Bei Kaiserwetter - der Hohe Riffler (3231m) im zweiten Versuch
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Zur Abwechslung mal eine Schönwetter-Tour von mir. Aber eben an anderer Stelle - im Zillertal. Nachdem ich 2011 durch schnödes Verlaufen zeitlich am Hohen Riffler gescheitert war, steht 2017 der erneute Versuch an - diesmal mit hoffentlich besserer Orientierung.
Dementsprechend bekannt ist der erste Teil der Tour. Mit dem Bus geht es von Mayrhofen bis an den Schlegeisstausee. Die Fahrt hierhin dauert ca. 60min, entsprechend "spät" starten wir (erst kurz vor 10 Uhr), da wir erst den zweiten Bus nehmen. Immerhin erinnert das ans Allgäu, mit dem Dilemma, das der letzte Bus bereits um 18 Uhr abfährt. Wir haben also etwas mehr als 8 Stunden für den doch recht langen Zustieg sowie 1500hm parat. Spoiler: es geht sich nicht aus.
Schön angelegt zieht der Weg an über Serpentinen durchs Grün. Vorbei an Wasserfällen, Latschen und über einige Holzplanken entspricht der Pfad klassischer Bergidylle. Immer präsent der sehr schöne Schlegeisstausee und das sich bald öffnende Panorama gen Hochfeiler. Nach dem Passieren der Friesenbergalm erreicht der Weg ein großes Talbecken. Von hier aus ruft bereits aus weiter Ferne das Friesenberghaus. Der Weg hierhin zieht sich und steilt gegen Ende noch einmal auf. Das urige Friesenberghaus liegt am blauen Friesenbergsee. Uns zieht es allerdings weiter durch nun immer blockiger werdendes Gelände. Das Petersköpfl lassen wir rechts liegen, nachdem ich 2011 mich "nur" mit diesem Gipfel begnügen musste.
Diesmal finden wir die Abzweigung zum Riffler und ich frage mich wie ich diese damals übersehen konnte. 2011 war ich viel zu weit unter dem Riffler hindurch gequert. Der Weg zieht nun weiterhin harmlos nach oben bis zu einem mit Steinmännern geschmückten Plateau etwa 200 hm unter dem Gipfel. Das Panorama ist super, das Wetter stabil. Die Zeit ist allerdings schon fortgeschritten. Wir sind nicht so schnell vorangekommen, wie geplant. Es ist bereits 14.20 Uhr und somit rückt der Bus zurück nach Mayrhofen in weite Ferne. Meine Tourenpartnerin kann nicht mehr weiter und ich lasse mir den Gipfel nicht noch ein zweites Mal nehmen.
Die letzten 200hm sind die Anspruchsvollsten, hier werden auch die Hände mal ausgepackt (T4 , I) Durch grobes Blockgelände steige ich nun so schnell ich kann nach oben, immer noch mit dem Bus im Hinterkopf. Schade, dieses Gehetze, bei diesem Kaiserwetter. Ich überhole einige Steiger und komme so nach Passieren eines breiten Rückens am Gipfelkreuz an. Die Rundumsicht ist atemberaubend und jedem einigermaßen schwindelfreien + trittsicheren Berggänger empfohlen. So leicht, einen so hohen Berg zu begehen, mit solch einer Rundsicht - das findet sich selten in den Alpen. Ich schieße Fotos in alle Richtungen und bin auch beeindruckt von einem vielleicht 7-8 Jährigen Jungen, der ohne zu murren hier hinauf gestiegen ist. Das erinnert mich entfernt an meinen ersten 3000er mit 10 Jahren und meine Begeisterung dabei.
So schnell ich gekommen bin und die Aussicht von den nördlichen Zillertalern, dem Wetterstein, dem Olperer, Möseler & Hochfeiler genossen habe - so schnell steige ich auch wieder hinab zum Plateau auf ca. 3000m. Nun gehen wir - wieder langsamer - gen Friesenberghaus. Der Abstieg zieht sich wie Kaugummi und wir kommen, bei immer noch bestem Wetter, erst gegen ca. 20 Uhr nach ca. 10h Tourdauer wieder am Schlegeisstausee an.
Der letzte Bus ist längst entschwunden, viele andere Berggänger die für eine evtl. Mitnahme geeignet wären, gibt es auch nicht mehr. So bleibt nur, ein Taxi zu rufen. In meiner Erinnerung beträgt die Rechnung am Ende 70 oder 80 Euro .. für den Hohen Riffler im zweiten Versuch und die super Aussicht war es das aber allemal wert!
