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Holzgauer Wetterspitze (2895m) und Feuerspitze (2852m) - Bike & Hike von Stockach aus


Published by Andy84 , 23 August 2013, 01h17. Text and phots by the participants

Region: World » Austria » Nördliche Ostalpen » Lechtaler Alpen
Date of the hike:22 August 2013
Hiking grading: T4+ - High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Mountain-bike grading: PD - Moderate
Waypoints:
Geo-Tags: A 
Time: 7:00
Height gain: 2250 m 7380 ft.
Height loss: 2250 m 7380 ft.
Maps:3/3 AV Lechtaler Alpen

Holzgauer Wetterspitze:
Wohl der schönste Berg der Lechtaler Alpen, vorallem von O und N gesehen ein eleganter Turm aus dem festen Oberrätkalk mit Fels bis zu 450m Höhe.Zum Namen <Wetter>spitze: An diesem so hohen Gipfel bleiben bei einer Wetterverschlechterung als erstes die Wolken hängen.

Feuerspitze:
Einer der wenigen ganz großen Berge der Lechtaler ALpen, der sich  dank eines Steiges leicht erreichen lässt. Auf der S-Seite eine auffallende Schutt-Abdachung, im N steile brüchige Wand, geologisch vielgestaltig mit auffallend roten Hornsteinschichten --> Name
          (Auszug AVF)


Heute ging es endlich mal höher hinaus im Lechtal. Die Holzgauer Wetterspitze war die auserwählte.
Dieser aufällige Zacken ist mir schon oft ins Auge gestochen und heut war er endlich mal fällig.

