Furgglenverschneidung am Vordermattstock


Published by ossi , 29 May 2018, 08h52.

Region: World » Switzerland » St.Gallen
Date of the hike:28 September 2013
Climbing grading: VII (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: Speer-Mattstock   CH-SG 
Route:Furgglenverschneidung
Access to start point:Bus bis Amden City
Maps:GL Climbs

Tour mit RB

RB ist nicht Red Bull und schon gar nicht Rasen Ballsport. RB ist der charmante Routenschrauber in der heimischen Kletterhalle, für dessen Routen man eine Bedienungsanleitung braucht. Sie sind eine Art Intelligenztest, an dem ich stets von Neuem scheitere. Und das will was heissen bei einem IQ von 422!

Die Furgglenverschneidung ist die logische Linie durch das kompakte Kalkbollwerk am Vordermattstock: Steil, abwechslungsreich, nicht extrem schwer, guter Fels, gute Absicherung (etwas Zusatzmaterial zum selber absichern ist nicht verkehrt), das sind die grandiosen Vorzüge dieser Tour. Auf die Gefahr hin, dass ich diese Pointe schon mal gebracht habe, die Tour befindet sich in der weltschönsten Gebirgsregion! 

Ok Leute, der Joke mit der schönen Ostschweiz ist ziemlich ausgelutscht, aber ich kann mich auch nicht immer neu erfinden...

Zustieg: Amden - Durschlegi - Vordermattstock Wandfuss via "Unterfurgglen - Oberfurgglen". Noch schneller von der Sesselbahn Bergstation (Niderschlag) nach Oberfurgglen wandern.


Die Furgglenverschneidung im Detail:

SL 1 und 2, 5a: guter Fels, interessante Kletterei, da und dort ein wenig Gras. Für Steilgrasfans langweilig. Da und dort kann durchaus sinnvoll zusätzlich abgesichert werden.

SL 3, 6b: Zuerst anregende Rissverschneidung, dann folgt ein trickreicher Übergang über eine steilere Stelle nach rechts in plattiges Gelände.

SL 4, 6a+: fotogene Seillänge, an der Schlüsselstelle ausgesetzt. Man weicht einem Überhang geschickt aus und klettert anschliessend in gerader Linie zum Stand.

SL 5, 6b: wieder eine trickreiche Stelle nach einigen Klettermetern, die Schlüsselstelle der Tour.

Abstieg: Abseilen. Unser Seil verhängt sich im denkbar ungünstigsten Moment. Nach viel Fluchen und Ausprobieren machen wir uns an einem improvisierten Stand daran, mit den letzten verfügbaren 15 Metern Seil irgendwie zum Wandfuss zu gelangen. Beim letzten Schüttelversuch vor dem finalen Schnitt durchs Seil löst es sich tatsächlich. Wunderbar, da haben wir viel Geld gespart.

Fazit: Man sollte ein Seil erst dann zerschneiden, wenn man es zerschneidet. Vorher nicht.

Hike partners: ossi


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