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Berglauf auf Teysachaux und Moléson


Published by Bergamotte Pro , 13 October 2020, 16h24.

Region: World » Switzerland » Fribourg
Date of the hike:30 September 2020
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-FR 
Time: 2:15
Height gain: 1300 m 4264 ft.
Height loss: 400 m 1312 ft.
Maps:1225 Gruyères

Der Moléson ist weder der schönste noch der höchste Freiburger Gipfel, aber sicherlich der beliebteste. Einsamkeit sucht man hier vergebens. Woran das wohl liegen mag...? Zugegeben, die vorgeschobene Lage oberhalb vom Greyerzerland sorgt für herrliche Ausblicke. Und für einen Trainingslauf ist der Berg dank dem Bähnli geradezu prädestiniert und beliebt bei lokalen Athleten. Letztes Jahr fanden hier gar die Berglauf-SM statt - davon kann heuer nur geträumt werden.

Punkt 10 Uhr geht's los vom grossen Parkplatz in Moléson-sur-Gruyères (1103m). Es ist verhältnismässig ruhig heute. Nebelschwaden liegen in der Luft, der Boden ist feucht vom Niederschlag der Vortage. Aber die Sonne drückt und die Webcam auf dem Gipfel verspricht ein Grand Bleu. Bis La Chaux-Dessus (1377m), wo man einen Geländerücken erreicht, wird schnell Höhe vernichtet. Gemütliches Einlaufen liegt deshalb (leider) nicht drin, der Puls schiesst oben aus. Anschliessend komme ich die nächsten Kilometer aber in einen schönen Flow. Vorbei an der Mittelstation bei Plan-Francey (1719m) passiere ich das ganze Massiv auf dessen Westseite, bis kurz nach La Chaux (1537m) der steile Schlussaufstieg zum Teysachaux einsetzt. Wer nur den Moléson anpeilt, kann natürlich bereits bei Gros-Plané abbiegen oder auch über Tremetta aufsteigen. Der aufgeweichte Wanderweg ist rutschig, aber technisch harmlos. Nur vereinzelt braucht es die Hände fürs Gleichgewicht. Auf dem Teysachaux (1909m) öffnet sich schliesslich der Blick über den breiten Rücken zum Moléson - den Neben habe ich dabei längst hinter mir gelassen. Und im Süden thront in Greifweite die Dent de Lys.

Der kurze Abstieg nach Nordosten ist rau und aufgrund des feuchten Schnees mit Trailrunnern ein bisschen mühsam. Aber nach wenigen Minuten ist die Sache gegessen und genussvoll ziehe ich über den Rücken nordwärts, wo möglich den Schneefeldern ausweichend. Für einen Wochentag sind nun doch recht viele Wanderer unterwegs; eigentlich kein Wunder angesichts der langen Schlechtwetterperiode. Zuletzt nochmals mit kleinem Schlussspurt vom Observatorium zum vorgelagerten Moléson (2002m) hoch. Der Blick übers Nebelmeer ist äusserst eindrücklich, man entschuldige mir meine anfängliche Spöttelei. Ursprünglich wollte ich zu Fuss absteigen, aber das wäre heute wenig lohnend (Schnee, Nebel), also gönne ich mir die Talfahrt. Das nächste Mal dann wieder per pedes, denn die zwanzig Stutz hierfür sind kein Schnäppchen (Basis 1/2-Tax).

Hike partners: Bergamotte


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