Los ging es mit dem Bike in Stockach. Dort gleich mal ein kleiner Schock. Die Wetterspitze ist mit 6 Stunden angeschrieben. Aber diese Zeiten stimmen für einen fitten Wanderer eh meistens nicht.
Nach ein paar Meter ins Tal hinein geht es dann auch gleich steil zur Sache, da werden die Muskeln gleich mal richtig aufgewärmt.
Nach gut 25 Minuten erreichen wir auch die Steintunnel die zur Sulzelalm führen. Schon ne wilde Sache,  stockdunkel und wie ne Tropfsteinhöhle von innen. Kurzzeitig brauchen wir auch das Handylicht weil gar nichts mehr zu sehen ist.
Weiter geht es dann gemütlich zur schönen Sulzelalm, die wir rechts liegen lassen und etwas weiter zur Ronigalm fahren, wo wir dann unsere Bikes deponieren. Im Nachhinein hätte man auch locker weiter bis zur Materialseilbahn fahren können, aber egal.
Die Frederik-Simms-Hütte ist nun schon von weitem zu sehen, allerdings ist es schon noch ein gutes Stück bis dahin.
Was uns beim Aufstieg durchgehend ins Auge sticht ist der äußerste Zacken der Drei Festen. Ein richtig spitzes Teil, nicht umsonst einer der schwersten Gipfel im gesamten Lechtal.
Auf der Simms-Hütte wird dann erstmal ein kurzer Früh-Schoppen eingelegt und dann geht es auch schon weiter hinauf. Immerhin haben wir heute ja noch einiges vor.
Zunächst geht es noch durch bunte Wiesen hinauf, doch schon bald wechselt der Weg ins feine Geröll hinein.  Auf gut 2500m kommen wir dann an eine Abzweigung und wir folgen dem Weg gerade hinauf in Richtung Holzgauer Wetterspitze. Dabei treffen wir auf Ute, eine nette Frau aus Dresden die gerade vom Kaiserjochhaus kommt und auf dem Weg zur Simms-Hütte noch die Wetterspitze mitnehmen will.
Gemeinsam geht es nun hinauf auf dem schmalen Weg durchs Geröll zum Fallenbacher Joch und dann weiter zum Gipfelaufbau der Wetterspitze. Hinter uns zeigt sich auch die imposante Nordwand der Feuerspitze, von der ich allerdings keine Daten im Internet gefunden habe. Vielleicht weiss ja jemand in welchem Schwierigkeitsbereich diese liegt.
Etwa 60-70Hm unter dem Gipfel beginnt dann die Kletterei, bis zum vielseits bekannten Felsenfenster, dem Kammerloch geht es in leichter Kletterei hinauf, dann kommt die drahtseilversicherte Schlüsselstelle des Anstieges, wobei es um eine Ecke herum auf einer etwas rutschigen Platte geht.
Danach geht es wieder leichter auf dem Grat entlang zum Gipfelkreuz der Holzgauer Wetterspitze.
Man muss schon sagen, so eine tolle umfassende Aussicht bietet sich einem nicht alle Tage. Der Allgäuer Hauptkamm und die Hornbachkette im Norden, die Zugspitze im Nordosten, die Freispitze und die Parseierspitze im Osten, die Feuerspitze, die Vorderseespitze und der hohe Riffler im Süden zeigen sich von ihrer imposantesten Seite. Auch der Ortler und die Wildspitze ist zu sehen.
Und das alles bei traumhaftem Wetter. ADI würde sagen: bestes AKW ;-)
Nach einer längeren Rast machen wir uns wieder an den Abstieg, und nachdem wir die Kletterpassage wieder gemeistert haben trennen wir uns auf.
Jürgen und Ute gehen gemeinsam gleich zur Simms-Hütte hinunter, ich will allerdings noch auf die Feuerspitze. Wenn man schon mal da ist ;-)
Zwei Gänge hochgeschaltet geht es nun wieder zur Weggabelung hinunter und zum Kälberlahnzugjoch hoch. Dort treff ich einen anderen Wanderer der mir erzählt das es recht weit bis zum Stierlahnzugjoch ist, es anscheinend aber noch nen anderen Anstieg zur Feuerspitze gibt, der durch eine Geröllrinne hinauf führt. Gute Info. Also weiter auf dem Weg und nach ein paar Minuten meine ich eine Spur im Geröllfeld entdeckt zu haben.
Nun geht es schweisstreibend kerzengerade hinauf, wobei mir von oben ein paar Gemsen zuschauen. Nach dem Geröllfeld eine kurze Kletterpassage im ersten Grad und schon bin ich auf dem Plateau oben, wo mir auch gleich ein Steinmandl entgegenschaut. Richtige Rinne gewählt. Beim Blick nach unten entdecke ich noch ein paar mehr, hab ich beim Aufstieg gar nicht gesehen.
Nun geht es auch dem feinen roten Geröllfeld hinauf zum Gipfel der Feuerspitze, den ich ganz für mich alleine habe.
Ein paar schnelle Fotos und dann mach ich mich auch schon wieder an den Abstieg, ich will Jürgen ja nicht so lange warten lassen.
Runter wieder durch das Geröllfeld und zurück zum Kälberlahnzugjoch. Wirklich ein guter Tipp, hat mir bestimmt ne gute halbe Stunde gespart.
Nun nochmal ne Gang hochschalten und schnell hinab zur Hütte.
Nach einem leckeren Russ´n geht es dann mit schweren Füßen hinab zum Bikedepot und von da kräfteschonend hinab ins Tal.

Fazit:

Eine tolle Tour auf einen genialen Aussichtsgipfel.
Der Weg durch die Geröllfelder ist allerdings etwas mühsam. Mit Stöcken tut man sich vorallem runter deutlich leichter. Wem der Gipfelaufbau mit der Seilversicherten Schlüsselstelle zu schwer sein sollte, Stefan hat nen andern Weg versucht.
Der Übergang zur Feuerspitze zieht sich dann nochmal sehr, durch die Abkürzung aber deutlich verkürzbar.


Zeiten und Schwierigkeiten:

Stockach Ronigalm 65 min WS
Ronigalm Frederik-Simms-Hütte 75 min T3
Simms-Hütte Holzgauer Wetterspitze 115 min T3+
Gipfelanstieg T4+, II
Holzgauer Wetterspitze Feuerspitze 70 min T4+, II Gipfel
T4, I   Feuerspitze durch Rinne
Feuerspitze Simms-Hütte 55 min T3+
Simms-Hütte Stockach 70 min T3, WS



Hike partners: Andy84, JL83


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Comments (2)


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Nic says:
Sent 23 August 2013, 06h15
Schöne Tour. Wollt ich auch schon lange mal rauf. Oh man, so viele Ziele und so wenig Zeit. VG

Andy84 says: RE:
Sent 23 August 2013, 09h33
musst unbedingt mal machen. Die Aussicht ist wirklich klasse.
Nur wird es für dich Einsamkeitsliebhaber etwas zu viel los sein.
Aber das macht die Aussicht wieder weg.


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