Mont Rogneux Ende Oktober 1969
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Bei meinem Abstecher zum Lac de Mauvoisin fiel mir ein Hinweisschild auf, auf dem "Cabane Marcel Brunet" stand. Ich blätterte in Führern und Karten, konnte aber nirgends diese Hütte entdecken, so daß ich mich an diesem Sonntag, wieder bei einem herrlichen Wetter, entschloß, die Hütte zu suchen.
Wieder ging es wieder ins Val de Bagnes, Hinter Lourtier fand ich das Hinweisschild. Die Straße führte rechts am Berghang hoch, erst durch Wald, dann an Almhütten vorbei. Die Straße wurde schlechter, war aber noch gut zu befahren Endlich sah ich vor mir eine Hütte stehen, Leute saßen daneben im Grase, lachten und scherzten. Hier waren schon andere Autos, ich stellte das meine auch dorthin, zog mich unterdessen um und sah mir die Landschaft an. Hervorstechend waren die Grate des Petit Combin, dazwischen seine Eisabstürze, weiter hinten sah ich noch den Ostgipfel des Grand Combin. Über dem Val de Bagnes standen meine "Bekannten" Mont Fort und Rosablanche.
Die Hütte war ein massiver Steinbau und gehört, wenn ich mich recht erinnere, dem Akademischen Alpenclub Genf. Eine kleine Tour in die Umgebung wollte ich doch machen. Der Mont Rogneux fiel mir auf, weil er sicher nicht sehr schwer zu begehen war und man von ihm eine schöne Sicht haben mußte. Also fragte ich die Leute nach den Aufstiegsmöglichkeiten, und als sie nichts einzuwenden hatten, daß ich alleine gehen wollte, packte ich meinen Rucksack auf den Rücken und ging durch Gras und über Felsen an einem kleinen See vorbei in Richtung Gipfel. Links von mir stand eine seltsame Felsgruppe, Les Capucins genannt. So wie die kleinen Gipfel einzeln dastanden, konnten sie wirklich an Kapuzinermönche erinnern.
Wieder mußte ich einen kleinen See umqueren, Schnee lag noch in den Niederungen, und um nicht kalte Füße zu bekommen, ging ich in die Felsen des Ostgrates. Ohne Schwierigkeiten kam ich in die Höhe, zuletzt ging ich noch über Schnee, dann stand ich auf dem 3083 m hohen Gipfel.
Neben mir war das Schneefeld, das zum Gipfel des Grand Agnet führte, dahinter führte der Grat hinauf bis zum Petit Combin, hinter dem der Grand Combin stand. Tief unter mir, im Val d'Entremont, sah die Große St. Bernhardpaßstraße sehr unbedeutend aus, im Hintergrund erhob sich wieder einmal unübersehbar der Montblanc, die Grandes Jorasses, Mont Dolent und Aig. du Tour. Über dem Rhonetal schließlich grüßten die nicht mehr unbekannten Muveran, Les Diablerets, Wildhorn und Wildstrubel zu mir herüber. Ich hatte einen ganz herrlichen (aber fast unbekannten) Aussichtsberg bestiegen, und noch lange lag ich auf den Steinen des Gipfels und träumte.
Auf dem gleichen Weg ging es dann wieder zurück.
Jetzt war die Sommersaison wirklich zu Ende.
Nachtrag: Im Urlaub 2012 fand ich wieder dieses Hinweisschild, und mit dem Auto fuhren wir wieder bis zur Hütte, diesmal aber (Anfang Juni) vollkommen im Nebel. Auf dem Weg zur Hütte wurde auf einer Alm die Kuhkönigin gesucht. Das war die Fahrt im Nebel wert, siehe Fotos.
Wieder ging es wieder ins Val de Bagnes, Hinter Lourtier fand ich das Hinweisschild. Die Straße führte rechts am Berghang hoch, erst durch Wald, dann an Almhütten vorbei. Die Straße wurde schlechter, war aber noch gut zu befahren Endlich sah ich vor mir eine Hütte stehen, Leute saßen daneben im Grase, lachten und scherzten. Hier waren schon andere Autos, ich stellte das meine auch dorthin, zog mich unterdessen um und sah mir die Landschaft an. Hervorstechend waren die Grate des Petit Combin, dazwischen seine Eisabstürze, weiter hinten sah ich noch den Ostgipfel des Grand Combin. Über dem Val de Bagnes standen meine "Bekannten" Mont Fort und Rosablanche.
Die Hütte war ein massiver Steinbau und gehört, wenn ich mich recht erinnere, dem Akademischen Alpenclub Genf. Eine kleine Tour in die Umgebung wollte ich doch machen. Der Mont Rogneux fiel mir auf, weil er sicher nicht sehr schwer zu begehen war und man von ihm eine schöne Sicht haben mußte. Also fragte ich die Leute nach den Aufstiegsmöglichkeiten, und als sie nichts einzuwenden hatten, daß ich alleine gehen wollte, packte ich meinen Rucksack auf den Rücken und ging durch Gras und über Felsen an einem kleinen See vorbei in Richtung Gipfel. Links von mir stand eine seltsame Felsgruppe, Les Capucins genannt. So wie die kleinen Gipfel einzeln dastanden, konnten sie wirklich an Kapuzinermönche erinnern.
Wieder mußte ich einen kleinen See umqueren, Schnee lag noch in den Niederungen, und um nicht kalte Füße zu bekommen, ging ich in die Felsen des Ostgrates. Ohne Schwierigkeiten kam ich in die Höhe, zuletzt ging ich noch über Schnee, dann stand ich auf dem 3083 m hohen Gipfel.
Neben mir war das Schneefeld, das zum Gipfel des Grand Agnet führte, dahinter führte der Grat hinauf bis zum Petit Combin, hinter dem der Grand Combin stand. Tief unter mir, im Val d'Entremont, sah die Große St. Bernhardpaßstraße sehr unbedeutend aus, im Hintergrund erhob sich wieder einmal unübersehbar der Montblanc, die Grandes Jorasses, Mont Dolent und Aig. du Tour. Über dem Rhonetal schließlich grüßten die nicht mehr unbekannten Muveran, Les Diablerets, Wildhorn und Wildstrubel zu mir herüber. Ich hatte einen ganz herrlichen (aber fast unbekannten) Aussichtsberg bestiegen, und noch lange lag ich auf den Steinen des Gipfels und träumte.
Auf dem gleichen Weg ging es dann wieder zurück.
Jetzt war die Sommersaison wirklich zu Ende.
Nachtrag: Im Urlaub 2012 fand ich wieder dieses Hinweisschild, und mit dem Auto fuhren wir wieder bis zur Hütte, diesmal aber (Anfang Juni) vollkommen im Nebel. Auf dem Weg zur Hütte wurde auf einer Alm die Kuhkönigin gesucht. Das war die Fahrt im Nebel wert, siehe Fotos.
Tourengänger:
FJung

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