze Abfahrt auf der Piste und dann recht bald auf höhe Öxberg angefellt und nach links über den Flueberg hinunter nach Siwellen im Bächital.   
Wiederanstieg zur Gassenfurggle anfangs noch auf den Brettern bis P.2148. Danach wird`s nicht nur zu aper sondern auch zu steil und zu eng in der Runse welche zur Furggle hinauf zieht.
Also Eisen dran und in gutem nur oberflächlich weichem Schnee steil in der Runse hinauf. Die Sonne brennt mir kräftig  auf den Rücken bzw. treibt mir den Schweiß aus den Poren. Verhältnisse wie man Sie im Frühjahr kennt. Eine schneefreie Stelle in der Runse erfordert kurz erhöhte Aufmerksamkeit.
Nach genau 3 Std. die Gassenfurggle erreicht.

Zeitmanagenmt noch im grünen Bereich

Bei Windstille hier eine Jause eingelegt. Da der weitere
Tourenverlauf die längste Zeit im Schatten sein wird macht das Sinn.

Kurze Abfahrt zum hinter Gassenstock hin, dem logischen Gang entsprechend. Wiedergegenanstieg hinauf unter die Felswand des Bös Fulen.
Das Gelänge ist hier oben noch angenehm geneigt (35-40° Grad), weiter unten wo`s auch enger wird.
Wird`s dann aber doch deutlich steiler bis hinab ins Zeinentäli dürfte es im Schnitt 45° Grad sein, stellenweise auch mehr. Hervoragender Schnee angetroffen von leichtem Pulver bis leicht tragende Schneedecke.
Der Gegenanstieg hinauf zur Zeinenfurggle zieht sich dann und wird auf den letzten Metern recht kräftezehrend. Etwa die letzten 50 Meter müssen die Bretter wegen Schneemangel wieder getragen werden.

Die Zeinenfurggle erst um 15:15 erreicht, so langsam wird`s eng mit meinem Zeitmanagement.

Rasanter Abfahrtsbeginn an der Furggle hinab zum Bächifirn, das sind auf den ersten Metern
aufgrund der Schneewächte gut 48 ° Grad.
Um zum oberen Ende der Bösbächirus zu gelangen ist nochmal ein Gegenanstieg in tiefem Pulverschnee in einer von Osten nach Westen ziehenden Schleife unter der Nordflanke des Vorderchammstock`s. nötig.

Bösbächirus um 16:00 Uhr erreicht, Zeitmanagement ade. Der Sessellift vom Bächital hinauf zum Selbengrat schließt im 16:00 Uhr. 

Grad egal nochmal pausiert, den letzten Tee mit zwei Zigaretten genossen, und dann in der nun schattigen Bösbächirus hinab.
Mit Hilfe des Foto`s welches ich vom Selbengrat aus gemacht habe weitgehend die Orientierung zwischen den Felsstufen ausgemacht. Der Schnee in der Rus war mittlerweile wieder hart gefroren, was eine ziemlich ruppige Abfahrt ergab.

Für den Aufstieg zum Selbengrat hatte ich mir die Piste ausgedacht, die war dann aber doch stellenweise steiler als gedacht, vor allem sind des späten Abend`s auch noch Pistenbulli`s unterwegs. Jedenfalls nach mühevollem Aufstieg um 18:00 Uhr bei Mondlicht den Selbengrat erreicht.

Zeitmanagement total überschritten, um 18:00 Uhr ist Nacht.

Mit Stirnlampe und Mondlicht über die Piste hinunter nach Braunwald. 

Hike partners: Dolmar


Gallery


Slideshow Open in a new window · Open in this window


Comments (2)


Post a comment

Sent 14 January 2014, 11h17
Das nenn ich mal eine Abwechslung zu all den Berichten über Stotzigen Firsten, Rütistein etc!

Dolmar says: RE:
Sent 14 January 2014, 18h29
Hoi, Bergamotte,
auf der Suche nach dem Schnee verirrt mann sich in einsame Ecken, und wenn die sich dann noch als prächtige Abfahrten herausstellen.
Ist die Welt doch in Ordnung.

Gruß
Markus


Post a comment»