Monte Cevedale


Published by MarkB , 16 September 2012, 09h06.

Region: World » Italy » Trentino-South Tirol
Date of the hike: 5 September 2012
Hiking grading: T5- - Challenging High-level Alpine hike
Mountaineering grading: PD
Climbing grading: I (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: I   Gruppo Monte Cevedale 
Time: 2 days
Height gain: 2100 m 6888 ft.
Height loss: 2100 m 6888 ft.
Route:Sulden - Eisseespitze - Rif. Casati - Monte Cevedale - Suldenspitze - Eisseejoch - Sulden
Access to start point:Über's Vinschgau nach Sulden, Parkplatz Seilbahnen Sulden
Accommodation:Schaubachhütte, Rif. Casati

Unsere Route auf den Monte Cevedale (Ortlergruppe) war als 2-tägige Hochtour ausgelegt. Ausgangspunkt war der Südtiroler Ort Sulden, für die meisten eher Startpunkt für eine Ortler-Besteigung. Im Rahmen eines 10-tägigen Südtirol-Aufenthaltes wollten wir neben einer Mountainbike-Transalp und Klettereien in den Dolomiten eben auch eine Hochtour starten. Die Schlechtwetterphase überwanden wir mit der Transalp, die Übergangszeit zum stabilen Hoch wollten wir mit dieser Hochtour abdecken. 

Der Aufstieg von Sulden (1.861 m) zur Schaubachhütte (Bergstation Seilbahnen Sulden, 2.581 m) ist völlig unproblematisch und ist in 1,5 Stunden zu schaffen. Von der Bergstation folgt man dem breiten Karrenweg nach Süden zu einem Geröllfeld, welches sich zum Gletscher hin erstreckt. Links sieht man die Eisseespitze, mittig die Suldenspitze und rechs davon imposant die Königsspitze. Wir wollten über die Eisseespitze aufsteigen. Durch den frisch gefallenen Schnee sind die Markierungen großteils verschwunden, einzelne Steinmänner weisen den Weg. Außer unten im Geröllfeld gibt es bis zur Casati-Hütte keine Hinweisschilder mehr, man geht über den Steckner-Steg. Im Wesentlichen steigt man über den teils breiten, teils schmalen Rücken direkt zur Spitze auf, einfach einer logischen Linie folgen, manchmal Blöcke überkletterend. Vorsicht, teils sehr rutschig!

Die Orientierung von der Eisseespitze aus ist nicht ganz einfach, da der Weg direkt über den Grat oft in Klettereien mündet. Wir sind ostseitig ein wenig abgestiegen und unterhalb des Eisseejochs auf den Trittspuren im Schnee gestoßen, die aus dem Martelltal zur Casati-Hütte hinauf führen (mehr zur Casati-Hütte hier...). Schon am frühen Nachmittag zieht das Wetter zu und es beginnt zu schneien. Seilschaften kehren vom Cevedale ohne Gipfelerfolg zurück, da die Sicht und die Windverhältnisse sehr schlecht werden. Das Wetter ist für den nächsten Tag als "bello" eingestuft, wir planen einen frühen Aufstieg. 

Nach einem dürftigen Frühstück geht's in den Morgengrauen. Leider spielt das Wetter nicht mit. Wenig Sicht, viel Nebel. Wir folgen den Spuren bis unterhalb des Gletscherplateaus auf ca. 3.400 m Seehöhe, dann sind die Spuren vom Wind verblasen, und wir vor der Spaltenzone, die teils durch den Neuschnee der Nacht zugedeckt ist. Wir kehren um, wollen im Abstieg die Suldenspitze mitnehmen. Im Nebel gelingt uns auch versehentlich, das Schrottenhorn zu besteigen. Als es nun doch fast schon unerwartet völlig aufreißt, haben wir freien Blick auf den Monte Cevedale. Nach kurzer Diskussion kehren wir um, steigen zur Casati-Hütte, dann den Ferner hoch und folgen drei Seilschaften, die sich mittlerweile im Steilstück (ca. 100 m lang, 40°) befinden. Wir überwinden den Bergschrund und dieses Steilstück, kraxeln am aperen Gipfelgrat und erreichen den Gipfel des Monte Cevedale (3.769 m) schließlich gegen 13.00. 

Der Abstieg ist derselbe. Am Grat vorsichtig sein, rutschig und wenig Halt. Das Steilstück abwärts ging wegen des guten Trittschnees wesentlich leichter. Der Marsch zurück zum Rifugio Casati ist kein Problem mehr, wenn auch immer mehr Schneebrücken durchbrechen. Wir steuern das Eisseejoch an, erreichen dort auch die zerstörte Haller' Hütte. Der Weg hinab ist bei Schnee nicht leicht zu finden - wir haben ihn sicher das eine oder andere mal verlassen - und mussten uns so zunächst in das steile Kar begeben und über die Randspalten bis zur Gletschermitte (spaltenärmer) gelangen. Schließlich wieder einfach zum Geröllfeld oberhalb der Schaubachhütte, und Abstieg nach Sulden. Details zum Weg, zur Hütte und andere Fotos haben wir auch auf unserem Blog publiziert. 

Hike partners: MarkB


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