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Schneeschuhparadies Heinzenberg - Bündnerland


Published by alpstein , 23 March 2018, 15h46.

Region: World » Switzerland » Grisons » Domleschg
Date of the hike:22 March 2018
Snowshoe grading: WT3 - Demanding snowshoe hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR 
Height gain: 850 m 2788 ft.
Height loss: 850 m 2788 ft.
Route:12,5 km
Access to start point:Rheintalautobahn bis Thusis-Nord - Tschappina, 2 Parkplätze beim Skilift nach Obergmeind
Accommodation:Berggasthaus am Glaspass
Maps:map.geo.admin.ch

Von Obertschappina über den Lüschgrat am Heinzenberg

Schon immer haben mir im Bündernland die endlosen Weiten oberhalb der Baumgrenze imponiert. Früher beim Skifahren und jetzt vor allem bei Schneeschuh-Unternehmungen. Das gestrige Tourenziel hatte ich noch nie besucht, aber schon vom Parpeinahorn, Einshorn oder Lenzerheider Gipfel auf den Kamm zwischen Domleschg und Safiental herübergeschaut. Diese Woche habe ich mich an einen Bericht von chaeppi erinnert und schon war das Ziel für eine Schneeschuhtour auserkoren. Meine Cousine Uschi hat mich an diesen Traumtag in die Bündner Bergwelt begleitet.


Schon bei der Einfahrt in das Domleschg stach uns der markante Piz Beverin (2998 m) ins Auge. Unter einem makellos blauen Himmel  reckt er seinen felsigen Gipfelaufbau in die Höhe. Steil fallen seine konturenreichen Flanken auf der Nordseite ab. Am Ausgangspunkt unserer Rundtour in Obertschappina (1577 m) kamen wir ihm schon sehr viel näher. Mit -6 Grad war es am Vormittag zwar temperaturmäßig noch frisch, aber von Wind war keine Spur und die kräftige Märzensonne sorgte für angenehm milde Verhältnisse, welche dicke Winterkleidung überflüssig machte.

Westlich vom fast verwaisten Skigelände stiegen wir Richtung Obergmeind auf, um dann bei P. 1728 auf einen Trail in den Wald Richtung Glaspass abzubiegen. Wir waren dem Berggasthaus dort schon sehr nahe, als uns eine etwas unklare Beschilderung in eine andere Richtung lockte. Zwar wären wir auch so zum Glaspass gekommen, was aber einen Riesenumweg und Abstieg von fast 100 Hm bedeutet hätte. Dass wir falsch waren, wurde uns erst am P. 1864 klar. Dann drehen wir die Rundtour einfach um, und wenden uns der Einkehrmöglichkeit auf der Lüschalp zu. So war der Plan.

Der Plan hatte nur den Haken, dass die Lüschalp schon 100 Hm unter uns lag, als wir sie später in einer Geländekammer entdeckten. So machten wir erst einmal eine Teepause. Bis auf den Lüschgrat war es dann nicht mehr weit. Oberhalb des Skigeländes gönnten wir uns eine längere Vesperpause, bei der wir das tolle Panorama genossen. War es in nördlicher Richtung schon mehrheitich bewölkt, war es über dem Domleschg und Richtung Oberhalbstein noch sonnig. Piz Platta, Piz Forbesch, Piz Ela und Piz Kesch, um nur einige zu nennen, waren die klangvollen Namen wohlbekannter Berggestalten, die sich deutlich über die 3000 m Marke recken.

Vor uns lag der Abstieg in die Senke (P. 1989) vor dem Glaser Grat (2124 m). Überschreitet man ihn noch, landet man genau am Glaspass. Die Verhältnisse waren jedoch nicht dazu angetan, um noch auf den Glaser Grat zu spuren. Der Neuschnee (5-10 cm) war mittlerweile durch die Sonneneinstrahlung nass geworden. Ohne Bindung zum Harschdeckel darunter, rutschten wir im steileren Gelände immer wieder mit der Schneedecke davon, einen Salto Mortale inbegriffen. So doch ziemlich geschlaucht und zeitlich in Verzug, wendeten wir uns nach Erreichen der Mulde am ehemaligen Lüschersee wieder Obergmeind zu.

Teils auf dem Rundwanderweg, teils querfeldein und ganz unten auf der verwaisten Skipiste kamen wir 5 1/4 Std. nach dem Aufbruch an den Ausgangspunkt zurück. Die Schlusseinkehr haben wir, nach einem Abstecher in die eisige Via Mala, in einer Beiz in Zillis eingelegt.

Fazit: Es war wahrlich ein Traumtag in den Bündner Bergen. Der Heinzenberg bietet unzählige Möglichkeiten für Schneeschuhtouren. Das überwiegend gutmütige Gelände lässt keine Wünsche für Genusswanderer offen. Die Verhältnisse beim Abstieg vom Lüschgrat erfordern aber schon etwas Standfestigkeit, gerade bei solcher Schneequalität wie gestern (WT3). Dass auch geräumige Skipisten in der Nähe sind, kann beim Aufstieg je nach Schneebeschaffenheit auch gelegen kommen. Konflikte mit Skifahrern dürften sich dabei unter der Woche nicht ergeben.

Geografisch rechnet man das Domleschg wohl der östlichen Talseite zu, aber wegen des Zugangs aus dem Domleschg habe ich dieses statt Safiental als Region gewählt.

unterwegs mit Uschi

Hike partners: alpstein


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