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Rigi (1798m)


Published by أجنبي , 8 December 2011, 16h17.

Region: World » Switzerland » Schwyz
Date of the hike: 8 December 2011
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Climbing grading: I (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: Rigigebiet   CH-SZ 
Height gain: 780 m 2558 ft.
Height loss: 1360 m 4461 ft.
Route:Seebodenalp – Ronenboden – Füdlibagge – Tristenboden – Rigi Kulm – Rigi Staffel – Seebodenalp – Küssnacht
Access to start point:LSB bis Seebodenalp
Access to end point:-
Maps:LK 1:25.000: 1151 Rigi

Im Winter hält sich der Andrang auf dem Bänderenweg auf die Rigi stets arg in Grenzen. Schnee und Eis hinderten unsereins aber noch nie daran, den Weg auch bei übleren Bedingungen zu begehen, stellen solche Ausflüge auf unseren Hausberg doch jeweils gute Trainings für andere alpine Unternehmen dar.

Von zu Hause aus sahen wir, dass auf der Rigi noch kaum Schnee lag. Überhaupt gab's bei uns in den letzten Tagen weit weniger Niederschlag als in anderen Regionen. Allerdings blies heftiger Wind, welcher heute morgen nur im oberen Bereich des Bänderenwegs und auf dem Kulm auf unangenehme Weise zu spüren war.

Auf eine Beschreibung des Wegs verzichte ich an dieser Stelle, allerdings nicht auf ein paar Worte zu den gegenwärtigen Aufstiegsbedingungen. Bis unter die Füdlibagge war der Aufstieg absolut problemlos, die Schneedecke war sehr dünn (5-10cm). Auch im Steilhang kurz unterhalb der Füdlibagge (nach der Abzweigung beim orangen Stock), welcher bei Neuschnee etwas tückisch sein kann, lag nicht allzu viel Schnee. Die Füdlibagge selbst war stark vereist. Auf's Fotografieren verzichtete ich, da ich mit Festhalten beschäftigt war. Es lohnt sich bei solch eisigen Bedingungen, die Sache sehr konzentriert anzugehen und stets auf einen Ausrutscher gefasst zu sein, bei welchem die eiskalte Kette die einzige Festhaltemöglichkeit bietet. Diese Loszulassen hätte tendenziell fatale Folgen.

Beim Bänderenbänkli galt es, die vereiste Kartusche des Bänderenbuches aufzukriegen und mit zitternden Händen einen halbwegs anständigen Eintrag zu hinterlassen. Bei dieser Gelegenheit zerstörten wir auch noch einen Aufkleber des faschistischen „Waldstätterbundes“, dessen neonazistische Anhänger sich damit im Deckel der Kartusche zu verewigen glaubten. Hoffentlich werden sich im Wiederholungsfall andere Bänderenweg-Gänger die Mühe ebenfalls machen, solch hässliche Dinge wegzukratzen...

Der weitere Aufstieg bis zur nächsten Kette war meist problemlos, auch wenn die Nagelfluh-Passagen allesamt vereist waren. Die Kette war ziemlich vereist, ebenso die Eisenstufen die kurz danach folgen. Kurz unterhalb des Gipfels war die Schneedecke wieder sehr dünn, da vom eisigen Wind abgeblasen. Aufgrund der niedrigen Neuschneemengen lag denn auch in der neuralgischen Stelle des Weges, d.h. in der Mulde unterhalb des Kulms, nicht allzu viel herum und dank des guten Trittschnees war die Passage problemlos zu bewältigen. Bei grossen Schneemengen ist diese Mulde oft stark gefüllt und daher wohl die heikelste Stelle, was Lawinengefahr betrifft. Der Aufstieg am rechten Rand der Mulde ist zudem oft ziemlich hartgefroren, weshalb ich bei winterlichen Bedingungen kurz vor dieser Stelle oft die Steigeisen montiere. Für den Schlussaufstieg wichen wir wie immer vom Weg nach rechts ab und kraxelten direkt zur Aussichtsplattform hoch. Deren vereistes Geländer stellte die letzte Hürde dar...
 

Nach etwas Aufwärmung im Wartesaal der Rigibahn stiegen wir via Staffel über den Grüeziweg auf die Seebodenalp und von dort nach Küssnacht ab, wo's zu Ende des Nachmittags mal wieder einen spektakulären Sonnenuntergang zu bestaunen gab...


Hike partners: أجنبي


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Comments (1)


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Sputnik Pro says: Die Rigis
Sent 8 December 2011, 19h30
Salü "Ausländer"

Ich war heue auf der Hochflue, wie bei dir war's heute auch während des Aufstiegs total ruhig am Berg. Ich denke die Jahreszeit ist sowiso die schönste an so überloffenen Bergen wenn sich keine "normale" Wanderer über die Bergwege wagen.

Viele Grüsse,

Sputnik


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