Duo: Margelchopf (2163 m) und Glannachopf (2232 m)
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Endlich einigermassen passables Wetter und die Möglichkeit die neu gekauften Bergschuhe mal ins Freie zu bringen. Die beiden Gipfel in der Alvier-Gruppe gefielen mir von den Beschrieben hier gut und wenn was mit den Füssen gewesen wäre, hätte ich ja einen gleich auslassen können. Ich liess nicht, die Schuhe entpuppten sich als Glückskauf.
Die Anfahrt zum Berghaus Malbun von Buchs SG aus endete mit einer kleinen Überraschung. Das Berghaus ist weg bzw. da hat's nur eine riesige Baustelle, da wird ein neues Berghaus hingestellt. Einen Baucontainer (Schild: "Bigi's Imbiss - Schützengarten Bier") hatte es da auch noch, der war aber verlassen. Auto geparkt (gratis, da weit und breit kein Berghaus) und gleich über sonnenbeschienene Alpwiesen in Richtung Bei den Seen, Sisitzgrat, Margelchopf losmarschiert. Ein wirklich schöner Anmarsch und heute bei sehr speziellen Wetterbedingungen. Windig, sonnig, aber immer wieder mit tieffliegenden Wolken, die aus dem Rheintal aufstiegen, gespickt. Von einer Minute auf die andere konnte man in die warme, pralle Sonne blinzeln und gleich wieder vor den eisig kalten Wolkenschwaden bei minimaler Sichtweite den Jackenkragen hochkrempeln. Das blieb den ganzen Tag so.
Der Sisitzgrat ist schnell erreicht. Nach Überschreitung von ein paar unproblematischen Schneefeldern findet man sich im Sattel zwischen dem Margelchopf und dem Glannachopf wieder. Ich machte mich rechts an den Aufstieg, der nach etwas grasigem Grat beim Gipfelaufbau in eine sehr direkte Route auf den Margelchopf führte. Etwas einfache Kraxelei, eine etwas knifflige Stelle ist mit Stahlseilen entschärft. Nur ein paar wenige etwas ausgesetzte Passagen sind zu bewältigen, bis man sich auf dem Grasrücken am Gipfel findet, von wo eine sehr moderne Version eines Gipfelkreuzes in etwas Distanz vom höchsten Punkt ins Tal schaut. Sehr nett da oben. Bei gutem Wetter könnte man sich da ins Gras legen und ein schönes Nickerchen machen, sogar. Ich verweilte nur ein paar Minuten und machte mich an den Abstieg, denn ich selber, wie auch meine Füsse waren voller Tatendrang. Der Glannachopf, gleich gegenüber, der rief nach uns.
Nachdem ich schon von oben und mit dem Fernglas mal Möglichkeiten für den Aufstieg evaluiert hatte, waren am Sisitzgrat dann Entscheidungen zu treffen. Wegen Schnee (und weil Alleingang) entschied ich mich gegen die Möglichkeit auf dem Grat bis an den Gipfelaufbau zu gehen, dort direkt der Felswand folgend eine Schutthalte zu queren um durch ein kurzes Couloir auf den Glannachopf zu kommen. Statt dessen stieg ich vom Grat ab in Richtung Bei den Seen und querte nach der Überquerung des obersten, grösseren Schneefelds weglos nach rechts weg. Am Fuss des Bergs entschied ich mich dann für eine Art Direttissima und krabbelte einfach geradeaus auf das untere der beiden von weitem sichtbaren Steinmannli zu. Sehr steiles Gelände, Gras, Schrofen. Der auf der Karte eingezeichnete Pfad hinauf ist nur ansatzweise mal hie oder da zu erkennen. Im oberen Teil dann Schneeflaum auf dem Gras. Neuschnee von gestern Nacht, offenbar. Sehr rutschig, geradezu eklig, zuweilen.
Am Gipfel dann ein weiteres Steinmannli (darin das in Plasticsack und Tupperware verpackte Gipfelbuch) und ab und zu mal Aussicht hinunter, hinüber, hinab. Kein Riesending, dieser Glannachopf, er wird offenbar auch nicht sehr oft bestiegen, wie das Gipfelbuch zeigt. Nach einer kurzen Rast ging's wieder mehr oder weniger direkt auf der Aufstiegsroute talwärts. Wieder quer durch die Landschaft, bis ich den Weg von Bei den Seen nach Berghaus Malbun schnitt. Den bummelte ich dann gemütlich zurück zum Parkplatz bei der Baustelle. Und siehe da: Bigi hatte die Containerbeiz geöffnet und servierte einen wirklich hervorragenden Suure Moscht aus der Gegend (Vetsch, Grabs).
