Überschreitung der grossartigen Rosatsch-Kette bei zweifelhaftem Wetter *


Published by 360 Pro , 9 August 2013, 11h02.

Region: World » Switzerland » Grisons » Oberengadin
Date of the hike: 7 August 2013
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR   Bernina-Gruppe   Corvatsch-Sella-Gruppe 
Height gain: 1600 m 5248 ft.
Height loss: 1600 m 5248 ft.
Access to start point:cff logo Pontresina
Access to end point:cff logo St. Moritz Bad, Post

Die Überschreitung der Rosatschkette ist eine beliebte Tour im Oberengadin, bei der insbesondere 3000-er-Gipfelsammler auf ihre Rechnung kommen. Sie ist hier auf hikr auch schon ausführlich dokumentiert. Da an diesem Tag für ebendieses Oberengadin die Wetterprognose eigentlich ganz ansprechend war, entschied ich mich diesen Gipfeln einen Tag zu widmen. Eigentlich könnte ich für die Tour mehr oder weniger ein copy/paste von Omega3's *Tour machen, dessen Zusammenfassung auch bestens für mich passte: * "Überschreitung der grossartigen Rosatsch-Kette bei zweifelhaftem Wetter".
 
Schon der Anfang der Tour in cff logo Pontresina ist wettertechnisch nicht wirklich erbaulich, denn als ich aus dem Zug aussteige wird die Rosatschkette gerade intensiv geduscht. Ich zweifle stark daran, dass ich meine geplante Tour auch wirklich durchführen kann, laufe aber trotzdem mit aufgespannten Regenschirm dem markierten Wanderweg entlang zum Muottas da Schlarigna. Erfreulicherweise macht kurz davor der Regen dem Sonnenschein Platz und auf dem Muottas da Schlarigna sieht die ganze Sache schon wieder erfreulicher aus. 
 
Über zum Teil ziemlich steiles Gras und Schrofen (T5, ein Pickel wäre angenehm gewesen) kraxle ich von hier über die NE-Flanke zum ersten Gipfel des Tages, dem Piz da Staz. Weiter geht es einfach zum Piz Mezdi und via Cuolm d'Mez über den N-Grat zum Piz Rosatsch, welcher anregende Kletterei im maximal zweiten Grad bietet. Der Weiterweg zum mit auffällig bunten Gestein "dekorierten" Piz San Gian unterhält ebenfalls mit relativ einfacher Kraxelei. Beim Übergang vom Piz San Gian zum P. 3185 kündigt sich von Westen leider Ungemach an und ich werde schon bald von einer Schnee/Hagel/Regen-Mischung zusammen mit starken Winden durchgeschüttelt und suche deshalb hinter einem Fels etwas Schutz. Nach einer Viertelstunde ist die Sache ausgestanden und ich gehe weiter über den Verbindungsgrat zum Piz Surlej, den für heute höchsten Punkt. Hier zeigt sich dann nochmals kurz die Sonne. Dieses Intermezzo ist aber leider nur von kurzer Dauer und von Westen zieht bereits die nächste Front heran. 
 
Ursprünglich hatte ich geplant auch dem Munt d'Arlas noch einen Besuch abzustatten, allerdings streiche ich dieses Unterfangen beim Anblick der "Wand", die nun auf mich zukommt. Ich folge den deutlichen Wegspuren (ab und zu auch mit Steinmannli versehen) Richtung Westen hinunter zum P. 2646 bei der Bergstation des dortigen Skiliftes. Der Weg bis dorthin ist für mich allerdings sehr ungemütlich, denn die nun eintreffende Front ist mit viel Niederschlag und stürmischen Winden verbunden, welche unberechenbar sind und mich einmal sogar zu Boden werfen. Ich suche zwar zwei Mal Schutz hinter Felsen, allerdings dauert die Störung zu lange, als dass ich die Sache ausharren möchte. Nach fast einer Stunde ist das Schlimmste überstanden und das Wetter beruhigt sich wieder. Von P. 2646 laufe ich in nordwestlicher Richtung der Skipiste entlang bergab und treffe auf ca. 2450m auf den markierten Weg und folge diesem via Crap Alv, Lej dals Chöds nach cff logo St. Moritz Bad, Post.

Hike partners: 360


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