Chüebodenhorn und der schönste aller Seen


Published by silvazli , 27 September 2020, 12h15.

Region: World » Switzerland » Tessin » Bellinzonese
Date of the hike:18 September 2020
Hiking grading: T5- - Challenging High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-TI   CH-VS   Gruppo Pizzo Rotondo   Gruppo Pizzo Gallina 
Time: 6:00
Height gain: 1400 m 4592 ft.
Height loss: 1800 m 5904 ft.

Super Wetterprognose für den morgigen Tag in Kombination mit bescheidenen mittel- wie längerfristigen Prognosen: Mehr als Grund genug, um früh aus den Federn zu kriechen. Die Region um das Chüebodenhorn mit dem attraktiven Gletscherseeli hat es schon vor einiger Zeit weit nach oben auf to-do-Liste geschafft, ausserdem lässt sich von dort ins Geretal blicken, welchem ich auch gerne mal einen Besuch abstatten möchte.

Ankunft um 9 Uhr per Postauto von Airolo bei der Haltestelle Cruina. Die ersten paar Meter unspektakulär parallel zur Passstrasse mit Blick auf die Hochspannungsleitungen, doch bald wird die Umgebung ansprechender und Freude über die herbstlichen Farben, die schöne Sicht zur anderen Talseite und den bevorstehenden Aufstieg macht sich breit.
Bis zum Seeli alles schön markiert und nicht zu verfehlen. Von dort in nordöstliche Richtung aufwärts. Wegspuren und/oder Steinmännli teilweise (aber nicht durchgehend) vorhanden. Es war aber nie schwierig, einen geeigneten Weiterweg zu finden. Ich gönnte mir einige spassige und (zumindest teilweise freiwillige) Klettereinlagen. Spätestens auf dem Zwischenbödeli, wo auch die Kletterrouten starten, viel loses Material. Am besten frühzeitig nah an die Felswand und dieser im Aufstieg folgen bis zu einem kurzen Felsaufschwung (bei meinem Besuch mit Reepschnürli gesichert). Anschliessend kommt ein Abschnitt mit grösseren Platten. Meine Route war im Bereich T5, es ist aber anzunehmen, dass man einfacher durchkommt. Oben warten grössere Blöcke: Diese sind prinzipiell unschwierig zu passieren, aber auch grosses Geblöck bewegt sich hier oft unerwartet stark. Beim Aufstieg zum Poncione di Manio empfiehlt es sich, nicht zu lange in den instabilen Flanken zu bleiben, sondern bald auf den Grat und von dort rüber zum Gipfel.
Die Ausblicke zum See sind einzigartig schön! Vom Gipfel auch super Sicht ins Gerental und in Richtung Saas- sowie Leckihörner. Auf dem Grat zurück, runter zum See, dort eine kleine Eisscholle gestubst und weiter Richtung Chüebodenhorn. Anfangs unschwierig und grosszügig mit Steinmännli markiert. Oberste 100-200 hm sind steiler und die optimale Routenwahl weniger eindeutig. Auch wird der Untergrund wieder instabiler. Also vorsichtig hoch, Aussicht genossen und dann runter zum Gerenpass. Ab hier markiert, aber weiterhin herrscht Rutschgefahr, diesmal dank feinem Geröll. Ab der Pianseccohütte gemütliches Auslaufen bis zur Bushaltestelle All'Acqua.

Trotz wunderbarerem Wetter habe ich nur beim Gerenpass wenige Wanderer angetroffen, welche einen Blick auf den schönen See erhaschen wollten. Insbesondere die gewählte Aufstiegsroute zum Poncione die Manio über den Passo di Manio scheint mir wenig frequentiert.
Hauptschwierigkeiten liegen im Auffinden einer optimalen Route beim Aufstieg vom Laghetto delle Pigne und der dabei involvierten Kraxel- und Klettereinlagen (T5-). Das andauernd anspruchsvolle instabile Geröll und Blocksteingelände erfordert Vorsicht und Trittsicherheit.
Grossartiger Alpinwanderspass und phänomenale Ausblicke für alle, welche vor dem instabilen Geröll- und Blockgelände nicht zurückschrecken. Die gewählte Route kombiniert den technisch leicht anspruchsvolleren Aufstieg über den Laghetto delle Pigne mit dem effizienteren Abstieg über den Gerenpass zu einer ausgesprochen abwechslungsreichen Tour. Der anhängte GPS-Track mag für einen groben Überblick über die Route nützlich sein, hat aber nur 1-minütige Auflösung.


Hike partners: silvazli


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