Der ganze Tag war ein einziger Aufsteller. So mag ich's.
Die Anfahrt zum Berghaus Malbun von Buchs SG aus endete mit einer kleinen Überraschung. Das Berghaus ist weg bzw. da hat's nur eine riesige Baustelle, da wird ein neues Berghaus hingestellt. Einen Baucontainer (Schild: "Bigi's Imbiss - Schützengarten Bier") hatte es da auch noch, der war aber verlassen. Auto geparkt (gratis, da weit und breit kein Berghaus) und gleich über sonnenbeschienene Alpwiesen in Richtung Bei den Seen, Sisitzgrat, Margelchopf losmarschiert. Ein wirklich schöner Anmarsch und heute bei sehr speziellen Wetterbedingungen. Windig, sonnig, aber immer wieder mit tieffliegenden Wolken, die aus dem Rheintal aufstiegen, gespickt. Von einer Minute auf die andere konnte man in die warme, pralle Sonne blinzeln und gleich wieder vor den eisig kalten Wolkenschwaden bei minimaler Sichtweite den Jackenkragen hochkrempeln. Das blieb den ganzen Tag so.
Der Sisitzgrat ist schnell erreicht. Nach Überschreitung von ein paar unproblematischen Schneefeldern findet man sich im Sattel zwischen dem Margelchopf und dem Glannachopf wieder. Ich machte mich rechts an den Aufstieg, der nach etwas grasigem Grat beim Gipfelaufbau in eine sehr direkte Route auf den Margelchopf führte. Etwas einfache Kraxelei, eine etwas knifflige Stelle ist mit Stahlseilen entschärft. Nur ein paar wenige etwas ausgesetzte Passagen sind zu bewältigen, bis man sich auf dem Grasrücken am Gipfel findet, von wo eine sehr moderne Version eines Gipfelkreuzes in etwas Distanz vom höchsten Punkt ins Tal schaut. Sehr nett da oben. Bei gutem Wetter könnte man sich da ins Gras legen und ein schönes Nickerchen machen, sogar. Ich verweilte nur ein paar Minuten und machte mich an den Abstieg, denn ich selber, wie auch meine Füsse waren voller Tatendrang. Der Glannachopf, gleich gegenüber, der rief nach uns.
Nachdem ich schon von oben und mit dem Fernglas mal Möglichkeiten für den Aufstieg evaluiert hatte, waren am Sisitzgrat dann Entscheidungen zu treffen. Wegen Schnee (und weil Alleingang) entschied ich mich gegen die Möglichkeit auf dem Grat bis an den Gipfelaufbau zu gehen, dort direkt der Felswand folgend eine Schutthalte zu queren um durch ein kurzes Couloir auf den Glannachopf zu kommen. Statt dessen stieg ich vom Grat ab in Richtung Bei den Seen und querte nach der Überquerung des obersten, grösseren Schneefelds weglos nach rechts weg. Am Fuss des Bergs entschied ich mich dann für eine Art Direttissima und krabbelte einfach geradeaus auf das untere der beiden von weitem sichtbaren Steinmannli zu. Sehr steiles Gelände, Gras, Schrofen. Der auf der Karte eingezeichnete Pfad hinauf ist nur ansatzweise mal hie oder da zu erkennen. Im oberen Teil dann Schneeflaum auf dem Gras. Neuschnee von gestern Nacht, offenbar. Sehr rutschig, geradezu eklig, zuweilen.
Am Gipfel dann ein weiteres Steinmannli (darin das in Plasticsack und Tupperware verpackte Gipfelbuch) und ab und zu mal Aussicht hinunter, hinüber, hinab. Kein Riesending, dieser Glannachopf, er wird offenbar auch nicht sehr oft bestiegen, wie das Gipfelbuch zeigt. Nach einer kurzen Rast ging's wieder mehr oder weniger direkt auf der Aufstiegsroute talwärts. Wieder quer durch die Landschaft, bis ich den Weg von Bei den Seen nach Berghaus Malbun schnitt. Den bummelte ich dann gemütlich zurück zum Parkplatz bei der Baustelle. Und siehe da: Bigi hatte die Containerbeiz geöffnet und servierte einen wirklich hervorragenden Suure Moscht aus der Gegend (Vetsch, Grabs).
Der ganze Tag war ein einziger Aufsteller. So mag ich's.
Tourengänger:
rkroebl

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