ORIENTIERUNG 2.5/5
TECHNIK 2.5/5
EXPONIERTHEIT 2.5/5
Dementsprechend bekannt ist der erste Teil der Tour. Mit dem Bus geht es von Mayrhofen bis an den Schlegeisstausee. Die Fahrt hierhin dauert ca. 60min, entsprechend "spät" starten wir (erst kurz vor 10 Uhr), da wir erst den zweiten Bus nehmen. Immerhin erinnert das ans Allgäu, mit dem Dilemma, das der letzte Bus bereits um 18 Uhr abfährt. Wir haben also etwas mehr als 8 Stunden für den doch recht langen Zustieg sowie 1500hm parat. Spoiler: es geht sich nicht aus.
Schön angelegt zieht der Weg an über Serpentinen durchs Grün. Vorbei an Wasserfällen, Latschen und über einige Holzplanken entspricht der Pfad klassischer Bergidylle. Immer präsent der sehr schöne Schlegeisstausee und das sich bald öffnende Panorama gen Hochfeiler. Nach dem Passieren der Friesenbergalm erreicht der Weg ein großes Talbecken. Von hier aus ruft bereits aus weiter Ferne das Friesenberghaus. Der Weg hierhin zieht sich und steilt gegen Ende noch einmal auf. Das urige Friesenberghaus liegt am blauen Friesenbergsee. Uns zieht es allerdings weiter durch nun immer blockiger werdendes Gelände. Das Petersköpfl lassen wir rechts liegen, nachdem ich 2011 mich "nur" mit diesem Gipfel begnügen musste.
Diesmal finden wir die Abzweigung zum Riffler und ich frage mich wie ich diese damals übersehen konnte. 2011 war ich viel zu weit unter dem Riffler hindurch gequert. Der Weg zieht nun weiterhin harmlos nach oben bis zu einem mit Steinmännern geschmückten Plateau etwa 200 hm unter dem Gipfel. Das Panorama ist super, das Wetter stabil. Die Zeit ist allerdings schon fortgeschritten. Wir sind nicht so schnell vorangekommen, wie geplant. Es ist bereits 14.20 Uhr und somit rückt der Bus zurück nach Mayrhofen in weite Ferne. Meine Tourenpartnerin kann nicht mehr weiter und ich lasse mir den Gipfel nicht noch ein zweites Mal nehmen.
Die letzten 200hm sind die Anspruchsvollsten, hier werden auch die Hände mal ausgepackt (T4 , I) Durch grobes Blockgelände steige ich nun so schnell ich kann nach oben, immer noch mit dem Bus im Hinterkopf. Schade, dieses Gehetze, bei diesem Kaiserwetter. Ich überhole einige Steiger und komme so nach Passieren eines breiten Rückens am Gipfelkreuz an. Die Rundumsicht ist atemberaubend und jedem einigermaßen schwindelfreien + trittsicheren Berggänger empfohlen. So leicht, einen so hohen Berg zu begehen, mit solch einer Rundsicht - das findet sich selten in den Alpen. Ich schieße Fotos in alle Richtungen und bin auch beeindruckt von einem vielleicht 7-8 Jährigen Jungen, der ohne zu murren hier hinauf gestiegen ist. Das erinnert mich entfernt an meinen ersten 3000er mit 10 Jahren und meine Begeisterung dabei.
So schnell ich gekommen bin und die Aussicht von den nördlichen Zillertalern, dem Wetterstein, dem Olperer, Möseler & Hochfeiler genossen habe - so schnell steige ich auch wieder hinab zum Plateau auf ca. 3000m. Nun gehen wir - wieder langsamer - gen Friesenberghaus. Der Abstieg zieht sich wie Kaugummi und wir kommen, bei immer noch bestem Wetter, erst gegen ca. 20 Uhr nach ca. 10h Tourdauer wieder am Schlegeisstausee an.
Der letzte Bus ist längst entschwunden, viele andere Berggänger die für eine evtl. Mitnahme geeignet wären, gibt es auch nicht mehr. So bleibt nur, ein Taxi zu rufen. In meiner Erinnerung beträgt die Rechnung am Ende 70 oder 80 Euro .. für den Hohen Riffler im zweiten Versuch und die super Aussicht war es das aber allemal wert!
KONDITION 4/5
Tourengänger:
Kris

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Kommentare (2)