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Piz Roseg, Morteratsch und Tschierva


Published by Merida , 17 August 2013, 18h07.

Region: World » Switzerland » Grisons » Berninagebiet
Date of the hike:10 August 2013
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Mountaineering grading: AD+
Climbing grading: III (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR   Piz Bernina   Bernina-Gruppe 
Time: 2 days

Nachdem wir hier schon Anfang Jahr zwei wundervolle Skitouren (Palü + Zupo) gemacht haben, freute ich mich natürlich extrem auf meine Lieblingsecke im Engadin. Dieses Hochtouren-Weekend sollte zudem die Feuertaufe für meinen Tourenpartner Stephan und mich werden. Vor allem der für Sonntag geplante Piz Roseg hatte es in sich. 
 
Fr, 9.8.2013 Anreisetag:
Während der ganzen Fahrt ins Engadin, war der Himmel wolkenverhangen. Aber zumindest regnete es nicht, noch nicht. Den kaum hatten wir am Bahnhof Morteratsch den Zug verlassen, begann es nach etwa 10 Minuten auf dem Weg zur Hütte zu regnen. Mit dem Wissen, dass die nächsten zwei Tage geniales Wetter sein würde, stiegen wir trotzdem frohen Mutes zur Bovalhütte auf. Diese war bereits gut belegt, vor allem im Esssaal war es etwas gar eng.

Sa, 10.8.2013 Piz Morteratsch, Piz Tschierva:
Gegen 4:30Uhr brachen wir bei der Bovalhütte auf. Zuerst auf einem klaren Weg, später etwas weniger klar über Schutt und Geröll und danach noch auf Firn bis zum Einstieg in den Nordgrat. Der Weg, auf dem Grat zur Furcla da Boval, ist sehr gut mit roten Punkten gekennzeichnet und kann eigentlich nicht verfehlt werden. Die Klettereien können meines Erachtens gut seilfrei gemacht werden. Wegen den gestrigen Niederschlägen, und da wir die Steigeisen eh schon anhatten, kletterten wir mit diesen auf die Furcla. Anschliessend gings im Firn, der guten Spur folgend, auf den Gipfel des Piz Morteratsch. Da wir zeitlich gut dran waren, nahmen wir auf dem Abstieg zur Tschiervahütte den gleichnamige Piz noch mit, dessen Panorama durchaus lohnend ist.

So, 11.8.2013 Piz Roseg (Schneekuppe):
Die meisten Gäste der Tschiervahütte, hatten den Biancograt als Ziel. Doch auch der Roseg wurde von einigen Seilschaften gemacht. Um 3:30Uhr brachen wir auf, über Schutt und Geröll, einer mal besser mal weniger gut sichtbaren Spur folgend. Obwohl der Weg durch Steinmänner und teils Katzenaugen recht gut markiert ist, muss man im Dunkeln gut nach den Steinmännern Ausschau halten. Auf dem Gletscher angekommen ist dann der Weg bis zum Einstieg zum Eselsgrat klar und problemlos zu erreichen. Da der Schnee von vorgestern wieder weg war, entschlossen wir uns ohne Steigeisen zu klettern, was sich auch als richtig erwies. Wie mit Stephan abgesprochen, durfte ich mich an den Vorstieg machen. Die Esels-Route ist zum Teil Gehgelände, hat aber auch diverse Kletterstellen, wo man froh ist um die BH. Auch einige luftige Passagen werden geboten. Durch die diversen Seilschaften am Grat, wurden wir aber schon einige Male zu längeren Wartezeiten gezwungen, was wir dann zu einem Schwatz mit den anderen Seilschaften nutzten. Auch an den zwei relevanten Abseilstellen kommt man im Aufstieg vorbei, was doch schon etwas beruhigend ist. Nach einer kurzen Abkletterei vom Esel, stehen wir dann wieder auf dem Gletscher, auf dem wir in der Folge, wieder mit Steigeisen, dem Gipfel entgegenstiegen. Die Steilheiten wechseln sich dabei immer wieder ab. Bei diesen Verhältnissen, waren sie aber problemlos zu machen. Und so erreichten wir gegen 9:30Uhr die Schnekuppe des Piz Roseg. Den Hauptgipfel bestiegen wir nicht mehr, dem werde ich nächstes Mal einen Besuch abstatten. Und auch der Abstieg am Roseg ist sehr interessant. Zuerst mit der nötigen Konzentration von der Schnekuppe wieder runter zum Eselsgrat und dann über die diversen, im HIKR gut dokumentierten, Abseilstellen in die Tiefe. Bei der letzten Abseilstelle musste gleich noch über den Bergschrund abgeseilt werden. Mit gegenseitiger Hilfe ging das aber ganz gut. Nun folgte der lange Abstieg über die Tschiervahütte ins Rosegtal und spätestens ab hier nicht endend wollend bis nach Pontresina. Ein Fahrrad wäre für den letzten Teil wohl die idealste Fortbewegungsform. 

Fazit:
Der Piz Roseg ist schon optisch ein wunderschöner Berg, welcher mit einer sehr abwechslungsreichen Besteigung aufwartet und dabei auch noch einiges an alpinistischem Können verlangt.

Tourengänger:
Stephan + Stephan

Herzlichen Dank Stephan für die Unterstützung beim Abseilen;-) und die tollen Bilder!

Hike partners: Merida


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