Bäzberg - Festung über Andermatt


Published by lainari , 28 November 2010, 15h57.

Region: World » Switzerland » Uri
Date of the hike:26 July 2010
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-UR 
Time: 5:00
Height gain: 685 m 2247 ft.
Height loss: 685 m 2247 ft.
Access to start point:Auto oder MGB bis Andermatt
Maps:1:50.000, Blatt 255T Sustenpass

Bäzberg - Festung über Andermatt

Der letzte Tag des Kurztrips war angebrochen. Mein Gastgeber musste wieder arbeiten, so war ich allein unterwegs. Die Wetterprognose für das Mittelland sagte bedeckt und zeitweise regnerisch vorher, das Tessin sollte schönes Wetter haben, die Zentralalpen irgendwas dazwischen. So fuhr ich mit dem Auto nach Andermatt. Dort war ich froh zwischen all den Baustellen dann am Bahnhof noch einen freien Parkplatz zu finden. Es ging ein stetiger Wind und an den Bergflanken hingen teilweise die Wolken, aber der Himmel zeigte auch schon einige blaue Löcher. Ich wandte mich Richtung Schöllenen. Über das Dach der Galerie wurde wenig später die Teufelsbrücke erreicht. Hier erleichterte mir eine halbseitige Straßenbaustelle die etwas heikle Passage, musste ich doch durch den Straßentunnel hinter der Brücke und die angrenzende Galerie, alles ohne Fußweg. Ich huschte nach den talwärts fahrenden Fahrzeugen hindurch, beobachtet vom Securitas-Absperrposten der seinem talseitigen Kollegen von diesem „Ereignis“ über Funk berichtete. So wartete dieser mit der Freigabe des bergfahrenden Verkehrs, bis ich nach links in die Militärstraße abzweigte. Ich dankte ihm mit freundlichem Winken.
 
Auf der Militärstraße ging es dann in einigen Schleifen stetig aufwärts. Am gebüschbewachsenen Hang befand sich eine sehenswerte Hochstaudenflur. Ich gelangte zum Blockhaus Brückwaldboden, einer Befestigung, die 1890-1892 zum Schutz der Schöllenen gebaut wurde. Eine Holzplattform (Dank der Werkkompanie 65) bot hier einen schönen Ausblick in die Schöllenen. Weiter aufwärts zeugten einige Unterstände und Fliegerabwehrstellungen von vergangener militärischer Aktivität. Vorbei an der alten Friedenskaserne machte ich einen Abstecher zur Felskaserne, bevor ich mich auf das „Dach“ des Forts Bäzberg begab. Dort machte ich einen kleinen Rundgang. Wieder auf dem Weg ging es später zunächst noch leicht steigend dann beinahe eben Richtung Rossmettlen. Hier bekam meine Tour so etwas wie Höhenwegcharakter. Unterwegs gab es noch einige befestigte alte Feldkanonenstellungen Richtung Gotthard und Richtung Furka. Eine Brustwehr und ein kleines Postenhaus von 1914 bildeten den Abschluss der militärischen Bebauung auf Rossmettlen.
 
Etwas unterhalb traf ich auf den Wanderweg und nutzte ihn zum Abstieg nach Andermatt. Nach dem Passieren einer Kuhherde legte ich am mittlerweile herrlich besonnten Hang eine Rast ein. Weiter absteigend boten sich immer neue Ausblicke ins Tal, nach Andermatt und Neu-Sawiris-tan. Eine nächste Kuhherde hatte den bisweilen feuchten Pfad völlig verwüstet und blockierte ihn an einem steiler abfallenden Hang. Ein Durchkommen war unmöglich, so stieg ich querfeldein ab. Das war die Erklärung für die Wanderer, die ich zuvor schon an dieser Stelle im weglosen Gelände gesehen hatte. Schließlich wurde der Talboden erreicht. Den im Bau befindlichen Golfplatz querend stellten sich mir einige existenzielle Fragen: Wie lange ist es hier eigentlich schneefrei im Jahr? Oder gibt es Golfbälle auch in anderer Farbe als weiß? Gibt es Winter-Pneus für Golfwagen? An der Furkareuss entlang erreichte ich den Rand der Baustelle von Neu-Andermatt und diesem folgend den Bahnhof.

Hike partners: lainari


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